Rede von Georg Gayer

Vorstandsvorsitzender der TAKKT AG

Es gilt das gesprochene Wort.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

herzlich willkommen zur Bilanzpressekonferenz 2006 der TAKKT AG. Unser Finanzvorstand Dr. Funck und ich möchten Sie heute über den Geschäftsverlauf des TAKKT-Konzerns im vergangenen Jahr informieren.

Unsere Bilanzpressekonferenz haben wir wie schon in den vergangenen Jahren in drei Bereiche aufgeteilt: Zunächst schildere ich Ihnen die wichtigsten Entwicklungen und Höhepunkte des vergangenen Jahrs aus Sicht von TAKKT. Herr Dr. Funck stellt Ihnen anschließend die Zahlen der TAKKT-Gruppe vor. Im dritten Teil schließlich erfahren Sie wiederum von mir, wie unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2007 aussieht. Abschließend stehen wir Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung.

Wer im letzten Jahr unsere Bilanzpressekonferenz besucht hat, wird feststellen, dass es im Vorstand Veränderungen gegeben hat. Um noch mehr Kompetenz in diesem Gremium zu bündeln, haben wir uns entschlossen, den Vorstand zu erweitern. Nachdem sich Alfred Milanello im vergangenen Juli in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet hat, wurden zwei neue Mitglieder in den Vorstand berufen: der belgische Kollege Didier Nulens von Topdeq und der amerikanische Kollege Thomas Loos von K + K America. Damit sind jetzt alle Geschäftsbereiche personell im Vorstand vertreten. Außerdem werden wir so der zunehmenden Internationalität des Konzerns im Vorstand noch besser gerecht. Beide sind langjährige Mitarbeiter der TAKKT-Gruppe und waren auch vor ihrer Berufung schon für die Geschäftsbereiche Topdeq beziehungsweise K + K America zuständig.

TAKKT 2006: weiter auf Wachstumskurs
Meine Damen und Herren,
Rekordumsatz, hohe Profitabilität, Internationalisierung – das sind die drei Begriffe, die das Jahr 2006 aus Sicht der TAKKT AG in Kürze beschreiben. Der Konzern wuchs weiter profitabel – dank des Wachstums der etablierten Gesellschaften und jungen Einheiten sowie durch die NBF-Akquisition. Das Team von TAKKT hat dabei so erfolgreich gearbeitet, dass der Vorstand seine Umsatzprognose gleich zweimal anheben konnte: im August 2006 von 18 auf 20 Prozent und im November um weitere drei Prozentpunkte. Erreicht haben wir letztlich ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 24,4 Prozent.

Ohne die Umsatzzahlen der Anfang 2006 erworbenen National Business Furniture-Gruppe – kurz NBF –, liegt das währungsbereinigte  organische Wachstum mit 10,1 Prozent im zweistelligen Bereich. Vergleicht man diese rund zehn Prozent mit den Wachstumsraten der Volkswirtschaften, in denen wir tätig sind, wird eines deutlich: TAKKT entwickelt sich besser als der Gesamtmarkt und hat 2006 demzufolge auch Marktanteile hinzugewonnen.

Dieses Wachstum ging nicht zu Lasten der Profitabilität: Die operative Marge von TAKKT lag 2006 erneut oberhalb unseres EBITDA-Zielkorridors von zehn bis zwölf Prozent.

Auch die Entwicklung des Cashflows ist überaus erfreulich: Er hat sich auf hohem Niveau abermals verbessert und einen neuen Rekordwert erreicht.

Die Bilanzstrukturen sind sehr solide und haben sich gegenüber dem Vorjahr sogar leicht verbessert – trotz der Akquisition von NBF zu Beginn des Berichtsjahrs. Das zeigt, dass wir die hieraus resultierenden  finanziellen Belastungen in einem Jahr nahezu kompensieren konnten.

TAKKT 2006: Highlights
Welches waren aus unserer Sicht die Highlights 2006? Hier beginne ich mit einem Rückblick auf KAISER + KRAFT EUROPA. Unser größter Geschäftsbereich hat im Berichtsjahr den Katalog der Marke KAISER + KRAFT neu gestaltet. Bereits jetzt können wir sagen, dass sich dies positiv ausgewirkt hat: KAISER + KRAFT EUROPA konnte unter anderem auch deshalb seine Werbemitteleffizienz steigern. Außerdem hat der Geschäftsbereich 2006 die Internationalisierung weiter vorangetrieben. Ein Beispiel hierfür ist der Start von Gaerner in Frankreich. Die Ergebnisse der ersten Monate übertrafen dabei die Erwartungen.

