Vorstandsvorsitzender der TAKKT AG
Es gilt das gesprochene Wort.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
im Namen der TAKKT AG begrüße ich Sie zur Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2003. Schön, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben. Herzlich willkommen!
Bevor wir anfangen, lassen Sie mich bitte kurz etwas zum Ablauf sagen. Ich werde Ihnen zunächst die Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahrs vorstellen. Danach übergebe ich das Wort an meinen Vorstandskollegen, Herrn Dr. Zimmermann, der in unserem Hause die Verantwortung für die Finanzen trägt. Er wird Ihnen die Zahlen der TAKKT-Gruppe detailliert erläutern. Und im Anschluss daran stehen wir Ihnen gerne Rede und Antwort.
Steigerung der Profitabilität in schwierigem Konjunkturumfeld
Meine
Damen und Herren, wenn Sie auf dieses Chart schauen, finden Sie auf
einen Blick die wichtigsten Fakten zum Geschäftsjahr 2003 der TAKKT AG
zusammengefasst. Die Headlines 2003 sind im Großen und Ganzen auch die
Headlines 2002.
Dies mag in manchen Augen etwas langweilig klingen, wir glauben jedoch, dass unser Weg einer stetigen Verbesserung der Finanzdaten, einhergehend mit einer besseren Marktstellung, enorm wichtig ist für unsere weiteren Expansionspläne und die Profitabilität unserer Gruppe. Jeden der Punkte auf dem Chart möchte ich Ihnen nachfolgend erläutern.
Zu Beginn möchte ich das konjunkturelle Umfeld beleuchten, in dem sich die TAKKT AG im vergangenen Jahr bewegt hat.
Wie schon 2002 haben schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen das Berichtsjahr geprägt. Wir alle hatten einen Aufschwung in Europa erwartet, doch er blieb aus. Zwar erholte sich die Konjunktur gegen Ende 2002 leicht. Sie verlor jedoch schnell wieder an Dynamik, vor allem in Deutschland. In den USA ist seit dem dritten Quartal 2003 ein wirtschaftlicher Aufwärtstrend zu erkennen, er ist jedoch in erster Linie durch den privaten Konsum und Militärausgaben getrieben. Das für uns wichtige Verarbeitende Gewerbe erholt sich demgegenüber nur langsam. Für beide Kontinente gilt: Das Geschäft insgesamt war im vergangenen Jahr großen Schwankungen unterworfen.
Trotzdem haben wir unsere Marktposition festigen können. Unsere Ergebnismargen sind weiterhin hoch und unser Vorsteuerergebnis konnten wir wiederum verbessern. Wir ziehen daraus den Schluss: Die Wachstums- und Produktportfoliostrategie von TAKKT hat sich bewährt.
Aber nun zu den Fakten. Als erstes möchte ich Ihnen erklären, warum unser Umsatz zurückgegangen ist. Danach komme ich auf unsere EBITA-Marge zu sprechen. Sie hat sich trotz des erwähnten Umsatzminus erfreulicherweise wiederum erhöht. Nach wie vor bewegt sie sich im angestrebten Zielkorridor, nämlich zwischen neun und elf Prozent. Auch unser Ergebnis vor Steuern ist erneut deutlich gestiegen. Unser Cashflow erreichte im Geschäftsjahr 2003 fast das Niveau des Vorjahrs. Und unsere Eigenkapitalquote hat ebenfalls kräftig zugelegt.
Höhere EBITA-Marge trotz Umsatzrückgang
Meine
Damen und Herren, das konjunkturelle Umfeld war 2003 wenig erfreulich
und hat daher – neben der Wechselkursentwicklung – unseren
Geschäftsverlauf stark beeinflusst. Insgesamt verzeichnen wir deshalb
einen Umsatzrückgang um 8,9 Prozent auf 713,9 Millionen Euro. Wie groß
der Einfluss der Wechselkurse ist, können Sie daran ablesen, dass der
Rückgang bei gleich bleibender Parität lediglich 1,1 Prozent betragen
hätte.
