TAKKT AG 2004: Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis

Dividende steigt von zehn auf 15 Cent

„Die TAKKT AG hat 2004 bei Umsatz, Ergebnis und Profitabilität zugelegt - wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück.“ Georg Gayer, Vorstandsvorsitzender von TAKKT, zeigte sich auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens zufrieden mit dem Geschäftsverlauf. Der international tätige B2B-Versandhandelskonzern erzielte mit dem Vertrieb von Büro-, Betriebs- und Lagerausstattungen einen Umsatz von 727,6 (2003: 713,9) Millionen Euro; das sind 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Währungsbereinigt betrug das Umsatzplus sogar 5,8 Prozent.

„TAKKT hatte für das Geschäftsjahr 2004 ein währungsbereinigtes Wachstum von drei Prozent in Aussicht gestellt. Dieses Ziel haben wir deutlich übertroffen“, betonte Gayer. Auch sämtliche Ergebniskennzahlen stiegen stark an. So nahm das Ergebnis vor Steuern um 26,8 Prozent zu und erreichte 51,5 (40,6) Millionen Euro.

„Es ist uns wichtig, die Aktionäre angemessen am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen. Wir werden der Hauptversammlung deshalb vorschlagen, die Dividende von zehn auf 15 Cent pro Stückaktie zu erhöhen“, erklärte Dr. Florian Funck, Finanzvorstand von TAKKT.

Währungsbereinigtes Wachstum in allen Geschäftsbereichen
Der Geschäftsbereich KAISER + KRAFT EUROPA übertraf mit 379,5 (357,9) Millionen Euro den Umsatz des Vorjahrs um 6,1 Prozent. Bei stabilen Wechselkursen wären es 6,2 Prozent gewesen. Die Profitabilität des Geschäftsbereichs ist auf hohem Niveau weiter gestiegen: KAISER + KRAFT EUROPA erwirtschaftete ein EBITA von 61,2 (56,0) Millionen Euro. Die EBITA-Marge erhöhte sich von 15,7 auf sehr gute 16,1 Prozent.

Die Topdeq-Gruppe hat sich in einem unverändert schwierigen Umfeld relativ gut behauptet. Auch 2004 belastete die Schwäche des Büromöbelmarkts in Europa den Umsatz des Unternehmens; die Auswirkungen waren jedoch geringer als 2003. Topdeq erzielte einen Umsatz von 74,6 (74,6) Millionen Euro. Auf Basis konstanter Wechselkurse ergibt sich ein Umsatzwachstum von 1,7 Prozent. Das Ergebnis wurde durch Personalmaßnahmen auf der Führungsebene einmalig belastet. Das EBITA sank entsprechend auf -2,2 (-1,2) Millionen Euro. Die EBITA-Marge lag bei -2,9 (-1,6) Prozent.

K + K America, der dritte Geschäftsbereich von TAKKT, erwirtschaftete einen Umsatz von 339,8 (317,7) Millionen US-Dollar, 7,0 Prozent mehr als 2003. Das Unternehmen hat seine Profitabilität durch eine bessere Auslastung der Kapazitäten und durch Kostensenkungen deutlich gesteigert: Das EBITA erhöhte sich um mehr als 30 Prozent auf 33,4 (25,5) Millionen US-Dollar. Die EBITA-Marge lag damit bei 9,8 (8,0) Prozent. In der Berichtswährung Euro ging der Umsatz durch die Schwäche des US-Dollar um 2,8 Prozent auf 273,5 (281,4) Millionen Euro zurück. Das EBITA stieg auf 26,9 (22,6) Millionen Euro.

Ertragskennzahlen legen überproportional zu
TAKKT hat die Rohertragsmarge nochmals leicht auf 40,8 (40,5) Prozent gesteigert. „Diese erfreuliche Entwicklung ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass wir erneut verbesserte Einkaufskonditionen erzielt haben“, berichtete Funck. Außerdem wirkte sich die Erweiterung des Versandhandelszentrums in Kamp-Lintfort positiv aus: Mit dem Lagergeschäft erwirtschaftet TAKKT generell höhere Rohertragsmargen als mit dem Streckengeschäft. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte, EBITA, wuchs um 11,1 Prozent und erreichte 78,2 (70,3) Millionen Euro. Auch die Profitabilität verbesserte sich erneut: Die EBITA-Marge stieg von 9,8 auf 10,7 Prozent. Sie liegt damit am oberen Ende des Zielkorridors von neun bis elf Prozent.