Ein Highlight war sicherlich auch, dass in China die ersten KAISER + KRAFT-Kataloge verschickt wurden. Die Ergebnisse beim Auftragseingang und bei den Wiederkaufraten liegen bislang deutlich über den Erwartungen. Deswegen wird der Geschäftsbereich in China der Asien-Strategie von TAKKT folgen und sukzessive die Seitenzahlen und die Auflagen des Katalogs erhöhen.

Denn China birgt für uns erhebliches Potenzial – nicht nur als großer Absatzmarkt. Wir beabsichtigen auch die asiatischen Beschaffungsquellen für Europa zu nutzen – vorausgesetzt, Qualität und Service vor Ort entsprechen den gewohnt hohen Standards bei KAISER + KRAFT EUROPA.

Kommen wir nun zum Geschäftsbereich Topdeq. Unser Spezialist für hochwertige Designmöbel und -accessoires hat im Berichtsjahr die Trendwende vollzogen und ein gutes Umsatzplus von rund fünf Prozent erzielt. Dies ist im Wesentlichen auf die Ende 2005 erfolgte Repositionierung als Premiummarke zurückzuführen. Seitdem fokussiert sich Topdeq noch mehr auf hochwertige, designorientierte Ausrüstungsgegenstände mit hohem Nutzwert.

Anfang September hat Topdeq in Österreich das operative Geschäft aufgenommen und den ersten Katalog verschickt. Nach kleineren Anfangsschwierigkeiten läuft die neue Gesellschaft nun sehr zufriedenstellend.

Das Highlight 2006 im Geschäftsbereich K + K America war zweifellos die Akquisition der NBF-Gruppe. Die Integration des amerikanischen Marktführers im B2B-Versandhandel für Büroausstattung verläuft planmäßig. Besonders beeindruckt bin ich davon, wie schnell aus den Mitarbeitern von TAKKT und NBF ein Team entstanden ist. Alle gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen werden zügig umgesetzt und zeigen bereits erste Erfolge.

Um unsere Aktionäre angemessen am Erfolg zu beteiligen, werden Vorstand und Aufsichtsrat bei der nächsten Hauptversammlung vorschlagen, die Dividende um rund 67 Prozent auf 25 Cent pro Aktie zu erhöhen. Die Ausschüttungsquote liegt bei rund 30 Prozent. Es verbleibt also trotz der stolzen Dividendenerhöhung von 67 Prozent der TAKKT AG genügend Kapital, um das weitere Wachstum zu finanzieren.

Ich denke, dies wird unsere Aktionäre ebenso freuen, wie die Tatsache, dass wir sie auch 2006 jederzeit schnell und kompetent über aktuelle Entwicklungen informiert haben. Die Investor-Relations-Arbeit bei TAKKT ist geprägt von der Maxime: Offenheit ist die Basis guter Finanzkommunikation. Daher spielen Transparenz und Verlässlichkeit eine große Rolle. Für unsere Investor-Relations-Arbeit sind wir im vergangenen Jahr erneut ausgezeichnet worden: Wie schon im Vorjahr  belegte TAKKT beim renommierten Investor-Relations-Preis des Magazins „Capital“ den dritten Platz im SDAX-Segment.

Meine Damen und Herren,
die geschilderten Erfolge sind nicht der Verdienst eines Einzelnen. Sie sind der Verdienst aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihnen möchte ich an dieser Stelle im Namen des gesamten Vorstands meine große Anerkennung und meinen Dank aussprechen. Denn das Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglicht TAKKT, die Marktführerschaft auszubauen.

TAKKT 2006: Corporate Social Responsibility
Das Ziel, unsere Marktposition kontinuierlich zu stärken, ist uns sehr wichtig. Aber bei allen Anstrengungen vergessen wir nicht, unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Denn in unseren Augen bedingen sich wirtschaftlicher Erfolg und soziale Verantwortung. Wir bekennen uns deshalb zu sozial und ökologisch verantwortungsvoller Unternehmensführung und verstehen Corporate Social Responsibility als Bestandteil unserer Unternehmenskultur.

TAKKT hat 2006 einen konzernweiten Förderschwerpunkt definiert. Ziel ist es, Projekte zu fördern, die Kinder und Jugendliche aus- und weiterbilden sowie Arbeitsplätze schaffen. Durch den gemeinsamen Schwerpunkt wollen wir Aktionen innerhalb der TAKKT-Gruppe besser aufeinander abstimmen, um so letztlich noch wirkungsvoller helfen zu können.