Auch auf unsere absoluten Ertragswerte hat die Dollarschwäche durchgeschlagen. Das EBITA, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisationen, hat sich um 6,4 Prozent auf 70,3 Millionen Euro verringert. Gleichwohl, und das erscheint mir an dieser Stelle ganz wichtig, haben die Währungsschwankungen auf unsere Profitabilität keinen negativen Einfluss gehabt. Im Gegenteil: Unsere EBITA-Marge ist sogar um 0,2 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent gestiegen. Damit liegt dieser Wert weiterhin innerhalb des von uns angestrebten Zielkorridors von neun bis elf Prozent. Einmal mehr ist es uns gelungen, auch unter schwierigen Marktbedingungen und starken Währungseinflüssen hoch profitabel zu arbeiten.
Hoher Cashflow und Steigerung des Jahresüberschusses vor Steuern
Wenden
wir uns nun dem Cashflow zu. Sie sehen, dass wir diese Kenngröße trotz
des zurückgegangenen Umsatzes fast auf dem hohen Vorjahresniveau halten
konnten. Der Cashflow erreichte im Berichtsjahr 50,6 Millionen Euro
gegenüber 53,0 Millionen Euro im Vorjahr. Das ist unverändert ein sehr
guter Wert. Der leichte Rückgang um 4,5 Prozent, den Sie hier sehen,
ist vor allem umrechnungsbedingt. Dennoch stieg die Cashflow-Marge von
6,8 auf 7,1 Prozent an.
Was bedeutet das? Der hohe Cashflow drückt nicht nur aus, wie ertragsstark die TAKKT-Gruppe ist. Er verschafft uns auch finanzielle Spielräume, um trotz der schwachen Konjunktur die Verschuldung planmäßig zu reduzieren und neue Märkte zu erschließen.
Gewachsen sind wir beim Jahresüberschuss vor Steuern, wie Sie im rechten Teil des Charts sehen. Mit einem Vorsteuerergebnis von 40,6 Millionen Euro haben wir den Wert des Vorjahrs um 4,3 Prozent übertroffen. Dabei kam uns zugute, dass sich das Zinsergebnis um 4,9 Millionen Euro verbessert hat. Dafür gibt es drei Ursachen: den planmäßigen Abbau der Gesamtverschuldung und die niedrigeren Zinssätze am Kapitalmarkt. Auch der schwächere US-Dollar kommt hier wieder ins Spiel: Bei der Umrechnung in die Berichtswährung Euro wirkte sich der Kurs positiv auf unser Zinsergebnis aus. Die Ergebnismarge hat daher etwas stärker zugelegt. Sie erreichte 5,7 Prozent.
TAKKT 2003: Investitionen auf Normalniveau
Bei
unseren Investitionen bewegen wir uns auf normalem Niveau. Etwa ein bis
zwei Prozent des Umsatzes sind es, die wir jedes Jahr in die Erhaltung,
Rationalisierung und Erweiterung unseres Geschäftsbetriebs investieren.
Im Berichtsjahr haben wir insgesamt 9,8 Millionen Euro aufgewendet, um
die Geschäftsabläufe zu optimieren und die Qualität der
Serviceleistungen weiter zu steigern. Durch den Ausbau von Kapazitäten,
zum Beispiel in unserem europäischen Versandhandelszentrum, haben wir
außerdem die Grundlage für die weitere internationale Expansion und
organisches Wachstum geschaffen.
Schuldentilgung und Wachstumsfinanzierung gesichert
Da
die Investitionen im langjährigen Durchschnitt lagen, erreichte auch
der Free Cashflow wieder einen sehr guten Wert von 40,8 Millionen Euro.
Dadurch haben wir trotz der schwierigen Wirtschaftslage – wie bereits
erwähnt – ausreichend Liquidität, um die Verschuldung planmäßig zu
verringern und unser weiteres Wachstum aus eigener Kraft zu finanzieren.
Gestärkte Eigenkapitalquote und stabile Dividende
Erfreulich
ist auch die Entwicklung beim Eigenkapital. Zunächst verringerte es
sich zwar im Berichtsjahr durch die Auszahlung der Dividende für 2002
sowie durch die Veränderungen der Wechselkurse um 18,4 Millionen Euro.
