Rede von Dr. Florian Funck

Finanzvorstand der TAKKT AG

Es gilt das gesprochene Wort.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

auch ich heiße Sie herzlich willkommen. Für mich ist das heute eine kleine Premiere, denn es ist meine erste Bilanzpressekonferenz als Finanzvorstand von TAKKT. Ich freue mich deshalb besonders, dass ich Ihnen so erfreuliche Zahlen präsentieren kann. Nachdem Herr Gayer Ihnen einen Überblick über das Geschäftsjahr 2004 gegeben hat, möchte ich die einzelnen Kennzahlen detaillierter erläutern.

Umsatz TAKKT-Gruppe: währungsbereinigte Steigerung um 5,8 Prozent
Beginnen wir mit dem Umsatz. Nach drei Jahren mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind wir 2004 wieder gewachsen, währungsbereinigt sogar um 5,8 Prozent. Diese Zunahme beruht darauf, dass die drei wesentlichen Kenngrößen für unseren Umsatz gestiegen sind: Sowohl der durchschnittliche Auftragswert als auch die Kunden- und Auftragszahlen legten zu. Die Auftragszahlen bspw. erhöhten sich um rund drei Prozent und liegen deutlich über zwei Millionen Stück.

Da wir fast 40 Prozent unseres Umsatzes in Nordamerika erwirtschaften, wirkt sich der schwache US-Dollar negativ auf unsere in Euro berichteten Kennzahlen aus. Ich möchte Ihnen das mit einer Zahl veranschaulichen: Bei konstanten Wechselkursen wäre unser Umsatz um 28 Millionen Euro höher ausgefallen – das entspricht immerhin rund vier Prozent unserer Erlöse. Auf den Einfluss der Wechselkursschwankungen werde ich noch mehrfach bei anderen Kennzahlen zurückkommen.

Umsatz
2000   762,8 Mio. €
2001   824,1 Mio. €
2002   783,7 Mio. €
2003   713,9 Mio. €
2004   727,6 Mio. €

Umsatz TAKKT-Gruppe: diversifiziertes Portfolio
Unsere starke internationale Präsenz in mehr als 20 Ländern ist jedoch auch ein großer Vorteil. Sie trägt erheblich dazu bei, Konjunkturschwankungen in einzelnen Regionen abzufedern.

Auf diesem Chart sehen Sie, wie sich der Umsatz prozentual auf die drei Geschäftsbereiche beziehungsweise die verschiedenen Regionen verteilt. KAISER + KRAFT EUROPA ist unverändert unser umsatzstärkster Geschäftsbereich. Das Unternehmen trug 52,2 Prozent zu den Konzernerlösen bei, etwa zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Der Anteil von Topdeq ging leicht auf 10,2 Prozent zurück. Bei K + K America machten sich die Wechselkurse besonders bemerkbar: Der Umsatzanteil sank in Euro um knapp zwei Prozentpunkte auf 37,6 Prozent.

Die Tendenzen in den Geschäftsbereichen spiegeln sich auch in der regionalen Verteilung des Konzernumsatzes wider. Der Anteil des deutschen Markts erhöhte sich leicht auf 24,8 Prozent. In den anderen europäischen Märkten von TAKKT war der Anstieg etwas stärker: Hier erwirtschafteten wir 36,0 Prozent der Erlöse – 1,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Bei den amerikanischen Gesellschaften sank der Umsatzanteil durch den schwachen US-Dollar auf 39,1 Prozent. In den sonstigen Regionen – das sind Japan und Mexiko – erzielten wir 0,1 Prozent unserer Erlöse.

E-Business bei TAKKT: stetig steigende Bedeutung
Eine zunehmende Bedeutung für unser Geschäft hat dabei das E-Business. Die Umsätze daraus sind im letzten Jahr um mehr als 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und machen inzwischen über 7 Prozent unseres Gesamtumsatzes aus – das sind mehr als 50 Mio. Euro.

