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Handlungsfelder

Innerhalb der sechs Handlungsfelder bündeln und steuern wir Aktivitäten, um nachhaltiges und verantwortliches Handeln innerhalb der TAKKT-Organisation sicherzustellen. Nachhaltigkeit ist für uns jedoch nicht an Unternehmensgrenzen gebunden. In unserem Kerngeschäft werden wir, wo immer möglich, Einfluss nehmen, um nachhaltiges Handeln zu fördern. Für die Auswahl und Zusammenarbeit mit Lieferanten und Geschäftspartnern sind die Prinzipien der Nachhaltigkeit ein wichtiges Kriterium. 
Damit wollen wir auch einen substanziellen Beitrag zur Erreichung der im Rahmen der Global Compact Initiative gesetzten Ziele erreichen. Mit unserer Mitgliedschaft verpflichten wir uns zur Einhaltung und Durchsetzung der zehn Prinzipien des Global Compact auf dem Gebiet der Menschenrechte, der Arbeitsnormen, des Umweltschutzes und der Korruptionsbekämpfung. Durch die sechs TAKKT-Handlungsfeldern haben wir einen operativen Rahmen geschaffen, um die Prinzipien des Global Compact einzuhalten und durchzusetzen.

Im Bereich Einkauf übernehmen wir Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus der von uns vertriebenen Produkte - von der Beschaffung über die Verwendung bis zur Entsorgung von Materialien und Verpackungen. Unser Fokus auf ausgezeichnete Produktqualität steigert die Möglichkeit langfristiger Nutzung durch die Kunden, daher bieten wir im umfangreichen Maße zertifizierte Produkte an (Beipiele sind FSC, Blue Angel, Greenguard). Bis 2020 möchten wir den Umsatz mit nachhaltigen ("grünen") Produkten auf mindestens 12-15% ausbauen.

Wir verpflichten unsere Lieferanten auf die Einhaltung der relevanten international anerkannten Umwelt- und Sozialstandards. Mit nachhaltig und verantwortungsvoll handelnden Lieferanten entwickeln wir langfristige partnerschaftliche Beziehungen – als Grundlage für einen gemeinsamen Wachstum.

Mit der Integration aussagekräftiger Nachhaltigkeitskriterien in das bestehende Lieferantenbewertungsprogramm wollen wir Nachhaltigkeit in unserer Lieferkette systematisch erheben, dokumentieren und verbessern.

Dazu kooperieren wir mit der international anerkannten EcoVadis-Plattform. Das Prüfverfahren ermöglicht es, die relevanten Aspekte nachhaltigen Handelns in den Geschäftsmodellen unserer Lieferanten transparent abzubilden und zugleich Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Durch regelmäßige Wiederholungen der Auditierungen wollen wir Fortschritte und Verbesserungen in der Nachhaltigkeit unserer Lieferanten messen. Nach Abschluss der erfolgreichen Testphase in 2013 wird das Programm seit 2014 schrittweise auf weitere Gesellschaften und Lieferanten ausgeweitet. Unser Ziel ist es, das Einkaufsvolumen von zertifizierten Lieferanten bis 2020 kontinuierlich weiter auszubauen, auf mindestens 50-60%. 

Die EcoVadis Plattform möchten wir insbesondere auch für Direktimporte nutzen. Bis 2020 sollen mindestens 30-40% des Einkaufsvolumens durch EcoVadis zertifizierte Lieferanten bezogen werden. Alle Lieferanten unterliegen strengen Auswahlkriterien und fortlaufenden Tests.

 

 

Unser Anspruch im Marketing ist es, Kunden individuell und bedarfsgerecht mit den Informationen zu versorgen, die sie für die optionale Beschaffung ihrer Geschäftsausstattung benötigen. Wir haben frühzeitig begonnnen, das E-Commerce Geschäft in allen Gesellschaften auszubauen. Damit bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, über unterschiedliche digitale Kanäle zu bestellen.

Im Rahmen unserer digitalen Agenda entwickelt sich E-Commerce zunehmend zum wichtigsten Vertriebskanal.