Der gegenüber 2002 fast unveränderte Jahresüberschuss führte dann
jedoch zu einem höheren Eigenkapital als im Vorjahr. Die
Eigenkapitalquote ohne Minderheitenanteile verbesserte sich um mehr als
5 Prozentpunkte auf 32,8 Prozent. Damit verfügen wir über ausreichend
Mittel, um auch in Zukunft aus eigener Kraft wachsen zu können.
Die stabilen Ertragszahlen und der hohe Cashflow versetzen uns in
die Lage, unsere Aktionäre angemessen am Erfolg des Geschäftsjahrs 2003
zu beteiligen. Deshalb werden der Vorstand und der Aufsichtsrat der
Hauptversammlung eine unveränderte Dividende von 10 Cent pro Aktie
vorschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 31
Prozent.
Highlights
Meine Damen und Herren, kommen wir
nun zu den Highlights des abgelaufenen Jahrs. Lassen Sie mich mit
KAISER + KRAFT EUROPA beginnen, dem umsatz- und ertragsstärksten
Mitglied der TAKKT-Gruppe.
Ein Großprojekt des Geschäftsbereichs konnten wir 2003 zum erfolgreichen Abschluss bringen: Vier Millionen Euro haben wir in die Erweiterung des Versandhandelszentrums von KAISER + KRAFT EUROPA in Kamp-Lintfort investiert. Dort erhielt das Hochregallager mehr als 2.700 zusätzliche Palettenplätze. Die Gesellschaften des Geschäftsbereichs können ihren Kunden so noch mehr Produkte schnell und direkt ab Lager anbieten. Außerdem sind wir durch die zusätzlichen Lagerkapazitäten in der Lage, verstärkt international einzukaufen. Wir können unseren Kunden damit die weltweit besten Produkte preisgünstig anbieten. Mit dieser Investition setzen wir den Ausbau des Lagergeschäfts weiter fort, das generell höhere Rohertragsmargen aufweist als das Streckengeschäft.
Auch auf den bevorstehenden EU-Beitritt der osteuropäischen Staaten haben wir uns gut vorbereitet: In Ungarn eröffnete die auf Osteuropa spezialisierte Marke KWESTO ihre vierte Gesellschaft nach Tschechien, Polen und der Slowakei. Das Unternehmen ist damit schon vor der EU-Erweiterung in den wichtigsten Beitrittsländern vertreten.
Mit dem Versand des ersten Katalogs ist KAISER + KRAFT im Januar 2003 in den japanischen Markt gestartet. Die Kunden haben das Sortiment gut angenommen. Die Anlaufverluste bewegen sich im erwarteten Rahmen. Auf Grund der positiven Resonanz wird die Gesellschaft ihre Testphase früher als geplant abschließen: Die derzeitige Kundengewinnungsrate und das Wiederkaufverhalten ermutigen uns dazu, das organische Wachstum in den nächsten Jahren durch den stetigen Ausbau des Produktangebots und die Ausdehnung des Lieferradius wesentlich zu beschleunigen.
Einen Schritt weiter sind bereits die Topdeq-Tochtergesellschaften in Frankreich und den USA. Die Neugründungen der vergangenen Jahre dehnten ihre Lieferbereiche aus und gewannen dadurch zahlreiche Neukunden hinzu. Insgesamt entwickelten sich die beiden Gesellschaften sehr erfreulich. Vor allem Topdeq USA konnte deutliche Umsatzzuwächse verzeichnen. Dabei profitierte die Gesellschaft auch von ihrem erfolgreichen Internetangebot. Sie erzielte über 15 Prozent ihres Umsatzes online – mehr als jede andere TAKKT-Gesellschaft.
Bleiben wir in Nordamerika. Auch unser Geschäftsbereich K + K America hat die Expansion mit der Gründung einer Gesellschaft in Mexiko weiter vorangetrieben. Im Januar 2003 versandte C&H Mexiko zum ersten Mal einen Katalog in spanischer Sprache und mexikanischer Währung. Mit dem Produktangebot für Transport, Lager und Betrieb sprechen wir vor allem die Mittelständler und die große Zahl der kleinen Unternehmen an. Trotz einiger Anlaufschwierigkeiten bei Abwicklung und Logistik wurden die Planziele für das Jahr 2003 erreicht.