Bei TAKKT fallen unter das E-Business zum einen die Aufträge, die über die Webshops unserer Vertriebsgesellschaften platziert werden. Zum anderen sind hier unsere E-Procurement-Angebote zu nennen: Bei dieser Sonderform des E-Business erstellt TAKKT elektronische Kataloge, die direkt in das Intranet des Kunden eingebunden sind. Die Sortimente sind genau auf den Bedarf des Kunden abgestimmt. Das hat für beide Seiten deutliche Vorteile: Der Kunde kann bequemer, schneller und kostengünstiger bestellen; TAKKT erhöht Kundenbindung und Umsatz. Die Zahl der E-Procurement-Angebote nimmt daher stetig zu. So realisiert bspw. der Geschäftsbereich KAISER + KRAFT EUROPA bereits Projekte für mehr als 200 Kunden.

Rohertrag: Steigerung der Marge auf 40,8 Prozent
Es ist uns 2004 gelungen, die Rohertragsmarge nochmals leicht auf 40,8 Prozent zu steigern. Diese erfreuliche Entwicklung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. So haben wir erneut verbesserte Einkaufskonditionen erzielt. Außerdem wirkte sich die Erweiterung des Versandhandelszentrums in Kamp-Lintfort positiv aus: Mit dem Lagergeschäft erwirtschaften wir generell höhere Rohertragsmargen als mit dem Streckengeschäft, weil wir die Einkaufsvolumina bündeln können. Es ist aber auch festzustellen, dass weiterhin Großaufträge ausbleiben. Dies hat einen entlastenden Effekt auf die Rohertragsmarge, da Großaufträge im Allgemeinen mit höheren Rabatten behaftet sind als der normale Auftrag mit einem Wert um die 340 EUR.

EBITA: Marge am oberen Ende des Zielkorridors von 9 bis 11 Prozent
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte, EBITA, wuchs um 11,1 Prozent auf 78,2 Millionen Euro. Auch die Profitabilität verbesserte sich erneut: Die EBITA-Marge legte von 9,8 auf 10,7 Prozent zu.

Für den Anstieg der Marge gibt es im Wesentlichen drei Gründe: Die Basis haben wir durch die höhere Rohertragsmarge gelegt. Zweitens hat unsere Produktivität zugenommen. Und drittens haben wir trotz gestiegener Katalogauflagen Einsparungen bei den Werbekosten erzielt.

EBITA
2000   81,3 Mio. €      10,7 %
2001   76,4 Mio. €        9,3 %
2002   75,1 Mio. €        9,6 %
2003   70,3 Mio. €        9,8 %
2004   78,2 Mio. €      10,7 %

Ergebnis vor Steuern: deutliche Steigerung
Das Ergebnis vor Steuern legte um 26,8 Prozent zu und erreichte 51,5 Millionen Euro. Bei konstanten Wechselkursen wären es sogar rund 2 Millionen mehr gewesen – auch hier also sind die Währungseffekte deutlich spürbar. Die Ergebnismarge betrug 7,1 Prozent. Positiv wirkte sich neben der EBITA-Steigerung aus, dass wir die Zinsaufwendungen durch den guten Free Cashflow beziehungsweise durch die geringere Verschuldung weiter senken konnten. Gleichzeitig haben wir auch von der Schwäche des US-Dollar profitiert: Sie reduzierte die Zinsaufwendungen bei der Umrechnung in die Berichtswährung Euro. Leicht belastet wurde das Zinsergebnis dagegen durch die im Jahresverlauf gestiegenen Zinssätze in den USA.

Ergebnis vor Steuern
2000   55,5 Mio. €        7,3 %
2001   35,5 Mio. €        4,3 %
2002   39,0 Mio. €        5,0 %
2003   40,6 Mio. €        5,7 %
2004   51,5 Mio. €        7,1 %

Jahresüberschuss vor Minderheitenanteilen: gutes Ergebnis bei geringerer Steuerquote
Die TAKKT-Gruppe erhöhte den Jahresüberschuss vor Minderheitenanteilen auf 33,0 Millionen Euro. Die Marge stieg auf 4,5 Prozent. Zu diesem deutlichen Anstieg hat auch die gesunkene Steuerquote beigetragen, die aufgrund einer Steuererstattung unter dem Niveau des Vorjahrs lag.