Das belegen auch zahlreiche lokale Initiativen in den einzelnen Gesellschaften des TAKKT-Konzerns. Nur ein Beispiel: Zur Bearbeitung von Katalogretouren in Deutschland werden konsequent Behindertenwerkstätten beauftragt.

Zudem unterstützt TAKKT verschiedene internationale Projekte in Regionen, die Hilfe besonders nötig haben. Dabei haben wir uns vorerst auf Mumbai konzentriert – besser bekannt unter dem früheren Namen Bombay. Die indische Metropole ist Partnerstadt von Stuttgart, dem Hauptsitz der TAKKT AG.

2006 ermöglichte TAKKT unter anderem zwei Hilfsorganisationen, Computer-Trainingszentren einzurichten. Dort werden Körperbehinderte und Straßenkinder im Umgang mit Computern geschult, damit sie später ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können. Der Konzern finanzierte auch die Einrichtung eines Ausbildungszentrums für Waisen und Straßenkinder. Mit unserer Unterstützung wurden Maschinen und Werkzeuge angeschafft, an denen die Jugendlichen beispielsweise zum Mechaniker oder zur Schneiderin ausgebildet werden.

Des Weiteren hat TAKKT die Kinderhilfsorganisation Prem Dan bei der Ausstattung eines Kinderheims finanziell unterstützt. Und es ist geplant ein auf mehrere Jahre angelegtes Projekt dieser Organisation zu fördern.

Meine Damen und Herren, soviel erst einmal zu den Highlights des Berichtsjahrs, ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und übergebe nun das Wort an Herrn Dr. Funck.

Ausblick: strategische Agenda
Meine Damen und Herren,
wie Sie gesehen haben, konnte TAKKT im vergangenen Jahr in vielen Bereichen Rekordzahlen erzielen. Wir sind optimistisch, dass wir den Umsatz organisch weiter steigern und die Profitabilität erhöhen können. Von der Konjunktur werden wir dabei wohl nicht in allen Regionen unterstützt. Doch dazu gleich mehr.

Vorher möchte ich Ihnen einen generellen Überblick über unsere strategische Agenda geben. Zunächst zu den Wachstumszielen.

In den vergangenen 20 Jahren hat TAKKT seinen Umsatz durchschnittlich um rund zwölf Prozent pro Jahr gesteigert. Im Schnitt jeweils zur Hälfte durch Akquisitionen und organisches Wachstum. Unser Ziel ist, diesen Wachstumspfad mittel- und langfristig fortzusetzen. Wir sind fest davon überzeugt, dass uns dies gelingt.

Auch in Zukunft wird TAKKT in neue Märkte expandieren. Wir streben an, jährlich mindestens eine neue Gesellschaft zu gründen oder durch Akquisition zu erwerben.

Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang noch kurz etwas zum Thema Übernahmen und Neugründungen sagen: Akquisitionen scheinen zwar auf den ersten Blick ein relativ leichter Weg, um weiter zu wachsen. Letztlich ersparen wir uns so Aufbauarbeit. Aber die entscheidende Aufgabe ist, die übernommenen Firmen erfolgreich in den Konzern zu integrieren. Laut Statistik stellen sich rund 50 Prozent der Firmenübernahmen als nicht erfolgreich heraus.

Integration heißt Fingerspitzengefühl, Durchsetzungsvermögen und beste Kenntnisse über das Kaufobjekt, aber auch über das eigene Unternehmen.

Es sieht zum jetzigen Zeitpunkt so aus, als wäre uns das bei NBF hervorragend gelungen. Neugründungen sind risikoloser, es dauert dafür aber etwas länger, bis Erfolge sichtbar sind. Für TAKKT sind beide Wege gleichwertig.

Auch mit Blick auf unsere Renditeziele sind wir optimistisch. Dies lässt sich auch daran ablesen, dass wir uns entschlossen haben, den langfristigen Zielkorridor für unsere EBITDA-Marge zu erhöhen. Dieser lag bislang bei zehn bis zwölf Prozent. Ab diesem Jahr gelten elf bis 13 Prozent als Messlatte. Für 2007 streben wir einen Wert in der oberen Hälfte dieses neuen Zielbereichs an.

Darüber hinaus planen wir, dass sowohl der Geschäftsbereich Topdeq als auch das Unternehmen NBF spätestens im Jahr 2010 jeweils zweistellige EBITDA-Margen erreichen. In beiden Fällen sind wir auf einem guten Weg. Die  EBITDA-Marge bei NBF stieg beispielsweise bereits im ersten Jahr von knapp fünf auf rund sieben Prozent. Und bei Topdeq ist durch die Repositionierung als Premiummarke die Trend-wende bereits vollzogen. Die EBITDA-Marge erhöhte sich hier zuletzt um 1,6 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent.

