Rede von Georg Gayer

Vorstandsvorsitzender der TAKKT AG

Es gilt das gesprochene Wort.

Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Kollegen und ich begrüßen Sie ganz herzlich zur Bilanzpressekonferenz der TAKKT AG 2009. Es ist das zehnte und letzte Mal, dass ich hier als Vorstandsvorsitzender spreche. Nächstes Jahr wird dies mein Kollege Dr. Zimmermann tun, an den ich – wie bereits angekündigt – in gut zwei Monaten, zum 1. Juni 2009 diese Aufgabe übergeben werde. Dazu will ich später gern noch einige Sätze sagen, ebenso wie zu den Herausforderungen der aktuellen Wirtschaftskrise und wie sich die TAKKT AG dafür gerüstet sieht. Im Anschluss wird es wie gewohnt genügend Gelegenheit für Ihre Fragen geben. Bevor Ihnen gleich unser Finanzvorstand Dr. Florian Funck die Geschäftsentwicklung und Ergebnisse des Jahres 2008 vorstellt, lassen Sie mich einige Highlights aus Sicht der TAKKT-Gruppe skizzieren:

TAKKT 2008: trotz Wirtschaftskrise profitabel und stabil
Als wir Sie letztes Jahr um diese Zeit hierher eingeladen hatten, sah die Welt noch anders aus. Damals hatten wir für das Jahr 2008 zwar keine positiven Konjunkturimpulse erwartet, waren aber dennoch, Zitat: „vorsichtig optimistisch“. Nun, zumindest mit der Vorsicht lagen wir goldrichtig. Mit dem Optimismus leider nicht. Wie Sie wissen, hat sich seitdem die allgemeine Wirtschaftslage dramatisch verschlechtert. Dennoch können wir für die TAKKT-Gruppe sagen: In diesem Umfeld von Umsatzeinbrüchen, Kurzarbeit, Kreditklemme und Verlustmeldungen erwies sich unser Unternehmen in 2008 als bemerkenswert stabil.

Insgesamt lag der Umsatz mit 932,1 Millionen Euro zwar 5,5 Prozent niedriger als im Vorjahr. Bereinigt um die Währungseffekte durch den schwachen US-Dollar im Jahresverlauf 2008 und Sondereffekte aus dem Verkauf unserer ehemaligen Tochter Conney Safety Products LLC im Vorjahr konnten wir beim Umsatz organisch um 0,7 Prozent zulegen. Das soll nicht heißen, dass TAKKT gegen die weltweite Rezession immun wäre. Ein Blick auf die Umsatzentwicklung im Jahresverlauf zeigt das: Rekordumsätzen in den ersten neun Monaten stand im vierten Quartal ein deutlicher Umsatzrückgang gegenüber. Denn es kann auch an uns als B2B-Versandhändler nicht spurlos vorüber gehen, wenn unsere Kunden weltweit unter Auftragsrückgängen zu leiden haben. Gerade in den letzten beiden Monaten des Jahres hielten sich unsere Kunden mit Kaufaufträgen viel stärker zurück als erwartet, sodass sowohl der ursprünglich anvisierte Zuwachs von vier Prozent als auch das im Oktober reduzierte Wachstumsziel von zwei Prozent für das Gesamtjahr nicht erreicht werden konnten.

Auch in puncto Profitabilität haben wir nicht nur das hohe Niveau gehalten, sondern uns sogar noch leicht verbessern können. Die für die operative Profitabilität maßgebliche EBITDA-Marge stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 14,6 Prozent und liegt damit nach wie vor am oberen Ende unseres langfristigen Zielkorridors von zwölf bis 15 Prozent. Dass TAKKT in einem so schwierigen Marktumfeld so profitabel dasteht, ist zwei Faktoren zu verdanken: dass wir uns strategisch auf unsere Stärken, sprich unser Kerngeschäft konzentriert haben, und dass wir bereits in den vergleichsweise „fetten“ Jahren zuvor ein effizientes Kapazitäts- und Kostenmanagement betrieben haben. Unser Ziel war und ist es, flexibel auf Nachfrageschwankungen reagieren zu können. Dies werden wir auch in 2009 tun.