Jahresüberschuss vor Minderheitenanteilen
2000   33,5 Mio. €        4,4 %
2001   19,4 Mio. €        2,4 %
2002   24,5 Mio. €        3,1 %
2003   24,4 Mio. €        3,4 %
2004   33,0 Mio. €        4,5 %

Cashflow: hohes Niveau belegt Ertragskraft
Der Cashflow hat mit 57,7 Millionen Euro einen neuen Rekordwert erreicht. Da sich die Abschreibungen und Amortisationen im Rahmen des Vorjahrs bewegten, ist der Anstieg in erster Linie durch das bessere operative Ergebnis bedingt – ein Beleg für die hohe Ertragskraft der TAKKT-Gruppe. Die Cashflow-Marge stieg auf 7,9 Prozent.

Cashflow
2000   55,1 Mio. €        7,2 %
2001   48,3 Mio. €        5,9 %
2002   53,0 Mio. €        6,8 %
2003   50,5 Mio. €        7,1 %
2004   57,7 Mio. €        7,9 %

Motivierte Mitarbeiter ermöglichen Produktivitätssteigerung
Hinter diesen erfreulichen Zahlen steht die engagierte und gute Arbeit, die viele Menschen weltweit für die TAKKT AG leisten: Wir haben unsere Produktivität in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Dadurch konnten wir das höhere Auftragsvolumen mit der gleichen Anzahl von Mitarbeitern abwickeln. Auch innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche ist die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter 2004 nahezu gleich geblieben. Zum 31. Dezember beschäftigte die TAKKT-Gruppe insgesamt 1.840 Mitarbeiter auf Vollzeitbasis. 846 davon arbeiteten bei KAISER + KRAFT EUROPA, 214 bei Topdeq und 754 bei K + K America. Die Konzern-Holding TAKKT AG hatte 26 Mitarbeiter. Im Jahresdurchschnitt waren es insgesamt 1.851 Vollzeitkräfte.

Mitarbeiter (Vollzeitbasis, Durchschnitt)
2000   1.674
2001   1.973
2002   1.932
2003   1.888
2004   1.851

Konzernbilanz: Abschreibungen und Währungseffekte kürzen Bilanzsumme
Kommen wir nun zur Konzernbilanz, die von einer unverändert soliden Finanzstruktur geprägt ist. Lassen Sie mich zunächst die Aktivseite betrachten:

Die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäftswerte, immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen bewegten sich mit 24,7 Millionen Euro in ähnlicher Höhe wie im Vorjahr. Die Investitionen liegen mit 8,6 Millionen Euro auf normalem Niveau im Bereich von 1 bis 2 Prozent des Umsatzes. Insgesamt belief sich das Anlagevermögen von TAKKT auf 285,8 Millionen Euro.

Im Bereich des kurzfristigen Vermögens haben wir das Vorratsvermögen erhöht, um den Lieferservice weiter zu verbessern. Dabei konnten wir auf die erweiterten Kapazitäten des Versandhandelszentrums der KAISER + KRAFT EUROPA in Kamp-Lintfort zurückgreifen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen durch das größere Umsatzvolumen, insbesondere im vierten Quartal, gegenüber 2003 leicht an. Aus diesen Gründen haben die kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerte insgesamt auf 166,6 Millionen Euro zugelegt.

Zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2004 betrug die Bilanzsumme der TAKKT AG 457,8 Millionen Euro; 4,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch Währungseffekte in Höhe von rund 14 Millionen Euro sowie durch die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte bedingt.

Konzernbilanz: gestärkte Eigenkapitalquote von 39,6 Prozent
Auf der Passivseite ergibt sich ein sehr erfreuliches Bild: Das Eigenkapital erhöhte sich durch den guten Jahresüberschuss auf 181,1 Millionen Euro – ohne die Schwankungen der Wechselkurse wären es rund 3,5 Millionen mehr gewesen. Die Eigenkapitalquote – ohne Minderheitenanteile – erreichte den Rekordwert von 39,6 Prozent.

