Vorstand Controlling und Finanzen der TAKKT AG
Es gilt das gesprochene Wort.
Sehr geehrte Damen und Herren,
auch ich begrüße Sie herzlich zur
diesjährigen Bilanzpressekonferenz der TAKKT AG. Fast schon
traditionell können wir auch diesmal wieder von einem sehr positiven
Verlauf des letzten Geschäftsjahres berichten. Herr Gayer hat Ihnen
bereits beschrieben, dass unsere Strategie der internationalen
Diversifizierung aufgeht und TAKKT das schwächere Nordamerika-Geschäft
2007 durch ein starkes Europageschäft mehr als kompensieren konnte.
Dies möchte ich im Folgenden näher beleuchten, indem ich Sie durch die
wesentlichen Kennzahlen des Konzernabschlusses führe.
Umsatz: starkes organisches Wachstum von 9,2 Prozent
Der
Umsatz der TAKKT-Gruppe erreichte 2007 ein Rekordniveau – trotz
Konjunkturschwäche in den USA und schwachem US-Dollar. Mit 986,2
Millionen Euro erwirtschaftete der Konzern 2,9 Prozent mehr als im
Vorjahr. Bereinigt um Wechselkursschwankungen sowie die Umsätze der per
30. September 2007 verkauften nordamerikanischen Gesellschaft Conney
Safety Products LLC (Conney) liegt das Plus sogar bei 9,2 Prozent. Zu
dieser insgesamt sehr erfreulichen Umsatzentwicklung haben sämtliche
Wert- und Wachstumstreiber von TAKKT beigetragen: Auch im vergangenen
Jahr konnte TAKKT erneut seinen Kundenkreis erweitern – besonders in
Europa gewannen die Gesellschaften neue Kunden. Zudem erhöhte sich die
Anzahl der Aufträge. Und in allen drei Geschäftsbereichen erhöhte sich
der durchschnittliche Auftragswert.
Das deutliche organische Wachstum von über neun Prozent belegt erneut die Wachstumskraft und Chancen des TAKKT-Geschäftsmodells. Dabei ist rund ein Prozentpunkt des organischen Wachstums den Neugründungen der Jahre 2005 bis 2007 zuzurechnen.
Umsatz: durch Diversifikation erfolgreich
Meine Damen und Herren,
dass
TAKKT trotz der schwächeren Konjunktur in den USA ein so gutes Ergebnis
erzielen konnte, liegt maßgeblich an unserer Strategie der
internationalen Diversifizierung.
Der Geschäftsbereich mit dem höchsten Umsatz war auch im Jahr 2007 KAISER + KRAFT EUROPA. Sein Anteil am Gesamtumsatz stieg um 5,6 Prozentpunkte auf 52,7 Prozent. Topdeq entwickelte sich ebenfalls sehr positiv und trug mit 9,2 Prozent zum Konzernumsatz bei. Das entspricht einem Plus von 0,3 Prozentpunkten gegenüber 2006. K + K America erwirtschaftete 2007 38,1 Prozent vom Umsatz der TAKKT-Gruppe. Dies ist ein Rückgang im Vergleich zu den Vorjahreswerten von 5,9 Prozentpunkten. Für diesen Rückgang gibt es drei Gründe: Erstens wuchs der Geschäftsbereich K + K America aufgrund der schwierigen Konjunktursituation in Nordamerika unterdurchschnittlich. Zweitens reduzierte der schwache US-Dollar die in die Konzernberichtswährung Euro umgerechneten Werte. Und drittens lagen die Umsätze durch den Verkauf unserer US-Tochter Conney unter den Werten des Vorjahres.