Die Kontinuität und Stabilität unseres Unternehmens wollen wir auch in unserer Dividendenpolitik zum Ausdruck bringen. Daher werden wir der Hauptversammlung vorschlagen, eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 80 Cent je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr zu beschließen. Diese soll erneut aus einer Basisdividende in Höhe von 32 Cent und einer Sonderdividende in Höhe von 48 Cent je Aktie bestehen. Wir können dies tun, weil

  • erstens die Eigenkapitalquote mit über 60 Prozent sehr solide ist und
  • zweitens die Cashflow-Stärke der TAKKT-Gruppe auch in 2009 für einen guten Zufluss an Finanzmitteln sorgt.

So weit zu den Eckdaten des Jahres 2008: Angesichts des bedrohlichen Ausnahmezustands, in dem sich die gesamte Weltwirtschaft befindet, müssen und dürfen wir mit dem Ergebnis des TAKKT-Konzerns durchaus zufrieden sein. Mehr dazu gleich von Herrn Dr. Funck.

TAKKT 2008: Highlights aus den Geschäftsbereichen
Was gibt es aus 2008 an erfolgreichen Aktivitäten zu berichten? Hier nur die wichtigsten Highlights aus unseren drei Geschäftsbereichen:

KAISER + KRAFT EUROPA
Dass KAISER + KRAFT EUROPA ein ausgezeichnetes und systematisiertes Geschäftsmodell besitzt, hat man uns jetzt auch offiziell bestätigt. Im September 2008 bekam KAISER + KRAFT EUROPA die Auszeichnung „Versender des Jahres“, das ist der bedeutendste Preis, sozusagen der Oscar der deutschen Versandbranche, den der Bundesverband des Deutschen Versandhandels und die Fachzeitschrift „Der Versandhausberater“ alljährlich vergibt. Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Preises wurde dabei mit KAISER + KRAFT EUROPA ein Unternehmen aus dem B2B-Bereich geehrt. Ausschlaggebend für die Jury war die Qualität und Weiterentwicklung des Sortiments ebenso wie die Innovationskraft von KAISER + KRAFT EUROPA, nicht zuletzt aber auch die überzeugende wirtschaftliche Performance in den zurückliegenden Jahren.

2008 hat KAISER + KRAFT EUROPA seine Mehrmarkenstrategie mit einer erfolgreichen Neugründung fortgesetzt. Seit Mai letzten Jahres ist der Geschäftsbereich nunmehr auch mit der Marke Gaerner in Spanien präsent. Den Start kann man mit Fug und Recht als gelungen bezeichnen, denn die Zahlen aus den ersten Monaten haben unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Nach wie vor positiv entwickelt sich auch das Geschäft bei den ebenfalls noch jungen Gesellschaften, die in 2006 und 2007 an den Start gingen: KAISER + KRAFT in China und der Slowakei sowie Gaerner in Frankreich.

Topdeq
Als Premiummarke im Segment hochwertiger Büroausstattung ist Topdeq mehr als unsere anderen Geschäftsbereiche von der Konjunkturkrise betroffen. Dennoch haben wir trotz deutlich rückläufiger Umsatzzahlen die Profitabilität auf Vorjahresniveau halten können. Dies ist neben operativen Verbesserungen auch darauf zurückzuführen, dass unser deutlich vergrößertes Versandhandelszentrum in Pfungstadt bei Darmstadt im Mai 2008 „auf Sendung ging“. Dieses hochmoderne, leistungsstarke Logistikzentrum wird von Topdeq und KAISER + KRAFT EUROPA gemeinsam genutzt.

Für die Investition in den Standort Pfungstadt wurde Topdeq übrigens vom Landkreis Darmstadt-Dieburg als Unternehmen des Jahres 2008 ausgezeichnet.

K + K America
Bei K + K America muss als wichtigstes Highlight sicherlich der Start von Hubert in Deutschland genannt werden: Die Resonanz der Kunden auf den ersten Katalogversand schon vor der offiziellen Eröffnung im Juni 2008 war weitaus positiver als von uns erwartet. Daher gehen die Planungen bei Hubert schon jetzt über Deutschland hinaus. Der Eintritt in weitere Märkte in Europa ist bereits in Vorbereitung – ein zweites Land kommt noch in diesem Jahr dazu.

