über die Visionen der TAKKT
(März 2009)
Börsengang,
Neugründungen, Akquisitionen: Die TAKKT-Gruppe hat in den letzten zehn
Jahren Erfolgsgeschichte geschrieben. Doch wie sieht die Zukunft des
Konzerns aus?
Frage: Herr Gayer, wo steht die TAKKT-Gruppe in zehn Jahren?
TAKKT ist dann noch immer TAKKT, aber das Unternehmen wird noch größer, breiter aufgestellt und erfolgreicher sein. Unsere Vision ist es, der weltweit führende B2B Versandhändler für Büro-, Betriebs- und Lagerausstattung, Verkaufsförderungsartikel für den Einzelhandel sowie den Gastro- und Hotelmarkt und weitere neue Produktgruppen zu sein. In den nächsten zehn Jahren werden wir alles daran setzen, diese Vision zu erfüllen.
Frage: Und wie will TAKKT diese Pläne umsetzen?
Erstens erwirtschaften wir Jahr für Jahr einen hohen Cashflow, um unsere Geschäftsausweitung zu finanzieren. Zweitens setzen wir auf unsere bewährte Strategie. Wir betreiben ein ausgefeiltes Systemgeschäft. Dies ermöglicht es uns, mit begrenztem Aufwand und ohne große Risiken neue Regionen und Branchen zu erschließen, unser Produktportfolio zu erweitern und nicht zuletzt auch Größenvorteile zu erzielen. Damit waren wir in der Vergangenheit erfolgreich – und werden es auch in Zukunft sein. Wir konzentrieren uns jedoch nicht nur auf das Neugeschäft, sondern auch auf Märkte, in denen wir längst etabliert sind. Zum Beispiel mit unserer Mehrmarkenstrategie: In zahlreichen Ländern sind wir mit verschiedenen Gesellschaften aktiv. Denn wir wissen aus vielen Kundenumfragen, dass Kunden für Ausrüstungsgegenstände mit zwei bis drei kompetenten Lieferanten zusammenarbeiten wollen. Und mit mehreren Marken erhöhen wir die Chance, dass im Endeffekt ein Auftrag in unserem Konzern landet. Zudem ist wichtig zu wissen, dass der Versandhandel in Europa und Nordamerika zurzeit weniger als zehn Prozent des Gesamtmarktes besetzt – auch da sehen wir noch ein großes Wachstumspotenzial.
Frage: Sie sprachen von neuen Regionen. Welche Länder sind für TAKKT besonders interessant?
Wir werden in den kommenden Jahren vor allem unsere Präsenz in Osteuropa und Asien weiter ausbauen. Ein besonderes Augenmerk richten wir dabei auf China, denn dort wartet ein gewaltiger Markt darauf, erschlossen zu werden. Der Versandhandel ist dort noch nicht weit verbreitet, aber das wollen wir ändern. Außerdem wollen wir verstärkt Einkaufschancen in China nutzen.
Frage: Welche Rolle werden neue Technologien in der Zukunft von TAKKT spielen?
Dem Internet wird in unserem Geschäft eine immer größere Bedeutung zukommen. Schon heute nutzen wir es in vielfältiger Weise. Zum einen ist es für uns ein wichtiges Vertriebsmedium. Sich via Internet zu informieren und zu bestellen wird bei den Kunden immer beliebter. Deswegen gestalten wir unsere Online-Shops ganz nach dem Motto „Easy find – easy order“. In den USA haben wir mit officefurniture.com und fficechairs.com sogar zwei reine Internetmarken. Das Medium ist aber auch für unsere internen Prozessabläufe wichtig. So konnten wir dank elektronischer Integration die internen Prozesskosten für die Abwicklung eines Auftrags in den letzten Jahren weiter reduzieren – und das trotz allgemein steigender Kosten wie zum Beispiel für Mieten und Energie.
Frage: Die TAKKT AG ist also gut gerüstet für die Zukunft?
Ja, selbstverständlich. Denn wir sind schon längst nicht mehr bloß ein Händler, der Ware von A nach B bringt. Mit uns haben die Kunden einen schnellen, kompetenten und unverzichtbaren Problemlöser an ihrer Seite. Unser Angebot, also die Produkte und der Lieferservice, ist in Umfang und Qualität einzigartig. Damit haben wir einen ganz entscheidenden Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. Und den werden wir künftig weiter ausbauen.