Diese drei Effekte spiegeln sich auch bei der regionalen Umsatzverteilung auf der rechten Seite des Charts wider: Der Umsatzanteil der Region Nordamerika verringerte sich von 45,6 auf 39,5 Prozent. Im Gegenzug legten die Anteile in Deutschland und Resteuropa zu. Im Jahr 2007 erwirtschafteten die TAKKT-Gesellschaften in Deutschland 23,1 Prozent und im übrigen Europa 36,8 Prozent der Konzernumsätze. China, Japan und Mexiko, die in diesem Chart unter „Sonstige“ zusammengefasst sind, trugen gemeinsam 0,6 Prozent zum Konzernumsatz bei. Dabei sollte diese relativ kleine Zahl nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Regionen im abgelaufenen Jahr mit rund 50 Prozent sehr dynamisch gewachsen sind.
Um unseren Kundenservice kontinuierlich zu verbessern, analysieren wir auch, welche Informations- und Bestellwege unsere Kunden bevorzugen. Deshalb unterteilen wir unseren Gesamtumsatz auch nach Auftragseingang via Telefon, Fax oder Online. Die Auswertung hat 2007 eine deutliche Tendenz gezeigt: Das E-Business gewinnt bei TAKKT weiter an Bedeutung. Die Onlinebestellungen stiegen wechselkursbereinigt im abgelaufenen Geschäftsjahr in allen drei Geschäftsbereichen überproportional um circa 20 Prozent auf 127,4 Millionen Euro und erreichten damit 12,9 Prozent des Konzernumsatzes. Oder anders ausgedrückt: Jeder achte Auftrag geht mittlerweile online bei den TAKKT-Gesellschaften ein.
Rohertrag: Marge weiter in allen Geschäftsbereichen optimiert
Nun
aber zurück zu unseren Konzernzahlen. Dass der Umsatz der TAKKT-Gruppe
organisch deutlich gestiegen ist, habe ich Ihnen bereits dargelegt. Wie
sieht es aber mit der Profitabilität aus, die hinter dem Umsatzwachstum
steht? Um die Antwort gleich vorweg zu nehmen: sehr gut wie
beispielsweise die Entwicklung der für uns als Versandhändler wichtigen
Kennzahl Rohertrag verdeutlicht. Der Rohertrag bei TAKKT zeigt, wie
viel des Umsatzes nach Abzug der Material- und Transportkosten
verbleibt. Diese Kennzahl ist gestiegen – sogar stärker als der Umsatz.
Oder man kann es auch anders ausdrücken: Wir konnten die
Rohertragsmarge weiter steigern, nämlich von 40,6 Prozent in 2006 auf
41,3 Prozent in 2007. Diese positive Entwicklung resultiert zum einen
aus optimierten Angeboten, günstigeren Einkaufskonditionen und
verbessertem Service in allen drei Geschäftsbereichen. Zum anderen hat
der Struktureffekt zum Anstieg beigetragen, indem unsere margenstarken
Geschäftsbereiche KAISER + KRAFT EUROPA und Topdeq stärker als der
Konzerndurchschnitt gewachsen sind. Steigende Öl-, Fracht- und
Produktionskosten hatten kaum Einfluss auf die Rohertragsmarge, da der
Konzern kurzfristig auf solche Entwicklungen reagieren kann.
Die langjährige Entwicklung der Rohertragsmargen im Konzern wie auch die Margenentwicklung des Berichtsjahres in Nordamerika beweist, dass TAKKT unabhängig von konjunkturellen Rahmenbedingungen starke Margen erwirtschaftet.
EBITDA: Marge oberhalb des bisherigen Zielkorridors von elf bis 13 Prozent
Kommen
wir zum EBITDA, also dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen, das TAKKT als zentrale Kennzahl zur Messung der
operativen Profitabilität verwendet. Das EBITDA verbesserte sich
deutlich von 119,5 auf einen neuen Rekordwert von 142,3 Millionen Euro.
Das ist ein Anstieg von 19,1 Prozent. Dieser Anstieg resultiert
insbesondere aus der hervorragenden Entwicklung unseres
Geschäftsbereichs KAISER + KRAFT EUROPA.