Ausblick: konjunkturelle Rahmenbedingungen
Meine Damen und Herren,
TAKKT unternimmt alles Notwendige, um weiter dynamisch zu wachsen. Allerdings sind wir dabei natürlich auch ein Stück weit von der Konjunkturentwicklung abhängig. Ich möchte ihnen deshalb jetzt unsere wirtschaftliche Prognose für die Jahre 2007 und 2008 schildern.

Wichtig zu wissen ist, dass die absoluten volkswirtschaftlichen Wachstumsraten für unser Geschäft von Bedeutung sind. Bedeutsamer ist jedoch der Wachstumstrend, also ob die Zuwachsraten der Bruttoinlandsprodukte über oder unter den Vorjahreswerten liegen.

Wie bereits vorhin angedeutet, erwarten wir in diesem Jahr von konjunktureller Seite keine Impulse für unser Geschäft – dies gilt vor allem für Nordamerika.

Wirtschaftsexperten prognostizieren, dass die Konjunktur in Europa 2007 an Fahrt verliert und voraussichtlich nur zwei Prozent wächst. Über die Entwicklung in Deutschland sind sich die Fachleute noch nicht einig. Die Vorhersagen liegen zwischen 1,6 und 2,5 Prozent. 2006 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt noch um 2,7 Prozent gewachsen. Als Gründe für den Rückgang hierzulande werden steigende Zinsen, die Erhöhung der Mehrwertsteuer und ein stärkerer Euro genannt. Ich persönlich könnte mir allerdings vorstellen, dass wir am Ende des Jahres besser dastehen als die Mehrheit der Fachleute heute prognostizieren.

Konjunkturrisiken für unser Geschäft drohen aber vor allem aus Nordamerika: Hier erwarten Experten ein Plus von 2,2 Prozent. Im Vergleich zu 2006 bedeutet das ein Minus von 1,3 Prozentpunkten. Ausschlaggebend für diese Annahmen sind das erreichte Zinsniveau und Risiken am Immobilienmarkt.

Für 2008 geht TAKKT jedoch davon aus, dass wieder ein leichter konjunktureller Aufwärtstrend möglich ist. 

Ausblick: wichtige Einzelprojekte
Meine Damen und Herren, wir wären schlecht beraten, würden wir uns nur kurzfristige Ziele für das laufende Jahr setzen. Tatsächlich planen wir wie jedes dauerhaft erfolgreiche Unternehmen einige Jahre im Voraus. Lassen Sie mich deshalb nun einige wichtige Einzelprojekte bis 2010 skizzieren.

Sie wissen vielleicht, dass KAISER + KRAFT EUROPA in Deutschland eine profitable Produktionsstätte betreibt.

In Haan bei Düsseldorf fertigen rund 100 Mitarbeiter Transportgeräte unter dem Label „EUROKRAFT“. Die allgemeine Entwicklung und erfolgreiche neue Produkte erfordern eine Erweiterung der Kapazitäten. Wir nehmen die räumliche Erweiterung zum Anlass, neue Anlagen anzuschaffen und die betrieblichen Abläufe noch weiter zu verbessern. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 8 Millionen Euro.

Ein weiteres großes Projekt ist der Ausbau der logistischen Infrastruktur bei KAISER + KRAFT EUROPA. Bereits in diesem Jahr nutzen wir deshalb einen Großteil unseres Investitionsvolumens, um Logistikstrukturen zu verbessern und Lagerkapazitäten an das steigende Geschäftsvolumen anzupassen. So fließen beispielsweise über 40 Millionen Euro in den Kauf des bisher gemieteten Versandhandelszentrums in Pfungstadt sowie in dessen Ausbau zu einem europäischen Logistikzentrum für Geschäftsausstattung.

Das Ziel ist, durch die zusätzlichen Kapazitäten den Anteil des über das Lager abgewickelten Geschäfts bei KAISER + KRAFT EUROPA mittelfristig von 50 Prozent auf rund 60 Prozent zu erhöhen. So kann der Geschäftsbereich einerseits einen schnelleren und zuverlässigeren Lieferservice garantieren. Andererseits können Einkaufsvorteile erzielt werden. Diese sind nach den Erfahrungen von TAKKT höher als die zusätzlichen Lagerkosten.

Ein drittes Einzelprojekt ist der Ausbau der Lagerinfrastruktur bei Topdeq in den USA. Durch zwei zusätzliche Lagerstandorte in Atlanta und Reno sollen in Zukunft Kunden flächendeckend in höchstens zwei Tagen beliefert werden.