Hubert, eine weitere Tochtergesellschaft von K + K America, weitete im Berichtsjahr ihr Sortiment aus: Zuvor waren ausschließlich Bedarfsartikel und Ausrüstungsgegenstände für den Lebensmitteleinzelhandel und die Gastronomie im Angebot. Im August 2003 versandte Hubert einen neuen Retail-Katalog mit Verkaufsförderungsartikeln für den gesamten Einzelhandel an potenzielle Kunden.
Das erweiterte Produktangebot hat für Hubert den großen Vorteil, dass die Gesellschaft künftig weniger von der Branchenentwicklung im Lebensmitteleinzelhandel und der Gastronomie abhängig ist. Darüber hinaus bietet sich dem Unternehmen ein enormes Wachstumspotenzial: Der General-Retail-Markt ist mit rund 650.000 Firmen mehr als doppelt so groß wie der Lebensmittel- und Gastronomiesektor.
Meine Damen und Herren, mit diesem erfolgreichen und stabilen Geschäftsmodell, einer hohen Profitabilität, der starken internationalen Präsenz und einem ausgewogenen Portfolio ist die TAKKT-Gruppe hervorragend aufgestellt. Zudem bauen wir unseren beispielhaften Service konsequent aus – und schaffen so weiteren Mehrwert für unsere Kunden. Wie auch in den vergangenen Jahrzehnten wird die TAKKT-Gruppe gestärkt aus der Konjunkturflaute hervorgehen.
Corporate Governance
Bevor ich auf die
Geschäftsaussichten für das laufende Jahr eingehe, möchte ich noch das
wichtige Thema Corporate Governance ansprechen.
Im Sinne einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung bekennen wir uns ausdrücklich zu den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, der erstmals im Februar 2002 veröffentlicht wurde. Das Regelwerk liegt inzwischen in seiner dritten Fassung vor, die am 30. Juni 2003 wirksam wurde.
Der Kodex unterscheidet zwischen zwingenden „Empfehlungen“ und unverbindlichen „Anregungen“. Hält eine börsennotierte Gesellschaft die „Empfehlungen“ nicht ein, so muss sie sich öffentlich zu diesen Abweichungen bekennen und Gründe dafür nennen. Wir von TAKKT fühlen uns diesen Empfehlungen ausdrücklich verpflichtet und pflegen schon seit vielen Jahren einen offenen und fairen Umgang mit unseren Aktionären, Partnern und Mitarbeitern, schon lange bevor der Kodex in Kraft trat.
In zwei Punkten werden wir den Empfehlungen nicht folgen, wofür wir aber gute Gründe haben.
Erstens: Nach wie vor sehen wir für die Einrichtung eines Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats keinen Bedarf, da unser Aufsichtsrat mit lediglich neun Mitgliedern vergleichsweise klein ist und alle unsere Aufsichtsratsmitglieder in der Lage sind, den Jahresabschluss gründlich zu prüfen und die richtigen Fragen an den Vorstand zu stellen. Zweitens werden wir keine individualisierten Angaben über die Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder machen, da der objektive Aussagewert der kumulierten Vorstandsbezüge nicht wesentlich geringer ist als die individualisierten Angaben.
Eine Entsprechenserklärung gemäß Paragraph 161 Aktiengesetz haben Vorstand und Aufsichtsrat von TAKKT am 31. Dezember 2003 abgegeben. Umfassende Informationen und den vollen Wortlaut finden Sie im Geschäftsbericht und auf unserer Website.
Ausblick 2004
Damit sind wir bei meinem letzten
Thema, dem Ausblick auf das Jahr 2004. Wie geht es weiter mit der
Konjunktur und natürlich mit TAKKT?
Wir sind vorsichtig, was das konjunkturelle Umfeld angeht, und optimistisch im Hinblick auf unsere eigene Stärke.
Im Jahr 2004 werden wir unsere Leistungen weiter konsequent verbessern. Dazu haben wir das Projekt „Perfect Service“ ins Leben gerufen.
Nicht weil unser Service schlecht ist – nein – unsere Leistungen sind gut, aber eben noch nicht in jedem Fall perfekt.
In das Projekt sind nicht nur unsere Mitarbeiter einbezogen. Der Vorstand, die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften und alle unsere Partner sind ebenfalls gefordert.