Die EBITDA-Marge im TAKKT-Konzern erreichte mit 14,4 Prozent einen Wert, der über dem vom Management bislang angestrebten Zielkorridor von elf bis 13 Prozent liegt. Dabei ist festzustellen, dass alle drei Geschäftsbereiche ihre Margen im Vergleich zum Vorjahr verbessern konnten.
Neben der verbesserten Rohertragsmarge ist die Profitabilitätssteigerung auf eine besser ausgelastete Versandhandelsinfrastruktur in Europa sowie eine leicht gestiegene Werbemitteleffizienz zurückzuführen.
Insofern wird es Sie nicht verwundern, dass wir ab dem Geschäftsjahr 2008 unseren Zielkorridor ein ordentliches Stück nach oben anpassen, nämlich auf zwölf bis 15 Prozent EBITDA-Marge. Dazu wird Herr Gayer in Rahmen des Ausblicks etwas detaillierter zu sprechen kommen.
Ergebnis vor Steuern: deutliche Steigerung
Wie
Sie dem Chart entnehmen können, stieg das Ergebnis vor Steuern 2007
überproportional um 25,0 Prozent auf 116,1 Millionen Euro. Neben der
verbesserten operativen Profitabilität hat auch die deutliche
Entschuldung des Konzerns über geringere Zinsaufwendungen dazu
beigetragen. Leicht angestiegen im Vergleich zum Vorjahr sind hingegen
die Abschreibungen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen Folge der
verstärkten Investitionstätigkeit der TAKKT im Jahr 2007. Die
Ergebnis-Marge erreichte mit 11,8 (9,7) Prozent einen zweistelligen
Wert.
Periodenergebnis: Profitabilität auf hohem Niveau weiter gesteigert
Das
Periodenergebnis des TAKKT-Konzerns stieg um knapp 27 Prozent auf rund
79 Millionen Euro. Die Marge stieg von 6,5 Prozent in 2006 auf 8,0
Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dazu hat auch die leicht
reduzierte Steuerquote beigetragen. Diese sank von 32,7 Prozent um
einen Prozentpunkt auf 31,7 Prozent. Wesentlicher Grund für den
Rückgang der Steuerquote ist die in Deutschland beschlossene
Steuerreform. Auch wenn die reduzierten Steuersätze erst ab 2008 gültig
sind, sind sie mit Verabschiedung im Bundesrat – also ab Juli 2007 –
bereits bei der Bewertung der latenten Steuerrückstellungen im
Abschluss heranzuziehen. Diese Neubewertung latenter
Steuerrückstellungen, insbesondere auf Geschäftswerte in Deutschland,
mit einem niedrigeren Steuersatz führte letztlich zu einem latenten
Steuerertrag und damit zur reduzierten Steuerquote. Zudem hat sich
positiv ausgewirkt, dass ein größerer Anteil des Ergebnisses in Europa
erwirtschaftet wurde. Dort liegen die Steuersätze zum Teil deutlich
unter dem nordamerikanischen Niveau.
Cashflow: erreicht erstmals Wert über 100 Millionen Euro
Meine Damen und Herren,
mit
101,2 Millionen Euro erreichte der Cashflow der TAKKT 2007 erstmals
einen Wert im dreistelligen Millionenbereich. Im Vergleich zum Vorjahr
ist dies ein Plus von fast 24 Prozent. Das unterstreicht einmal mehr
unsere hohe Ertragskraft. Die Marge stieg auf einen Anteil von 10,3
Prozent der Konzernumsätze. Das sind noch einmal 1,8 Prozentpunkte mehr
als 2006 und macht eines deutlich: TAKKT wächst profitabel und das
nicht nur im Jahr 2007 wie das Chart zeigt.