Die Finanzverbindlichkeiten verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 52,3 Millionen Euro. Dabei verwendete TAKKT 43,6 Millionen Euro des Cashflows, um Schulden zu tilgen. Zudem reduzierten Wechselkurseffekte die Finanzverbindlichkeiten um 8,7 Millionen Euro. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2004 betrug die Nettofinanzverschuldung 182,3 Millionen Euro.

KAISER + KRAFT EUROPA: Hauptumsatzträger mit hoher Profitabilität
Sehen wir uns jetzt die Entwicklung in den drei Geschäftsbereichen der TAKKT-Gruppe an.

Bei KAISER + KRAFT EUROPA verlief das Geschäftsjahr 2004 sehr erfreulich: Mit 379,5 Millionen Euro übertraf das Unternehmen den Umsatz des Vorjahrs um 6,1 Prozent. Bei stabilen Wechselkursen wären es 6,2 Prozent gewesen. Ausschlaggebend dafür war vor allem die gestiegene Zahl von Aufträgen. Aber auch der durchschnittliche Auftragswert legte zu.

Nahezu alle Gesellschaften von KAISER + KRAFT EUROPA haben zu diesem positiven Trend beigetragen. Deutliche Zuwächse erwirtschafteten die Tochterunternehmen in Japan, Osteuropa, Norwegen, der Schweiz und Frankreich. Auch der Umsatz in Deutschland legte nach einem enttäuschenden ersten Quartal wieder spürbar zu. Lediglich in den Niederlanden war das Geschäft schwach.

Die Profitabilität von KAISER + KRAFT EUROPA ist auf hohem Niveau weiter gestiegen: Der Geschäftsbereich erwirtschaftete ein EBITA von 61,2 Millionen Euro. Die EBITA-Marge nahm von 15,7 auf sehr gute 16,1 Prozent zu. Ursache hierfür war im Wesentlichen die höhere Rohertragsmarge.

KAISER + KRAFT EUROPA
           Umsatz                EBITA
2000   366,4 Mio. €        48,3 Mio. €
2001   383,3 Mio. €        53,2 Mio. €
2002   367,2 Mio. €        55,1 Mio. €
2003   357,9 Mio. €        56,0 Mio. €
2004   379,5 Mio. €        61,2 Mio. €

Topdeq: Aufwendungen für Neuausrichtung
Wenden wir uns Topdeq zu: Unser zweiter Geschäftsbereich hat sich in einem unverändert schwierigen Umfeld relativ gut behauptet. Auch 2004 belastete die Schwäche des Büromöbelmarkts in Europa den Umsatz des Unternehmens. Die Auswirkungen waren jedoch geringer als 2003. Topdeq erzielte wie im Vorjahr einen Umsatz von 74,6 Millionen Euro. Wenn wir allerdings konstante Wechselkurse zugrunde legen, ergibt sich ein Umsatzwachstum von 1,7 Prozent.

In Deutschland, der Schweiz und insbesondere in den Niederlanden war die Nachfrage nach Büromöbeln schwach. Topdeq Frankreich entwickelte sich dagegen weiter gut. Die Umsätze der US-amerikanischen Tochtergesellschaft stagnierten im ersten Halbjahr noch, stiegen dann jedoch wieder spürbar an. Der US-Markt hat nun endgültig die Preisanpassungen akzeptiert, die Topdeq USA wegen des schwachen Dollar im ersten Quartal vorgenommen hatte.

Der schwache US-Dollar hat sich jedoch negativ auf die Rohertragsmarge der Topdeq-Gruppe ausgewirkt. Außerdem haben Personalmaßnahmen auf der Führungsebene das Ergebnis einmalig belastet. Das EBITA sank entsprechend auf minus 2,2 Millionen Euro. Die EBITA-Marge lag bei minus 2,9 Prozent.