Als B2B- Spezialversandhändler betrachten wir E-Commerce als einen zentralen Kanal unserer Multi-Channel-Strategie. Nicht „entweder oder“, sondern „sowohl als auch“ lautet unsere Maxime für ein Optimum an Kundennutzen und nachhaltiger Effizienz. So achten wir besonders im traditionellen Kataloggeschäft in allen Marketingstufen auf optimierte Ressourcenschonung und Effizienzsteigerung – von der Katalogproduktion bis zum Werbemittelversand. Durch die Optimierung des Marketing-Mixes konnten wir seit 2011 bereits den relativen Papierverbrauch pro Million Euro Umsatz um über 60% verringern. Bis 2020 möchten wir den Papierverbrauch der Printwerbemittel auf mindestens 6,0-6,5 kg pro Auftrag reduzieren.

Das Papier für unsere Kataloge und andere Printwerbemittel stammt mittlerweile fast ausschließlich aus zertifizierten Quellen und soll bis 2020 auch vollständig klimaneutral sein. Für 15 unserer Webshops wollen wir bis 2020 ebenfalls sämtliche angefallene CO2-Emissionen vollständig durch zertifizierte Klimaschutzprojekte kompensieren.

Eine ausgefeilte Logistik bildet das Rückgrat des erfolgreichen Versandhandels. Zugleich liegt in der Optimierung der Verkehre und dem nachhaltigen Einsatz von Verpackungen ein relevanter Wirkhebel für Klimaschutz und Ressourcenschonung. Generell bietet das einstufige TAKKT Versandhandelsmodell klare Vorteile gegenüber stationären Handelssystemen. Durch den Wegfall von zusätlichen Transportstufen werden Versandwege opimiert und Emissionen minimiert. Aber unsere Ansprüche gehen weiter: Von der optimalen Warenverfügbarkeit über kurze Lieferzeiten und unbedingte Termintreue bis zur ständigen Konsolidierung von Lieferungen im Sinne einer optimierten Auslastung von Transportrelationen.

Gleichzeitig wollen wir den Versand unserer Produkte möglichst umweltschonend durchführen. Dazu kooperieren wir mit mehreren Speditionen, um unsere Lieferungen klimaneutral zu stellen. Mit unseren Logistikpartnern versenden wir Pakete bereits in 16 Ländern Europas und den USA CO2-kompensiert. Besonders weit fortgeschritten sind unsere Anstrengungen im Heimatmarkt Deutschland: Alle KAISER+KRAFT Paketlieferungen, sowie alle Stückgutlieferungen von Deutschland werden zu den Verteilspeditionen in 14 europäische Länder CO2-kompensiert durchgeführt. Insgesamt werden auf diese Weise über 90% aller Lieferungen in Deutschland CO2-kompensiert durchgeführt.

Bis 2020 möchten wir konzernweit 100% der Paketsendungen sowie mindestens 90% aller Stückgutsendungen ab dem Zentrallager CO2-kompensiert durchführen.

Das Handlungsfeld Ressourcen & Klima erstreckt sich über nahezu alle Geschäftsprozesse unseres Unternehmens mit Fokus auf jene Bereiche, in denen möglichst große Einspar- oder auch Entwicklungspotenziale liegen. Moderne Umwelt- und Energiemanagementsysteme und entsprechende Zertifizierungen sind Anspruch an uns und unsere Geschäftspartner entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Wir treten aktiv für den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und für den Klimaschutz ein. Für KAISER+KRAFT erfassen wir in Deutschland seit 2011 und in sechs weiteren europäischen Gesellschaften seit 2013 die Emissionen (CO2-Fußabdruck) der gesamten verantworteten Wertschöpfungskette. In 2015 wurden erstmals für Gerdmans in Schweden sowie für die zwei US-Gesellschaften HUBERT und Central nach ISO 14064-1 zertifizierte Klimabilanzen erstellt. Damit konnten wir wichtige Ansatzpunkte identifizieren, um zielgerichtet Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten.

Wir wollen ergänzend zu den bestehenden Qualitätsmanagementsystemen nach ISO 9001, schrittweise bis Ende 2020 für mindestens 10-13 wesentliche Gesellschaften zertifizierte Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001 einführen. Wesentlicher Bestandteil der Zertifizierung ist die Einführung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses im Umweltmanagement. Neben unserem skandinavischen Unternehmen Gerdmans sind zwei weitere wesentliche KAISER+KRAFT Gesellschaften bereits nach ISO 14001 zertifiziert. Für weitere Gesellschaften laufen die Vorbereitungen.

