Vergütungssystem des Vorstands

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Vergütungskomponenten zusammen. Die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands der TAKKT AG orientiert sich an der Größe des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und der Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand sowie die Angemessenheit des Systems und der Vergütungshöhen überprüft der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses regelmäßig.

Erfolgsunabhängige Vergütungskomponenten
Die erfolgsunabhängigen Komponenten bestehen aus einer fixen Grundvergütung, Nebenleistungen und einem Beitrag zur Altersversorgung. Die feste Grundvergütung zahlt TAKKT den Vorstandsmitgliedern monatlich als Gehalt aus. Die Nebenleistungen, die der Vorstand erhält, umfassen die Nutzung von Dienstwagen sowie Unfall-, Auslandskranken-, Reisegepäck- und D&O-Versicherungen. Als Vergütungsbestandteil wird die Dienstwagennutzung vom einzelnen Vorstandsmitglied versteuert. Die Vorstände erhalten eine Versorgungszusage. Jährlich wird ein Beitrag von zehn Prozent der Summe aus Grundvergütung und Richt-Tantieme zugeführt, wobei die Beitragsgewährung an die Bestelldauer als Vorstand gebunden ist. Die Richt-Tantieme entspricht einer Zielerreichung von 100 Prozent. Für die Beiträge wird eine Mindestverzinsung gewährt. Ein Anspruch auf Altersleistungen besteht ab Austritt, allerdings frühestens mit Vollendung des 60. Lebensjahres. Bei Invalidität und im Todesfall kommt das um die bis zur Vollendung des 63. Lebensjahres fehlenden Beiträge erhöhte Versorgungsguthaben zur Auszahlung.

Erfolgsabhängige Vergütungskomponenten
Die erfolgsabhängigen Komponenten bestehen aus einer Tantieme, die bei entsprechendem Erfolg jährlich ausbezahlt wird, und einer rollierenden Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung, derzeit als Performance-Cash-Plan ausgestaltet.

Als Bemessungsgrundlage der Tantieme wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des TAKKT-Konzerns verwendet. Die Höhe der Tantieme bestimmt sich über eine prozentuale Beteiligung an der Bemessungsgrundlage des Geschäftsjahres. Die Tantieme verfügt über eine Deckelung der Auszahlungshöhe. Zudem hat der Aufsichtsrat das Recht, nach seinem pflichtgemäßen Ermessen einen Zu- oder Abschlag von 20 Prozent auf die Tantieme bei Sonderleistungen eines Vorstandsmitglieds oder außerordentlichen Umständenzu machen. Die Vorstände haben nach Altersklassen gestaffelt die Möglichkeit, eine Umwandlung von Teilen ihrer Tantieme in Rentenbestandteile vorzunehmen.

Die jährlich neu aufgelegten Performance-Cash-Pläne werden jeweils bei Zielerreichung nach einer Laufzeit von vier Jahren in bar ausbezahlt. Die Höhe der Barauszahlung der Pläne hängt von der Erreichung zweier Erfolgsziele ab: zum einen der Entwicklung des Total Shareholder Returns (TSR) über die Laufzeit des jeweiligen Plans, wobei der TSR die Gesamtrendite der TAKKT-Aktie unter Berücksichtigung gezahlter Dividenden darstellt. Zum anderen ist der kumulierte, über den Planzeitraum erwirtschaftete EVA® Bemessungsgrundlage. Die aktienkursbasierte Komponente wird als sogenannte Cash-settled Share-based Payment Transaction im Sinne des IFRS 2 klassifiziert und anhand eines optionspreistheoretischen Binomial-Modells bewertet. Der Aufwand für die erhaltenen Leistungen respektive eine Schuld zur Abgeltung dieser Leistungen wird über den erwarteten Erdienungszeitraum erfasst. Die Schuld wird zu jedem Berichtsstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Der EVA® ist eine Kennzahl, die der wertorientierten Unternehmensführung dient und zeigt, ob die Verzinsungsansprüche der Eigen- und Fremdkapitalgeber hinreichend erfüllt werden. Somit erfolgt die Vergütung für eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Auch die Performance-Cash-Pläne verfügen über eine Deckelung der Auszahlungshöhe. Der Anspruch auf Auszahlung des Performance-Cash-Plans besteht nur, wenn das Arbeitsverhältnis während der Laufzeit besteht. Bei Erreichen der Altersgrenze oder Austritt aus dem Vorstandsverhältnis erfolgt eine zeitanteilige Auszahlung.

Aktienoptionen gehören bei der TAKKT AG nicht zur Vorstandsvergütung. Dies wird auch in Zukunft so bleiben.

Die Gesamtbezüge des Vorstands der TAKKT AG betrugen 2010 im Konzern TEUR 2.764. Davon waren TEUR 1.249 erfolgsunabhängig und TEUR 1.515 erfolgsabhängig. In den variablen Vergütungen von TEUR 1.515 ist eine Rückstellungsauflösung in Höhe von TEUR 300 enthalten. Im Jahr 2010 teilten sich die erfolgsabhängigen Vergütungen ohne die Rückstellungsauflösung in Höhe von TEUR 1.600 (TEUR 2.136) für Tantiemen sowie TEUR 215 (TEUR 114) für die langfristigen Performance-Cash-Pläne auf. Der beizulegende Zeitwert der Performance-Cash-Pläne wie auch die entsprechende Rückstellung betragen zum Bilanzstichtag TEUR 531 (TEUR 114). Die Bewertung basiert auf der erwarteten Entwicklung der relevanten Einflussfaktoren und erfolgt unter Berücksichtigung der erdienten Teilbeträge. Zum Bilanzstichtag beträgt der Barwert der Pensionsanwartschaften (DBO) für den Vorstand TEUR 2.318 (TEUR 2.486).

Zum 31. Dezember 2010 hielten die Mitglieder des Vorstands der TAKKT AG 5.676 (5.676) Aktien. Gegenüber Mitgliedern des Vorstands bestehen mit Ausnahme von Verbindlichkeiten aus EVA®-Zertifikaten in Höhe von TEUR 1.115 (TEUR 1.095) und den üblichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus den Be- und Anstellungsverträgen keine weiteren Forderungen oder Verbindlichkeiten.

Die Bezüge für ausgeschiedene Vorstände betrugen TEUR 241 (TEUR 194). Für ehemalige Vorstände bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.718 (TEUR 2.908).

Aktienkurs