Topdeq
           Umsatz             EBITA
2000   87,1 Mio. €        7,7 Mio. €
2001   83,0 Mio. €       -0,4 Mio. €
2002   79,3 Mio. €       -1,5 Mio. €
2003   74,6 Mio. €       -1,2 Mio. €
2004   74,6 Mio. €       -2,2 Mio. €

K + K America in US-Dollar: gute Zuwächse bei Umsatz und Profitabilität
Auf diesem Chart sehen Sie die Zahlen für unseren dritten Geschäftsbereich, K + K America, in US-Dollar. Das Unternehmen erwirtschaftete 339,8 Millionen US-Dollar, 7,0 Prozent mehr als 2003.

Die Tochtergesellschaften von K + K America entwickelten sich fast alle sehr erfreulich. Die Gesamtzahl der Bestellungen erhöhte sich ebenso wie der durchschnittliche Auftragswert. Bei C&H Distributors und Hubert Company war die bessere konjunkturelle Lage deutlich zu spüren. Auch bei der jungen Gesellschaft C&H Mexiko hat der Auftragseingang die Erwartungen übertroffen. Und unsere kanadische Tochter Avenue Industrial Supply legte ebenfalls gute Zahlen vor. Anders war die Situation bei Conney Safety Products: Hier wirkte sich die geringere Zahl von Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe negativ auf das Geschäft aus. Allerdings besserte sich die Situation seit Mitte 2004, so dass wir vorsichtig optimistisch für die weitere Entwicklung sind.

K + K America hat seine Profitabilität deutlich gesteigert: Das EBITA erreichte 33,4 Millionen US-Dollar. Die EBITA-Marge lag damit bei 9,8 Prozent. Für das gute Ergebnis gibt es vor allem zwei Gründe: Der Geschäftsbereich nutzte seine Kapazitäten effizienter und hat bei den Werbekosten gespart, ohne jedoch die Auflagen zu reduzieren.

K + K America in US-Dollar
           Umsatz                EBITA
2000   285,6 Mio. $        30,1 Mio. $
2001   320,5 Mio. $        26,1 Mio. $
2002   318,0 Mio. $        27,3 Mio. $
2003   317,7 Mio. $        25,5 Mio. $
2004   339,8 Mio. $        33,4 Mio. $

K + K America: währungsbedingter Umsatzrückgang
Schauen wir uns die Zahlen von K + K America jetzt noch in der Berichtswährung Euro an. Sie sehen im Vergleich auch hier, wie stark der Einfluss der Wechselkursschwankungen ist. Durch die Schwäche des US-Dollar ging der Umsatz um 2,8 Prozent auf 273,5 Millionen Euro zurück. Das EBITA stieg dennoch deutlich auf 26,9 Millionen Euro.

K + K America in Euro
           Umsatz                EBITA
2000   309,3 Mio. €        32,6 Mio. €
2001   357,9 Mio. €        29,1 Mio. €
2002   337,4 Mio. €        28,9 Mio. €
2003   281,4 Mio. €        22,6 Mio. €
2004   273,5 Mio. €        26,9 Mio. €

Kennzahlen pro Aktie: gute Entwicklung im Zeitablauf
Kommen wir von den Geschäftsbereichen zu den Kennzahlen pro Aktie. Der Cashflow liegt mit 78 Cent pro Anteilsschein auf Rekordniveau. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich ebenfalls und erreichte 44 Cent. Auf Basis dieser guten Werte werden wir der Hauptversammlung eine Dividende von 15 Cent vorschlagen – das entspricht einem Anstieg von 50 Prozent zum Vorjahr und einer Ausschüttungsquote von rund 34 Prozent des Jahresüberschusses.

TAKKT Aktie: Kurssteigerung spiegelt Potenzial wider
Unsere Umsätze, die Ergebniszahlen und die Dividende sind also gestiegen. Und auch der Kurs der TAKKT-Aktie hat sich positiv entwickelt. Wie Sie wissen, ist die Aktie seit 1. Januar 2003 im Prime Standard der Deutschen Börse vertreten. Die Zugehörigkeit zu diesem Premium-Segment ist Ausdruck für unsere aktive, offene und zeitnahe Kommunikation mit den Anlegern.

