Finanzvorstand der TAKKT AG
Es gilt das gesprochene Wort.
Sehr geehrte Damen und Herren,
zunächst möchte ich Sie ebenfalls recht herzlich willkommen heißen. Herr Gayer hat Ihnen bereits einen sehr guten Überblick über unser Geschäft vermittelt. Lassen Sie mich Ihnen jetzt die Einzelheiten unseres Jahresabschlusses erläutern.
Umsatz TAKKT-Gruppe: währungsbereinigter Rückgang um
1,1 Prozent
Die
TAKKT AG meldet für das Geschäftsjahr 2003 einen Umsatzrückgang von
783,7 Millionen Euro auf 713,9 Millionen Euro. Das entspricht einem
Minus von 8,9 Prozent. Unsere Umsatzziele für 2003 haben wir demnach
nicht in vollem Umfang erreicht. Die Gründe dafür sind – Herr Gayer hat
es bereits erwähnt – erstens der starke Euro und zweitens die anhaltend
schlechte Wirtschaftslage. Insbesondere der Wertverlust des US-Dollars
hat sich deutlich auf den in Euro berichteten Umsatz der TAKKT-Gruppe
ausgewirkt. Zu nennen sind aber auch der Schweizer Franken und das
Britische Pfund, die an Wert verloren haben. Bei unveränderten
Wechselkursen hätte der Rückgang lediglich 1,1 Prozent betragen.
Umsatz: Rückgang wegen durchschnittlichem Auftragswert
Welche Faktoren sind – neben der Konjunktur und der Währungsentwicklung – für unsere berichteten Zahlen relevant?
Drei Kenngrößen sind es im Wesentlichen, die Umsatz und Wert unseres Unternehmens beeinflussen. Erstens die Zahl der Kunden, die wir neu gewinnen. Zweitens ist unser Geschäft davon abhängig, wie häufig unsere bestehenden Kunden bei uns bestellen. Und drittens spielt der durchschnittliche Auftragswert eine Rolle.
In Sachen Neukundengewinnung haben wir eine Performance hingelegt, auf die wir stolz sein können: Im Geschäftsjahr 2003 konnten wir unter den bekannten, wirtschaftlich schwierigen Marktbedingungen rund 200.000 neue Kunden hinzu gewinnen. Besonders geholfen hat uns dabei das überdurchschnittliche Wachstum derjenigen Gesellschaften, die wir in den vergangenen Jahren gegründet haben. Zudem profitiert TAKKT davon, dass die Werbemaßnahmen nicht eingeschränkt wurden: Unverändert versenden wir rund die Hälfte unserer Kataloge an potenzielle Neukunden. Damit gewinnen wir nicht nur in neu erschlossenen, sondern auch in den etablierten Märkten jeden Tag Kunden. Derzeit betreuen wir einen Kundenstamm von rund 2,5 Millionen Unternehmen.
Die schwache Konjunktur brachte es natürlich mit sich, dass unsere bestehenden Kunden im Durchschnitt seltener bei TAKKT gekauft haben. Diese Kaufzurückhaltung ist in einer solchen wirtschaftlichen Lage völlig normal. Unsere 200.000 Neukunden haben allerdings mit ihren Bestellungen diesen Rückgang wieder ausgeglichen. Wie Sie im linken Teil des Charts sehen können, ist die Summe der Aufträge daher mit knapp über zwei Millionen nahezu gleich geblieben.
Wenn jetzt die Konjunktur wieder anzieht, können wir von einer breiteren Kundenbasis profitieren. Zudem kommt uns zugute, dass der Vertriebsweg Versandhandel seit Jahren kontinuierlich Marktanteile gegenüber Groß- und Einzelhandel hinzugewinnt.
Schauen wir uns nun noch den durchschnittlichen Auftragswert an. Auf Grund der wirtschaftlichen Lage haben unsere Kunden auch den Wert ihrer Bestellungen reduziert. Der durchschnittliche Auftragswert verringerte sich dadurch sowie währungsbedingt um 8,4 Prozent auf 349 Euro. Bei einer gleich bleibenden Zahl von Bestellungen wirkt sich dieser Rückgang natürlich deutlich auf den Umsatz aus. Auch dieses Kaufverhalten ist jedoch in einer solchen Konjunktursituation normal. Sobald sich die Wirtschaft erholt, werden sich der durchschnittliche Auftragswert und damit auch der Umsatz wieder erhöhen.
Noch eine Bemerkung zum Stichwort „währungsbedingt“. Hier meine ich
vor allem den Einfluss des US-Dollars. Dessen Wertverlust gegenüber dem
Euro wird besonders deutlich, wenn man die durchschnittlichen Kurse der
Jahre 2002 und 2003 miteinander vergleicht: So lag der Euro 2002
durchschnittlich bei einem Kurs von 0,9426 US-Dollar, während er 2003
im Jahresdurchschnitt mit 1,1290 US-Dollar gehandelt wurde.
Umsatz
1999 627,5 Mio. €
2000 762,8 Mio. €
2001 824,1 Mio. €
2002 783,7 Mio. €
2003 713,9 Mio. €
Umsatz TAKKT-Gruppe: diversifiziertes Portfolio
Blicken wir jetzt auf die Umsatzverteilung nach Geschäftsbereichen und Regionen.
Der Gesamtumsatz des Konzerns verteilt sich wie folgt auf die Geschäftsbereiche: KAISER + KRAFT EUROPA steuerte 50,1 Prozent bei, Topdeq 10,5 Prozent und K + K America 39,4 Prozent.