Mitarbeiter: Basis für nachhaltigen Unternehmenserfolg
Die
erfreulichen Rekordwerte, von denen ich Ihnen gerade berichten durfte,
haben wir vor allem den TAKKT-Mitarbeitern zu verdanken. Sie tragen Tag
für Tag mit ihrem Einsatz für den Konzern zum Erfolg der TAKKT bei.
Deshalb möchte auch ich mich für die Leistungen aller Mitarbeiter an
dieser Stelle ganz herzlich bedanken.
Durch den Verkauf von Conney ist die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Bereinigt um diesen Effekt weisen jedoch unsere drei Geschäftsbereiche steigende Beschäftigtenzahlen auf. Durch die gesteigerte Produktivität bei KAISER + KRAFT EUROPA und Topdeq liegt die Zunahme der Mitarbeiterzahl in beiden Geschäftsbereichen unter dem Wachstum des Geschäftsvolumens. KAISER + KRAFT EUROPA beschäftigte Ende 2007 949 Mitarbeiter, Topdeq 206. K + K America erweiterte seine Mitarbeiterbasis, um auch während des Umstellungsprozesses auf eine neue IT-Plattform eine hohe Servicequalität gewährleisten zu können. Am 31. Dezember 2007 waren hier 787 Mitarbeiter beschäftigt. Für die Holding arbeiteten 29 Angestellte. Insgesamt beschäftigte der TAKKT-Konzern zum Jahresende 2007 1.971 Mitarbeiter.
Konzernbilanz: Conney-Verkauf führt zur Bilanzverkürzung
Ich
möchte Ihnen nun die Konzernbilanz der TAKKT AG erläutern, die auch in
diesem Jahr das Prädikat „äußerst solide“ verdient. Dass sich die
Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr verkürzt hat, resultiert im
Wesentlichen aus dem Verkauf von Conney.
Lassen Sie mich jetzt zu den einzelnen Posten kommen – ich beginne mit den Aktiva:
Am
Bilanzstichtag, dem 31. Dezember 2007, betrug die Bilanzsumme 549,0
Millionen Euro. Das langfristige Vermögen belief sich auf 333,4
Millionen Euro. Mit 211,6 Millionen Euro stellen die Geschäfts- und
Firmenwerte den größten Anteil dar. Aufgrund der
Bilanzierungsgrundsätze nach IFRS 3 werden diese seit 2005 nicht mehr
planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Werthaltigkeitstest
unterzogen. Wie in den vergangenen Jahren musste TAKKT auch 2007
aufgrund des hohen Cashflows keine außerordentlichen Abschreibungen auf
Geschäfts- und Firmenwerte vornehmen. Damit sind die reduzierten
Geschäfts- und Firmenwerte ausschließlich eine Folge der
Entkonsolidierung von Conney sowie veränderter Wechselkurse.
Erhöht haben sich im langfristigen Vermögen hingegen die Sachanlagen. Dies ist die Folge umfangreicher Maßnahmen zur Erweiterung der Versandhandelsinfrastruktur. Ziel der Maßnahmen ist es, die Lagerkapazitäten an die gestiegenen Geschäftsvolumina anzupassen, neue Möglichkeiten für den internationalen Einkauf zu schaffen sowie den Umfang der direkt ab Lager verfügbaren Produkte für den Kunden weiter zu vergrößern. Größtes Einzelprojekt des Jahres 2007 war der Erwerb des bislang gemieteten Versandhandelszentrums von Topdeq in Pfungstadt und dessen Ausbau zu einem geschäftsbereichsübergreifenden Versandhandelszentrum. Künftig sollen von Pfungstadt aus die Vertriebsgesellschaften der Geschäftsbereiche KAISER + KRAFT EUROPA und Topdeq mit Büroausstattungsartikeln beliefert werden.
Im kurzfristigen Vermögen gab es kaum Änderungen zum Vorjahr. Im Wesentlichen wurden die Abgänge im Forderungs- und Vorratsbereich im Zusammenhang mit dem Conney-Verkauf durch entsprechende Zugänge als Folge des organischen Wachstums des Konzerns kompensiert.