Im Berichtsjahr lag die Gesamtzahl unserer Aktien unverändert bei 72,9 Millionen. Zum 31. Dezember 2004 entsprach das einer Marktkapitalisierung von rund 565 Millionen Euro.

Die Aktionärsstruktur der TAKKT AG ist gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen gleich geblieben: Unser Hauptaktionär, die Franz Haniel & Cie. GmbH in Duisburg, hält 72,7 Prozent der Anteile. Die restlichen 27,3 Prozent sind international breit gestreut.

Sehen wir uns jetzt den Kursverlauf der TAKKT-Aktie an. Der Anstieg von 5,90 Euro am Jahresende 2003 auf 7,75 Euro zum Berichtsstichtag 2004 spiegelt den guten Geschäftsverlauf wider. In der zweiten Jahreshälfte haben wir die Performance des SDAX sogar übertroffen. Über das gesamte Jahr hinweg hat die Aktie mehr als 31 Prozent zugelegt – wir hoffen, dass die Anleger mit diesem Wertzuwachs zufrieden sind.

TAKKT: Ausblick 2005
Blicken wir abschließend in die Zukunft. Welche Zahlen erwartet das TAKKT-Management für 2005?

Wie Herr Gayer bereits sagte, erwarten wir von konjunktureller Seite keine wesentlichen positiven Impulse für 2005. Dies wird deutlich, wenn man sich die prognostizierten Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts in unseren Kernmärkten anschaut. Dabei ist für TAKKT nicht so sehr die Höhe der Wachstumsraten von Bedeutung. Entscheidender ist, ob eine Zunahme der Wachstumsraten zu erwarten ist. Und hier sehen wir für 2005 rückläufige Werte.

Vor dem Hintergrund der geplanten Neugründungen und der Qualitätsinitiative „Perfect Service“ sind wir dennoch vorsichtig optimistisch für das Geschäftsjahr 2005. Wir gehen davon aus, dass TAKKT ein währungsbereinigtes organisches Wachstum von mindestens drei Prozent erreichen wird. Die Investitionen in die fünf Neugründungen werden sich allerdings leicht auf die Profitabilität auswirken. Grund hierfür sind insbesondere die höheren Katalogkosten in den neuen Märkten, denen zu Beginn noch relativ geringe Umsätze gegenüberstehen, da hier erst sukzessive ein Kundenstamm aufgebaut werden muss. Die EBITA-Marge wird aber trotzdem erneut zwischen neun und elf Prozent liegen. Wir rechnen mit einem Wert in der oberen Hälfte unseres Zielbereichs – heißt 10 plus x.

Die Investitionen werden 2005 über den Werten von 2004 liegen. Grund hierfür ist die Einführung einer gemeinsamen EDV-Plattform im Geschäftsbereich K + K America für Finanzbuchhaltung und Warenwirtschaft. Ziel des Projekts ist es, die Effizienz der Geschäftsprozesse zu erhöhen, Kundeninformationen umfassender analysieren und die Serviceleistungen weiter ausbauen zu können. Die Investitionen werden damit 2005 voraussichtlich am oberen Rand des langfristigen Durchschnitts von 1 bis 2 Prozent des Konzernumsatzes liegen.

Hiermit möchte ich meine Ausführungen beschließen. Ich denke, dass Herr Gayer und ich Ihnen insgesamt ein durchweg erfreuliches Bild präsentiert haben. Unser Geschäftsmodell hat sich auch 2004 als sehr profitabel erwiesen – die Zahlen belegen das eindrucksvoll. Ich bin überzeugt, dass wir hervorragend aufgestellt sind, um die Erfolgsgeschichte der TAKKT AG in den kommenden Jahren fortzuschreiben.

Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Aufmerksamkeit. Meine Kollegen und ich beantworten jetzt gerne Ihre Fragen.