Auch die Integration des 2006 übernommenen Büromöbelversenders National Business Furniture (NBF), Marktführer in den USA, geht weiter zügig voran. Ein Beispiel dafür: Seit 2008 kann die NBF-Gruppe ihren Kunden noch kürzere Lieferzeiten und besseren Service bieten, da sie nun die Logistikinfrastruktur von Topdeq nutzt und so einen Teil der Produkte direkt ab Lager liefern kann.

Meine Damen und Herren,
so viel zu den Highlights des Jahres. Wenn Ihnen jetzt mein Kollege Dr. Florian Funck das Geschäftsjahr 2008 im Detail vorstellt, werden Sie sehen: Wo viel Licht ist, ist – natürlich – auch Schatten, vor allem in Zeiten wie diesen. So hat die konjunkturell äußerst finstere Großwetterlage mit einigen ihrer Tiefausläufer auch unsere Geschäftsfelder nicht verschont. Auch TAKKT operiert nicht etwa auf einer Insel der Glückseligen, wo sie von den Stürmen und Beben um sie herum nicht betroffen wäre. Aber sie ist wetterfest und so gut es geht gerüstet. 

Auswirkungen der Konjunktur- und Finanzkrise auf TAKKT
Meine Damen und Herren,
in der aktuellen Krise tun sich selbst die Wirtschaftsweisen schwer damit, Verlässliches über deren weiteren Verlauf und voraussichtliche Dauer zu sagen. Viele der ausgewiesenen Konjunkturexperten wagen derzeit überhaupt keine Prognose mehr. Da werden Sie vom Vorstand eines Versandhandelsunternehmens keine Prophezeiungen erwarten. Wenn ich mir trotzdem Gedanken darüber mache, wie es wohl weitergeht, dann auch deshalb, weil nun die Amtsübergabe an meinen Nachfolger ausgerechnet
in eine so schwierige Zeit fällt.

Anders als in den letzten Jahren, die ja vergleichsweise ruhig waren und in denen wir uns deshalb an dieser Stelle mit ein paar wenigen Sätzen zur Konjunktur begnügen konnten, müssen wir dieses Jahr um einiges genauer auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld schauen. Denn natürlich ist auch unser Geschäft konjunkturabhängig. Das hat sich in der Vergangenheit nur deshalb kaum bemerkbar gemacht, weil unsere Gruppe weltweit aktiv ist und die Konjunkturschwankungen in den einzelnen Regionen der Welt sich häufig ausgeglichen haben. Sprich: Wenn es mal in Europa schwächer lief, lief es dafür zeitgleich anderswo, zum Beispiel in den USA, ganz gut. Wir konnten somit dank unserer globalen Präsenz ein Minus hier oder eine Stagnation da mit einem Wachstumsplus anderswo kompensieren, unterm Strich meistens sogar mehr als ausgleichen. Dieses Mal aber geht es zeitgleich auf allen Weltmärkten in dieselbe Richtung, und zwar bergab. Wenn das verarbeitende Gewerbe, das circa die Hälfte unserer Kunden ausmacht, auf die Bremse tritt, dann spüren wir das unmittelbar. Das Kundensegment Dienstleistungen wird folgen. Einzig die großzügigen Konjunkturprogramme der Staaten werden für eine kurzfristige Aufhellung sorgen.

Wir haben also allen Grund, uns dafür vorzusehen. Und das tun wir.

Erster Ausblick in 2009: schwieriges Jahr für TAKKT
Lassen Sie mich zuerst erläutern, welche Auswirkungen TAKKT bei einer schweren Konjunkturkrise erfährt und warum wir davon überzeugt sind, für deren Bewältigung gut gerüstet zu sein.