Das Zahlungsverhalten der Kunden blieb weitgehend stabil. Die durchschnittliche Außenstandsdauer der Kundenforderungen verbesserte sich von 41 auf 39 Tage.
Konzernbilanz: deutliche Entschuldung, Eigenkapitalquote erreicht 58,6 Prozent
Im
Bereich der Passiva hat sich das Eigenkapital aufgrund des hohen
Periodenergebnisses deutlich erhöht. Die Finanzverschuldung als zweiter
wesentlicher Posten der Passivseite reduzierte sich zum
Berichtsstichtag von 168,7 auf 91,3 Millionen Euro. Zu dieser
deutlichen Entschuldung hat der Conney-Verkauf mit rund 34 Millionen
Euro beigetragen. Zudem führte der schwächere US-Dollar zu einer
Abwertung der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 13,4 Millionen Euro.
Ein großer Beitrag zur Entschuldung kam zudem aus dem operativen
Cashflow des Konzerns. Er reduzierte die Verbindlichkeiten um rund 30
Millionen Euro.
Als Zwischenfazit kann man festhalten, dass die TAKKT-Bilanz noch viel Spielraum für weiteres Wachstum des Konzerns lässt – aber auch Möglichkeiten zur Steigerung der Dividende bietet. Doch dazu später mehr.
KAISER + KRAFT EUROPA: Hauptumsatzträger mit hoher Profitabilität
Meine Damen und Herren,
nach
dem Überblick über die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns komme ich
nun zu den Einzelergebnissen unserer drei Geschäftsbereiche.
Ich beginne mit unserem umsatzstärksten Bereich, KAISER + KRAFT EUROPA. Sein Umsatz stieg gegenüber 2006 um 15,2 Prozent auf 519,8 Millionen Euro im Berichtsjahr. Dieses starke Wachstum war natürlich durch die insgesamt positive konjunkturelle Stimmung in Europa begünstigt. Aber der Wert zeigt auch, dass der Geschäftsbereich deutlich stärker wächst als die europäischen Volkswirtschaften und damit seine Marktposition weiter ausbaut. Der Umsatzanstieg beruht dabei zu zwei Dritteln auf einem Anstieg der Auftragszahlen und einem Drittel auf höheren durchschnittlichen Auftragswerten. Fast alle Tochtergesellschaften des Geschäftsbereichs haben mit zweistelligen Wachstumsraten zu diesem Erfolg beigetragen – auch und insbesondere die deutschen Vertriebsgesellschaften.
Zur wiederholten Verbesserung der Profitabilität von KAISER + KRAFT EUROPA haben vor allem drei Faktoren beigetragen: erstens die abermals erhöhte Rohertragsmarge, zweitens eine bessere Kapazitätsauslastung der Versandhandelsinfrastruktur und drittens die höhere Werbemitteleffizienz. Trotz der Anlaufkosten für die neu gegründeten und jungen Gesellschaften in China, Frankreich, Rumänien, Türkei und in der Slowakei stieg das EBITDA im Berichtsjahr um 27,7 Prozent auf 108,4 Millionen Euro. Die Marge verbesserte sich von 18,8 auf 20,9 Prozent.
Topdeq: Repositionierung greift weiter
Auch
Topdeq überzeugte im Berichtsjahr mit einem deutlichen Wachstum. Unser
Designspezialist profitierte vom europäischen Konjunkturaufschwung und
der erfolgreichen Repositionierung als Premiummarke. Der Umsatz stieg
währungsbereinigt um 8,5 Prozent auf 91,2 Millionen Euro. Zu diesem
erfreulichen Ergebnis haben alle Gesellschaften beigetragen. Die im
Vorjahr gegründete Gesellschaft in Österreich übertraf die Erwartungen
deutlich.