Die Einführung von zertifizierten Energiemanagementsystemen nach ISO 50001, wie bei ratioform, KAISER+KRAFT und gaerner in Deutschland bereits erfolgt, soll ebenfalls bis 2020 weiter forciert werden.

Zudem konzentrieren wir uns darauf, den Energieverbrauch bis 2020 konzernweit weiter zu reduzieren und schädliche Emissionen zu begrenzen.

Wir investieren viel Zeit und Ressourcen in die berufliche Entwicklung und Fortbildung unserer Mitarbeiter, denn sie sind die Träger unseres Erfolgs. Individuelle Entwicklung und faire Erfolgsbeteiligung sorgen bei TAKKT für eine hohe Mitarbeiterbindung. Eine gut entwickelte Unternehmenskultur, gemischte Teams aus erfahrenen und neuen Mitarbeitern sowie attraktive Arbeitszeitmodelle sind Elemente eines zukunftsorientierten Personalmanagements. Im Rahmen unserer digitalen Agenda finden und binden wir jene Mitarbeiter, die im Zuge des demografischen Wandels immer knapper werden. Wir möchten mindestens 50% der im Rahmen der digitalen Agenda neu eingestellten Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden.

TAKKT ist vom Mehrwert gemischter Führungteams überzeugt und sieht es als konzernweite Aufgabe an, länder- und spartenübergreifend gleiche Chancen für Frauen und Männer in ihrer Karriereentwicklung zu gewährleisten. Um diese Zielvorgabe zu erreichen hat sich TAKKT zum Ziel gesetzt bis 2020 den Anteil von Frauen in Top-Führungspositionen auf mindestens 10% auszubauen.

Unser gesellschaftliches Engagement basiert auf Selbstverpflichtungen und lokal getragenen Aktivitäten:  Das konkrete Engagement für soziale Projekte wird von unseren Mitarbeitern getragen. Sie wissen am besten, was an welchem Standort getan werden soll, und organisieren in unseren Tochterunternehmen vor Ort die konkrete ideelle und materielle Unterstützung für lokale Initiativen.

Beispielsweise führt unsere Tochtergesellschaft in den USA, HUBERT, seit mehreren Jahren sehr erfolgreich das „Individual Volunteer Time“ Programm durch. Im Rahmen des „Individual Volunteer Time Program“ (IVT) ist jeder Mitarbeiter der TAKKT-Tochter HUBERT aufgefordert, jährlich einen Tag seiner bezahlten Arbeitszeit zu nutzen, um sich einem sozialen Projekt seiner Wahl zu widmen. Die freiwilligen Helfer müssen lediglich zeigen, dass es sich um eine von einer staatlich anerkannten Institution unterstützte Maßnahme handelt. Um weitere übergreifende Projekte zu koordinieren, wird alle zwei Jahre ein siebenköpfiges „Volunteer Leadership Council“ (VLC) benannt. Das aus freiwilligen Mitarbeitern bestehende Gremium entscheidet, welches Monats-Projekt jeweils unternehmensweit unterstützt wird und für welche Projekte das Spendenbudget verwendet werden soll. Zudem erfasst das Council die Ausgaben und den Zeitaufwand aller sozialen Aktivitäten.

Seit Sommer 2015 wird ein ähnliches Programm auch an deutschen Standorten schrittweise ausgebaut. Durch das Programm „Engage“ sollen Mitarbeiter ermutigt werden, sich freiwillig für die Gesellschaft einzusetzen. Dabei möchte TAKKT durch die Gewährung von Sonderurlaub bzw. einer Freistellung von einem Tag pro Person pro Jahr als Impulsgeber fungieren und den Einstieg in „Corporate Citizenship“-Aktivitäten für Mitarbeiter erleichtern. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sowohl eigeninitiierte Tätigkeiten durchzuführen, als auch Angebote anerkannter externer Partner wahrzunehmen. Bis 2020 sollen 55-60% aller Mitarbeiter im Konzern die Möglichkeit der bezahlten Freistellung für soziales Engagement haben und mindestens 8-12% der Mitarbeiter diese Möglichkeit auch in Anspruch genommen haben.