  • Erstens: TAKKT ist regional sowie hinsichtlich der Abnehmerbranchen breit aufgestellt. Auch wenn wir aktuell den seltenen Fall erleben, dass es überall herunterrauscht, so werden wir schon wieder beim Start der Erholung starke geografische und sektorale Unterschiede feststellen. Die Diversifikation mildert so die konjunkturellen Effekte.
  • Zweitens: Unsere Produkte sind wenig preissensibel. Das heißt, die Sackkarre wird gekauft, weil sie gebraucht wird und nicht, weil sie auf einmal 20 Prozent billiger angeboten wird. Für uns bedeutet das, dass die Rohertragsmargen stabil bleiben.
  • Drittens: Unser Geschäftsmodell ist wenig Fixkostenintensiv. Wir können entsprechend an vielen Stellschrauben drehen, um die Kosten an die Umsatzsituation anzupassen. Im Personalbereich nutzen wir Zeitkonten, Kurzarbeit, etc. Auch in der Werbung können wir mit Veränderungen bei Seitenzahlen und Katalogauflagen flexibel auf den aktuellen Wirkungsgrad reagieren. So können wir auch in Krisenzeiten profitabel bleiben.
  • Viertens: Zusätzlich zur Stärke der TAKKT-Gruppe – dem Cashflow – ist unser internes und externes Wachstum durch langfristige Kreditzusagen mit guten Margen gesichert. Wir können uns damit voll und ganz auf die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft konzentrieren.
  • Und schließlich fünftens: Wir haben – auch nach meinem Ausscheiden – genügend Erfahrung im Vorstand, um ohne Hektik die richtigen Entscheidungen zu treffen.


Da diese Krise in ihrem Ausmaß und ihrer Dauer nicht abgeschätzt werden kann, haben wir verschiedene Szenarien entwickelt, welche Auswirkungen die Rezession je nach Ausmaß auf unsere Umsatzentwicklung und als Folge daraus auf die Profitabilität von TAKKT haben könnte. Die Szenarien reichen von einem spürbaren Umsatzrückgang über einen starken bis hin zu einem extremen Umsatzeinbruch. Im Einzelnen ergibt sich daraus folgendes Bild:

  • Bei einem Umsatz-Minus von bis zu 15 Prozent bleibt unsere Profitabilität (EBITDA-Marge) weiterhin innerhalb unseres langfristigen Zielkorridors von zwölf bis 15 Prozent.
  • Bei einem Umsatzrückgang zwischen 15 und 20 Prozent gehen wir davon aus, dass wir den Korridor zwar nicht mehr halten können, aber immer noch eine EBITDA-Marge von mehr als zehn Prozent erzielen.
  • Erst bei einem extremen Umsatzeinbruch von mehr als 20 Prozent über das gesamte Jahr 2009 würde unsere EBITDA-Marge unter zehn Prozent fallen.

Meine Damen und Herren,
diese Rezession ist nicht die erste in meinem Berufsleben, genauer gesagt ist es die vierte. Man weiß zwar vorher nie genau, wann es so weit ist, aber dass man sein Unternehmen frühzeitig auf Konjunkturflauten einstellen muss, ist klar. Es ist aber auch klar, dass jede Rezession irgendwann wieder vorbei ist und in einen Aufschwung übergeht. Bisher ist TAKKT aus jedem Konjunkturtal gestärkt hervorgegangen, und so wird es auch dieses Mal sein. Das ist kein frommes Wunschdenken, sondern lässt sich ganz plausibel begründen, denn: In guten Zeiten können sich viele Anbieter im B2B-Handel versuchen, und da mögen sie auch mehr oder weniger zurechtkommen. In schlechten Zeiten dagegen trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer da keine perfekte Logistik aufweisen kann, keine ausreichenden Marktanteile, keine entsprechenden Volumina (Skaleneffekte) und somit keine gesunden Margen hat, wird sich früher oder später verabschieden müssen. Nennen Sie es die Selektionsfunktion des Marktes oder auch (aktuell zum 200. Geburtstag von Charles Darwin) den Prozess der „natürlichen Auslese“. Jedenfalls, da wir in all den genannten Punkten gut dastehen und daran in den letzten Jahren konsequent gearbeitet haben, können wir mit großer Sicherheit sagen: Am Ende wird TAKKT zu den Gewinnern gehören und seine Marktanteile sogar ausweiten.

Zehn Jahre TAKKT AG – ein Unternehmen im Wachstum
Sehr geehrte Damen und Herren,
vor zehn Jahren, 1999, haben wir die TAKKT AG an die Börse gebracht. Die Bilanz dieser zehn Jahre kann sich sehen lassen.