Und schließlich werden wir die Lagerkapazitäten von Hubert in den USA und Gerdmans in Schweden ausbauen. Das gestiegene Geschäftsvolumen macht auch hier eine Kapazitätserhöhung notwendig, um weiterhin einen optimalen Lieferservice für die Kunden zu garantieren.

Insgesamt werden wir rund 50 Millionen Euro in unsere Lagerinfrastruktur investieren.

Ausblick 2007: Wachstumsinitiativen
Die verhaltenen Konjunkturprognosen beeinflussen aber keinesfalls unsere konkreten Wachstumsinitiativen für 2007. Im Einzelnen sind das:

Erstens: Alle Geschäftsbereiche arbeiten kontinuierlich daran, ihr Sortiment und den Service an Kundenwünsche und neue Markterfordernisse anzupassen. So wollen wir vorhandene Stärken ausbauen und Schwachpunkte beseitigen.

Zweitens: Im Mai gründet KAISER + KRAFT eine Gesellschaft in der Slowakei. Da KWESTO bereits in der Slowakei vertreten ist, wird dort die bewährte Zwei-Marken-Strategie umgesetzt. Die slowakische KAISER + KRAFT-Gesellschaft kann vor Ort von den Erfahrungen KWESTOs profitieren.

Drittens: TAKKT bereitet das Ausrollen des Hubert-Geschäfts nach Europa vor. Hubert handelt bislang ausschließlich in den USA und Kanada mit Ausrüstungsgegenständen für den Einzelhandel und die Gastronomie. Unserer erprobten Wachstumsstrategie folgend wollen wir dieses erfolgreiche Geschäft auch in andere Regionen duplizieren. Auf Basis einer abgeschlossenen Marktstudie wird 2007 insbesondere an der Zusammenstellung des Katalogs gearbeitet.

Viertens: In 2007 wird TAKKT die in den Jahren 2005 und 2006 gegründeten Gesellschaften, wie z.B. KAISER + KRAFT in China oder Topdeq in Belgien und Österreich, weiter im Markt etablieren.

Ausblick 2007: TAKKT-Kennzahlen
Meine Damen und Herren,
ich habe Ihnen erläutert, von welcher Konjunkturentwicklung wir 2007 ausgehen und welche Maßnahmen wir ergreifen werden, um weiter zu wachsen. Die Frage ist: Wie wird sich beides konkret auf die Zahlen der TAKKT-Gruppe auswirken?

Insgesamt ist der Vorstand vorsichtig optimistisch für 2007. Vorsichtig, weil die Geschäftsentwicklung des Konzerns von der abkühlenden Konjunktur beeinflusst wird. Optimistisch, weil der Konzern weiter das Potenzial des B2B-Versandhandels voll ausschöpfen wird.

Ausgehend von unseren Planungen steigen Umsatz und Ergebnis auch 2007 weiter an. Insbesondere zwei Geschäftsbereiche werden hierzu beitragen: KAISER + KRAFT EUROPA und die Topdeq-Gruppe.

Unser Umsatz soll organisch und währungsbereinigt um mindestens vier Prozent wachsen. Mit dieser Prognose bleiben wir unserem Ziel treu, mindestens ein bis zwei Prozentpunkte stärker zu wachsen als die Volkswirtschaften, in denen wir tätig sind.

TAKKT verfügt über gute Instrumente für das Kostenmanagement. Deshalb kann der Konzern auch bei einem schwächeren Wirtschaftswachstum eine EBITDA-Marge erzielen, die innerhalb des auf elf bis 13 Prozent angehobenen Zielkorridors liegt. Wir rechnen deshalb auch für 2007 mit einer Marge in der oberen Hälfte des Zielbereichs.

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre sind für 2007 wie erwähnt umfangreiche Erweiterungsinvestitionen an verschiedenen Standorten notwendig. Das Investitionsvolumen wird deshalb auf rund sechs Prozent des Konzernumsatzes steigen und somit über dem langfristigen Durchschnitt von ein bis zwei Prozent liegen. Wie bereits gesagt, investieren wir vor allem in die Optimierung der Logistikstrukturen und die Anpassung der Lagerkapazitäten. Im Jahr 2008 gehen wir dann allerdings wieder von einer Normalisierung des Investitionsvolumens aus.

Unser erfolgreiches Geschäftsmodell, eine relativ gute konjunkturelle Lage in Europa, unsere Maßnahmen und Initiativen sind Garant dafür, dass die Jahre 2007 und 2008 erfolgreiche Jahre werden.

Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Wir beantworten nun gerne Ihre Fragen.

 

Rede von Georg Gayer

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