Das Umsatzwachstum des Geschäftsbereichs wird wie auch im Vorjahr durch höhere durchschnittliche Auftragswerte getrieben. Dies ist die logische Folge der im Rahmen der Repositionierungsstrategie vorgenommenen Fokussierung auf hochwertige, designorientierte Ausrüstungsgegenstände. Insbesondere die rechte Grafik verdeutlicht, dass die Repositionierung ein voller Erfolg ist.
Durch den Wegfall wenig profitabler Kundengruppen stieg auch das Ergebnis des Geschäftsbereichs auf ein EBITDA von 7,0 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge erreichte einen Wert von 7,6 Prozent und liegt damit 2,6 Prozentpunkte über dem Wert von 2006. Weitere Gründe für diesen Anstieg sind weiter optimierte Prozesse sowie die höhere Rohertragsmarge. Damit ist Topdeq dem Ziel einer zweistelligen EBITDA-Marge im Jahr 2010 einen großen Schritt näher gekommen.
K + K America in USD: organisches Wachstum trotz schwacher Konjunktur
Unser
dritter Geschäftsbereich hatte es 2007 bedingt durch die schwächere
Konjunktur in Nordamerika nicht leicht. Der Umsatz sank durch den
Verkauf von Conney um 3,0 Prozent auf 513,0 Millionen US-Dollar.
Bereinigt um die Umsätze der im Jahresverlauf verkauften Tochter Conney
stiegen die Umsätze auf US-Dollar-Basis allerdings um 2,0 Prozent.
Diese Zahl zeigt, dass sich unsere Strategie der Diversifizierung in
Nordamerika auszahlt, denn nicht alle Sparten des Geschäftsbereichs
konnten gleichermaßen zu diesem Wachstum beitragen: Die dem
produzierenden Gewerbe näher stehenden Gesellschaften C&H in den
USA und Avenue in Kanada haben die konjunkturelle Abkühlung in
Nordamerika zu spüren bekommen und Umsatzrückgänge verbucht. Dagegen
haben sich Hubert und die NBF-Gruppe, die eher Kunden des
Dienstleistungssektors bedienen, vom Konjunkturtrend abgekoppelt und
erfreuliche Umsatzzuwächse erzielt.
Wie Herr Gayer Ihnen bereits erläutert hat, erfolgte der Verkauf von Conney zum Ende des dritten Quartals im Zuge der konsequenten Konzentration auf unser Kerngeschäft. Der Verkaufspreis für Conney betrug 48 Millionen US-Dollar beziehungsweise 34 Millionen Euro. Aus dem Verkauf erzielten wir einen Gewinn von 1,4 Millionen Euro. Und um es ganz deutlich zu sagen: Nach diesem Schritt gibt es in unserem Portfolio keine weiteren Kandidaten mehr für einen Verkauf.
K + K America: schwacher US-Dollar prägt Euro-Zahlen
Umgerechnet
in die Berichtswährung Euro sanken die Umsätze des Geschäftsbereichs K
+ K America auf 375,6 Millionen Euro. Dieser Rückgang ist natürlich
insbesondere durch die Schwäche des US-Dollars bedingt, dessen
Durchschnittskurs im Jahr 2007 um über neun Prozent vom Wert des Jahres
2006 abweicht.
Entsprechend sank auch das EBITDA von K + K America umgerechnet in Euro auf 36,1 Millionen. Die EBITDA-Marge liegt mit 9,6 Prozent aber über dem Vorjahresniveau. Diese Verbesserung ist im Wesentlichen das Resultat einer gestiegenen Rohertragsmarge des Geschäftsbereichs, die Mehraufwendungen im Zusammenhang mit der Einführung einer neuen IT-Plattform mehr als kompensieren konnte. Aber auch der Gewinn aus dem Conney-Verkauf trug dazu bei. Bereinigt um Conney hätte die EBITDA-Marge des Geschäftsbereichs 9,5 Prozent betragen.