  • Hinzugekommen sind insgesamt 24 neue Gesellschaften, also mehr als zwei pro Jahr; davon waren 21 Neugründungen, 6 Gesellschaften sind auf dem Weg von Akquisitionen und Übernahmen zu uns gekommen.
  • Zu den vielen Ländern, in denen unsere Gruppe vertreten ist, kamen in den vergangenen zehn Jahren neu hinzu: Portugal, Irland, Japan, Slowakei, Mexiko, Estland, Türkei, China und Rumänien.
  • Die Zahl unserer Kunden ist um rund 50 Prozent gestiegen.
  • Parallel dazu hat sich das Sortiment unserer Produkte beinahe verdoppelt auf nun mehr als 145.000 Artikel.
  • Auch die Zahl der Mitarbeiter hat sich erhöht, wenn auch dank effizienter Organisationsstrukturen und Prozesse mit 8,1 Prozent unterproportional.

Oder nehmen Sie diese Zahlen: 
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Zum einen machen sie deutlich, wie profitabel das Unternehmen in den vergangenen Jahren gewachsen ist. Zum anderen sieht man aber auch, dass obwohl unsere Aktionäre in besonderem Maße am Erfolg des Unternehmens beteiligt wurden, die Eigenkapitalquote auf über 60 Prozent angestiegen ist.

Ausblick: strategische Agenda
Unser ambitioniertes Ziel für die weitere Zukunft ist klar formuliert: Was wir in Europa und den USA bereits sind, wollen wir auch weltweit werden beziehungsweise weiter Ausbauen: die Nummer Eins im B2B-Versandhandel für Business Equipment. Daher werden wir auch in den nächsten Jahren unser bewährtes Geschäftsmodell auf neue Märkte übertragen.

Die einzelnen Bausteine unserer Strategie lauten: Wir wollen jedes Jahr mindestens eine Neugründung oder Akquisition realisieren. Als quantitativ messbare Zielgröße haben wir eine Wachstumsrate von durchschnittlich zwölf Prozent pro Jahr definiert. Dies mag nicht jedes Jahr realisierbar sein, insbesondere nicht in der derzeitigen Wirtschaftskrise; dennoch halten wir als Mittelwert über die Jahre an dieser ambitionierten Zielmarke fest. Erreicht werden soll dies etwa zur Hälfte aus organischem Wachstum und zur anderen Hälfte aus Akquisitionen. Dazu haben wir eine Reihe von Wachstumsinitiativen definiert: Neben der kontinuierlichen Optimierung unserer Services und Angebote gehört dazu die Erweiterung der logistischen Infrastruktur ebenso wie der konsequente Ausbau unserer Mehrmarkenstrategie. Als prominentes Beispiel sei hier der Aufbau von Hubert Europa genannt.

Meine Damen und Herren,
wie das Jahr 2008 nur allzu deutlich gezeigt hat, darf man sich derzeit auf keine positiven konjunkturellen Wachstumsimpulse verlassen, im Gegenteil. Mehr denn je gilt es, selbst die Weichen in Richtung Wachstum zu stellen. Bei allem, was wir uns für die TAKKT AG an Expansionsplänen vorgenommen haben, sei jedoch ausdrücklich betont: Es geht uns nie um reines Größenwachstum als Selbstzweck, sondern immer mit Blick auf die Ergebnismargen. Das heißt, wir wollen nicht wachsen um jeden Preis, „koste es was es wolle“, sondern qualitatives Wachstum – nämlich da, wo es sich auch rechnet. An dieser strikt ertrags- und wertorientierten Ausrichtung wird sich auch durch den personellen Wechsel in der Führung der TAKKT AG nichts ändern.

Lieber Kollege Zimmermann, ich wünschte, Sie könnten Ihre neue Aufgabe in einem weniger turbulenten Umfeld antreten; aber ich weiß, dass TAKKT mit Ihnen genau den Richtigen dafür hat. Ihnen und unserem Unternehmen wünsche ich den verdienten Erfolg!

Jetzt, meine Damen und Herren, stehen wir Ihnen Rede und Antwort. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

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