Indem wir unseren Service optimieren, erhöhen wir die Kundenbindung, damit die Kaufhäufigkeit und verbessern so unsere Profitabilität.
Ausblick 2004: Bruttoinlandsprodukt Deutschland
Wir sind vorsichtig, weil wir die konjunkturelle Entwicklung in den USA und ganz besonders in Europa als sehr labil einschätzen.
In den USA wird die Steigerung des Bruttoinlandsprodukts weiterhin von den Ausgaben der Konsumenten und des Militärs getragen. Beide Bereiche wachsen jedoch nur über eine drastische Erhöhung der privaten und öffentlichen Verschuldung. Zudem werden die Belastungen der Rentenhaushalte und die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen weltweit dazu führen, dass die verfügbaren Einkommen und damit auch das Vertrauen der Verbraucher nicht steigen.
Wir sind ebenfalls vorsichtig, weil wir die Wachstumsprognosen der Wirtschaftsforscher und der Regierungen für zu optimistisch halten. In den vergangenen beiden Jahren wurden die ursprünglichen Prognosen bei weitem nicht erreicht.
Die Voraussagen für das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2003 sehen Sie auf der linken Seite des Charts.
Im Dezember 2002 wurde ein Wachstum von 1,0 Prozent prognostiziert. Im März 2003 waren es noch 0,8 Prozent.
Das tatsächliche Ergebnis 2003 lag – wie Sie alle wissen – bei enttäuschenden 0,1 Prozent negativem Wachstum.
Falls in unseren Märkten die von Wirtschaftsforschern prognostizierten Wachstumsraten erreicht werden, gehen wir für die TAKKT-Gruppe von einer währungsbereinigten organischen Umsatzsteigerung von rund drei Prozent aus. Das Ergebnis vor Steuern wird dann überproportional ansteigen und auch die Profitabilität wird sich weiter verbessern.
Ausblick 2004: Ausbau der Marktposition
Warum sind wir optimistisch?
Erstens auf Grund der angesprochenen Stärke der TAKKT-Gruppe. Zweitens, weil wir zuversichtlich sind, dass sich unsere Neugründungen der vergangenen Jahre weiter positiv entwickeln werden.
So sind die Marken KWESTO und KAISER + KRAFT schon in den wichtigsten Märkten Osteuropas vertreten.
Die kommende EU-Erweiterung schafft die Basis dafür, dass sich die Volkswirtschaften in diesen Staaten weiter dynamisch entwickeln und somit das Geschäft unserer Gesellschaften in Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei positiv beeinflussen.
Bereits heute liegen die Wachstumsraten der Beitrittsländer deutlich über dem bisherigen EU-Durchschnitt. Die vergleichsweise niedrige Kaufkraft wird sich mittelfristig an den EU-Wert annähern.
Die von TAKKT noch nicht bearbeiteten EU-Beitrittsländer zum 01. Mai 2004 haben, gemessen an den schon bearbeiteten Regionen, ein Potenzial von unter 20,0 Prozent aller neuen Beitrittsländer.
Dennoch planen wir, unser Sortiment mit reduzierten Fixkosten nach und nach auch in diesen Staaten zu vertreiben. Durch unser ausgefeiltes Systemgeschäft sind dafür nur relativ niedrige Investitionen notwendig.
Expandieren werden wir aber natürlich auch in unseren übrigen Märkten. So beabsichtigen beispielsweise KAISER + KRAFT Japan und Topdeq USA, ihre Lieferbereiche in den kommenden Jahren schrittweise auszudehnen.
Ausblick 2004
Meine Damen und Herren, Sie sehen:
Die Wachstums- und Produktportfoliostrategie der TAKKT-Gruppe hat sich
in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gut bewährt. Das Geschäft
des Konzerns steht auf einer breiten Basis, wir haben eine starke
internationale Präsenz und ein ausgewogenes Portfolio. Unsere
Profitabilität ist unverändert hoch. Mit anderen Worten: Die
TAKKT-Gruppe ist für die Zukunft hervorragend aufgestellt.
Mit dieser Perspektive möchte ich meine Ausführungen schließen. Herr Dr. Zimmermann, ich darf Sie bitten, uns nun die Einzelheiten unseres Jahresabschlusses vorzustellen.
Vielen Dank!