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 26,8 Prozent und erreichte 51,5 (40,6) Millionen Euro. Positiv wirkte sich dabei neben der EBITA-Steigerung aus, dass TAKKT die Zinsaufwendungen weiter senken konnte. Die Steuerquote des Konzerns war im Berichtsjahr aufgrund einer Steuererstattung niedriger als 2003. Das Unternehmen erzielte einen Jahresüberschuss vor Minderheitenanteilen von 33,0 (24,4) Millionen Euro; das entspricht einem Plus von 35,6 Prozent. Das Ergebnis je Aktie stieg von 33 auf 44 Cent.

Sehr guter Cashflow erzielt
Durch die guten Umsatz- und Ertragszahlen nahm der Cashflow auf hohem Niveau weiter zu. TAKKT erzielte hier den sehr guten Wert von 57,7 (50,5) Millionen Euro. Die Investitionen lagen mit 8,6 (9,8) Millionen Euro im langfristigen Durchschnitt. Auch der Free Cashflow wuchs deutlich um 20,6 Prozent und erreichte 49,1 (40,7) Millionen Euro. „Diese Ertragsstärke ermöglicht es uns, die Verbindlichkeiten wie geplant zu tilgen, weiteres Wachstum aus eigenen Mitteln zu finanzieren und eine 50 Prozent höhere Dividende auszuzahlen“, kommentierte Funck die Zahlen.

Rekordwert bei der Eigenkapitalquote
Das Anlagevermögen von TAKKT verringerte sich im Berichtsjahr durch planmäßige Abschreibungen und Währungseffekte. Die kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerte stiegen aufgrund des größeren Umsatzvolumens leicht an. Insgesamt verringerte sich die Bilanzsumme des Unternehmens um 4,6 Prozent auf 457,8 (479,9) Millionen Euro.

Das Eigenkapital erhöhte sich durch den guten Jahresüberschuss auf 181,1 (157,2) Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote erreichte damit den Rekordwert von 39,6 (32,8) Prozent. Zugleich verringerten sich die Nettofinanzverbindlichkeiten durch planmäßige Tilgungen und Wechselkurseffekte auf 182,3 (234,3) Millionen Euro zum Bilanzstichtag.

Ausblick 2005: fünf Neugründungen geplant
Für das Geschäftsjahr 2005 ist der TAKKT-Vorstand vorsichtig optimistisch - auch wenn die aktuellen Wirtschaftsdaten auf eine Abschwächung der Konjunktur in Europa und Nordamerika deuten. Durch die solide Ertrags- und Finanzlage hat TAKKT eine gute Ausgangsbasis, um weiter zu wachsen. In den kommenden Monaten wird der Konzern fünf neue Gesellschaften in China, der Türkei, Rumänien, Belgien und Kanada gründen. „Von der Qualitätsinitiative „Perfect Service“ erwarten wir ebenfalls Impulse: Mit dem Projekt werden wir unsere Leistungen in allen Unternehmensbereichen weiter verbessern und damit auch die Kundenbindung und den Umsatz erhöhen“, erklärte Gayer.

Vor dem Hintergrund der geplanten Neugründungen, der Initiative „Perfect Service“ und neuer, verbesserter Kataloge geht das  TAKKT-Management davon aus, dass der Konzern ein währungsbereinigtes organisches Wachstum von mindestens drei Prozent erreichen wird. Die fünf Neugründungen werden sich auf die Profitabilität auswirken, da Investitionen in neue Märkte erhöhte Katalogkosten bedeuten. Die EBITA-Marge wird allerdings nach wir vor in der oberen Hälfte des Zielkorridors von neun bis elf Prozent liegen.

Am 28. April veröffentlicht TAKKT die Zahlen für das erste Quartal 2005. Die Hauptversammlung findet am 3. Mai in Ludwigsburg statt.

Kurzprofil der TAKKT AG
Die TAKKT AG ist in Europa und Nordamerika die Nummer eins im B2B-Versandhandel mit Büro-, Betriebs- und Lagereinrichtungen. Der Konzern ist mit seinen Marken in mehr als 20 Ländern vertreten. Das Sortiment der Tochtergesellschaften umfasst etwa 100.000 Produkte aus den folgenden Bereichen: Betriebs- und Lagereinrichtung, klassische und designorientierte Büromöbel und Accessoires, Arbeitssicherheitsprodukte, Verkaufsförderungsartikel für den Einzelhandel sowie den Gastro- und Hotelmarkt.

Die TAKKT AG beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter, hat weltweit über 2,6 Millionen Kunden und versendet jährlich mehr als 50 Millionen Werbemittel.

Das Unternehmen ist im SDAX gelistet und seit dem 1. Januar 2003 im Prime Standard der Deutschen Börse vertreten.

Stuttgart, den 23. März 2005

Ansprechpartner:

Georg Gayer, Vorstandsvorsitzender
Tel. +49 (0)711-3 46 58-201

Dr. Florian Funck, Vorstand Controlling und Finanzen
Tel. +49 (0)711-3 46 58-207