Kennzahlen pro Aktie: Cashflow, Ergebnis und Dividende steigen deutlich
Meine Damen und Herren,
das
erfreuliche Konzernergebnis hat sich im Berichtsjahr auch auf die
Kennzahlen pro Aktie ausgewirkt: Cashflow und Ergebnis sind
beispielsweise deutlich gestiegen. Der Cashflow pro Aktie beträgt 1,39
Euro und das Ergebnis pro Aktie liegt mit 1,07 Euro erstmals über der
Marke von einem Euro.
An dieser positiven Entwicklung möchten Vorstand und Aufsichtsrat auch die Aktionäre über eine höhere Dividende beteiligen. Die Gesamtdividende soll 80 Cent je Aktie betragen, was bedeutet, dass sich die Dividende im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht und die Ausschüttungsquote am Eigenanteil des Periodenergebnisses auf rund 75 Prozent ansteigt.
Die überaus solide Bilanz und das stabile Geschäftsmodell des TAKKT-Konzerns ermöglichen auch zukünftig eine faire Beteiligung der Aktionäre am Ergebnis und Cashflow des Unternehmens. Klar gesagt: Sofern der Konzern keine größeren wertsteigernden Akquisitionen oder andere Investitionen finanzieren muss, sind auch in den Folgejahren Sonderdividenden denkbar.
TAKKT-Aktie: Kursentwicklung spiegelt operative Performance nicht wider
Abschließend
möchte ich Sie noch über den Kursverlauf der TAKKT-Aktie informieren.
Wie Sie auf dem Chart sehen können, hat sich die TAKKT-Aktie diesmal
ähnlich wie der Markt entwickelt. Zwischen dem 1. Januar und dem 31.
Dezember 2007 sank der Kurs der Aktie um 9,5 Prozent im Zuge der
zunehmenden allgemeinen konjunkturellen Unsicherheit und den
Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten. Mit dieser
Entwicklung sind wir als Vorstand selbstverständlich nicht zufrieden,
zumal sich der Kursverlauf deutlich von der operativen
Geschäftsentwicklung abgekoppelt hat. Aber mit Blick auf das Jahr 2008
bin ich aus zwei Gründen zuversichtlich: Erstens, weil das
TAKKT-Geschäftsmodell unabhängig von konjunkturellen Rahmenbedingungen
stabile beziehungsweise steigende Profitabilitäten erwirtschaften kann.
Und zweitens, weil eine Investition in die TAKKT-Aktie mit Blick auf
die Dividendenstrategie noch attraktiver geworden ist.
Mit 72,9 Millionen blieb die Gesamtzahl der Aktien unverändert. Die Marktkapitalisierung betrug zum Jahresende rund 868 Millionen Euro. Auch die Aktionärsstruktur ist weitgehend unverändert: Die Franz Haniel & Cie. GmbH hält weiterhin 72,7 Prozent der Aktien. Die übrigen 27,3 Prozent befinden sich im Besitz von institutionellen und privaten Anlegern.
Für TAKKT ist es selbstverständlich, alle Kapitalmarktteilnehmer zeitnah und umfassend über sämtliche Geschäftsentwicklungen zu informieren. Darüber hinaus pflegt der Konzern den Kontakt mit seinen Investoren und präsentiert sich regelmäßig an den wichtigen internationalen Finanzplätzen. 2007 haben wir unser Engagement in diesem Bereich noch einmal gesteigert. Denn unser Ziel ist es, die Zahl der Anleger zu erhöhen und ein möglichst breites Interesse für die TAKKT-Aktie zu schaffen.
Meine Damen und Herren,
hiermit möchte ich meine Präsentation zu
den Zahlen der TAKKT AG abschließen. 2007 war geprägt von dynamischem
Wachstum in Europa und Fokussierung in Nordamerika. Was Sie und uns
2008 erwartet, wird Ihnen nun Herr Gayer in seinem Ausblick vorstellen.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.