Der Klimawandel zählt zu den zentralen globalen Herausforderungen und ist ein wesentlicher Handlungsbereich für TAKKT. Als international tätiges B2B-Unternehmen übernimmt TAKKT Verantwortung für die Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und treibt die Reduktion von Treibhausgasemissionen gezielt voran.
Klimabezogene Risiken und Chancen werden systematisch in die Unternehmenssteuerung integriert und beeinflussen zunehmend strategische Entscheidungen, Investitionen und operative Prozesse. Gleichzeitig steigen die Anforderungen nach transparenter Berichterstattung, belastbaren Daten und konkreten Dekarbonisierungsmaßnahmen entlang der Wertschöpfungskette.
Mit dem Commitment zur Science Based Targets Initiative (SBTi) richtet TAKKT seine Klimaziele konsequent an wissenschaftlichen Standards aus. Die Validierung der Ziele ist für 2026 geplant und schafft eine belastbare Grundlage für die weitere Dekarbonisierung sowie für transparente und vergleichbare Klimaleistungen. Damit positioniert sich TAKKT als verlässlicher Partner, der seine Kunden aktiv bei der Erreichung ihrer eigenen Klimaziele und der Reduktion von Scope-3-Emissionen unterstützt.
Um relevante Klimarisiken zu identifizieren und zu bewerten, hat TAKKT eine umfassende Klimarisikoanalyse durchgeführt. Diese orientiert sich an den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) und unterscheidet zwischen physischen Risiken und Übergangsrisiken:
Physische Risiken entstehen durch die direkten Auswirkungen des Klimawandels, darunter Temperaturveränderungen, extreme Wetterereignisse und Veränderungen der Niederschlagsmuster.
Übergangsrisiken ergeben sich aus dem Wandel hin zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft und umfassen regulatorische Anforderungen, technologische Entwicklungen sowie veränderte Kundenanforderungen in Bezug auf nachhaltigere Geschäftsmodelle.
Für die Bewertung physischer Risiken wurden an den US-Standorten das Living Atlas Assessment Tool und in Europa das European Climate Risk Tool genutzt. Übergangsrisiken analysierte TAKKT auf Basis des Netto-Null-Szenarios der Internationalen Energieagentur (IEA). Diese Tools liefern fundierte Daten, um klimabezogene Risiken präzise zu bewerten und geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung oder Stärkung der Unternehmens-Resilienz abzuleiten.
Auch im Jahr 2025 berechnet TAKKT die Scope-1- und Scope-2-Emissionen auf Basis eines location-based Ansatzes und ergänzt diesen um die Anwendung des market-based Ansatzes gemäß GHG Protocol. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Standorten wird die Datenqualität kontinuierlich verbessert und die Aussagekraft der Klimabilanz weiter erhöht.
Zur Sicherstellung der Transparenz und Vergleichbarkeit im Sinne der ESRS (insbesondere ESRS E1) berichtet TAKKT die Scope-2-Emissionen sowohl nach dem location-based als auch nach dem market-based Ansatz. Während der location-based Ansatz die durchschnittlichen Emissionsfaktoren des jeweiligen Strommixes widerspiegelt, berücksichtigt der market-based Ansatz vertragliche Instrumente wie Herkunftsnachweise oder Energielieferverträge und bildet damit die tatsächlichen Beschaffungsentscheidungen ab.
In Fällen, in denen zum Zeitpunkt der Berechnung noch keine finalen Jahresabrechnungen vorlagen, wurden ergänzend Schätzwerte verwendet. Die Nutzung einer spezialisierten Software zur dezentralen Datenerhebung ermöglicht dabei eine konsistente und zunehmend präzisere Erfassung der Emissionsdaten.
Die Berechnungen basieren überwiegend auf aktivitätsbezogenen Daten, um eine hohe Genauigkeit sicherzustellen. Ausgabenbasierte Ansätze kommen nur ergänzend dort zum Einsatz, wo keine belastbaren Aktivitätsdaten verfügbar sind.
Für die Berechnung der Scope-3-Emissionen hat TAKKT im Jahr 2025 die Datenbasis und Methodik weiter optimiert, um die Genauigkeit zu erhöhen und den Prozess robuster zu gestalten. Aufbauend auf einer systematischen Signifikanzanalyse wurden alle relevanten Kategorien des Greenhouse Gas Protocol entlang der gesamten Wertschöpfungskette berücksichtigt und berechnet.
Besondere Relevanz haben dabei die Kategorien Purchased Goods and Services, Transport sowie die Use Phase of Sold Products. In diesen Bereichen wurde die Datengrundlage gezielt weiterentwickelt und der Einsatz aktivitätsbasierter Daten ausgebaut, um die Emissionstreiber noch präziser abzubilden.
Dieser ganzheitliche Ansatz ermöglicht es, Emissionen transparent zu steuern, gezielte Maßnahmen zur Dekarbonisierung abzuleiten und gleichzeitig die Resilienz der Wertschöpfungskette zu stärken.
Weitere Informationen zu der Klimastrategie und den Ergebnissen der Treibhausgasbilanz von TAKKT: Nachhaltigkeitsbericht 2025