Vor allem in Deutschland mussten wir Umsatzeinbußen hinnehmen, da die schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen das Geschäft hierzulande besonders stark beeinflusst haben. Der Inlandsumsatz sank entsprechend um 5,4 Prozent auf 174,0 Millionen Euro. In den übrigen europäischen Märkten war das Minus geringer: Der Umsatz ging dort um 2,0 Prozent auf 247,1 Millionen Euro zurück. In Nordamerika haben wir wegen der Dollar-Schwäche 292,3 Millionen Euro erwirtschaftet, das sind 16,0 Prozent weniger als im Vorjahr. In den neu erschlossenen Märkten Japan und Mexiko haben wir 0,1 Prozent unseres Umsatzes erzielt.
Umsatz: ausgewogenes Produktportfolio
Unsere
bedeutendste Produktgruppe ist nach wie vor die Betriebsausstattung.
Dennoch ist unser Produktportfolio – wie Sie im Vergleich sehen – in
den vergangenen Jahren ausgewogener geworden. Einen großen Anteil daran
hatte die Akquisition von Hubert, durch die der Bereich
Foodservice-Ausstattung neu hinzukam. Der Trend zur Diversifizierung
wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Produkte für
Dienstleistungsunternehmen werden stetig an Bedeutung gewinnen. Dadurch
werden sich die Auswirkungen von Konjunkturschwankungen im
Verarbeitenden Gewerbe auf unser Geschäft weiter reduzieren. Insgesamt
steht das Geschäft der TAKKT-Gruppe heute auf einer breiten Basis: Wir
sind weder von einer bestimmten Branche noch von einer einzelnen Region
abhängig.
Rohertrag: Steigerung der Marge auf 40,5 Prozent
Die
Rohertragsmarge der TAKKT-Gruppe haben wir im Geschäftsjahr 2003 erneut
auf jetzt 40,5 Prozent steigern können. Bezogen auf Europa, haben wir
verstärkt vom weiteren Ausbau des Lagergeschäfts profitiert, das
generell höhere Rohertragsmargen aufweist als das Streckengeschäft.
Insofern zahlt sich auch die Investition in die Erweiterung des
Versandhandelszentrums von KAISER + KRAFT EUROPA in Kamp-Lintfort aus,
denn der Ertragszuwachs übersteigt die Kosten.
Die Rohertragsmarge ist zudem gestiegen, weil auf Grund der schwierigen Wirtschaftslage Großaufträge ausblieben, die üblicherweise mit Rabatten belastet sind.
Und auch die erfreuliche Entwicklung unserer US-Tochtergesellschaft Hubert, und damit ihr im Vergleich zum Vorjahr gestiegener Anteil am Gesamtgeschäft, haben sich positiv auf den Rohertrag ausgewirkt.
EBITDA: Steigerung der Marge trotz Umsatzrückgang
Kommen
wir nun zu den Zahlen, die die Ertragskraft der TAKKT AG ausdrücken:
Das EBITDA, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und
Amortisationen, ist um 6,6 Prozent auf 80,1 Millionen Euro
zurückgegangen. Im Wesentlichen ist dieses Minus auf die veränderten
Wechselkurse zurückzuführen.
Auf unsere Profitabilität – und das möchte ich besonders betonen – haben diese Kursschwankungen jedoch nur geringen Einfluss. Wir konnten die EBITDA-Marge daher sogar leicht auf 11,2 Prozent steigern. Zu dem stabilen Ergebnis hat auch beigetragen, dass TAKKT einen Teil seiner Kapazitäten laufend an die Geschäftsentwicklung und das zu erwartende Auftragsvolumen angepasst hat. Durch diese Maßnahmen haben wir unsere Profitabilität auf vergleichsweise hohem Niveau gesichert.
Darüber hinaus haben wir weitere Einsparmöglichkeiten genutzt, zum Beispiel bei Druckkosten, beim internationalen Einkauf und den jeweiligen Rahmenverträgen mit Dienstleistern. Anlaufverluste für Neugründungen fielen insgesamt in ähnlicher Höhe an wie im Vergleichszeitraum. Die Aufwendungen entsprechen dem geplanten Umfang.
EBITDA
1999 72,6 Mio. € 11,6 %
2000 90,3 Mio. € 11,8 %
2001 86,6 Mio. € 10,5 %
2002 85,7 Mio. € 10,9 %
2003 80,1 Mio. € 11,2 %
EBITA: Marge im Zielkorridor von 9 bis 11 Prozent
Als
Nächstes sehen wir hier das EBITA – also das Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte. Das EBITA
verringerte sich währungsbedingt um 6,4 Prozent und erreichte 70,3
Millionen Euro. Mit 9,8 Prozent lag die EBITA-Marge dagegen über dem
Vorjahreswert und innerhalb unseres angestrebten Zielkorridors von neun
bis elf Prozent.
EBITA
1999 65,1 Mio. € 10,4 %
2000 81,3 Mio. € 10,7 %
2001 76,4 Mio. € 9,3 %
2002 75,1 Mio. € 9,6 %
2003 70,3 Mio. € 9,8 %
EBIT: Steigerung der Marge unterstreicht Profitabilität der Gruppe
Werfen
wir nun einen Blick auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern: Das EBIT
sank um 5,5 Prozent auf 53,9 Millionen Euro. Die Marge legte leicht auf
7,5 Prozent zu. Die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und
Firmenwerte bewegten sich in der gleichen Höhe wie im Vorjahr.
Außerplanmäßige Abschreibungen mussten nicht vorgenommen werden. Die
ausgewiesenen Veränderungen sind lediglich umrechnungsbedingt; sie
resultieren aus dem Wertverlust des US-Dollars.
EBIT
1999 57,1 Mio. € 9,1 %
2000 68,6 Mio. € 9,0 %
2001 57,7 Mio. € 7,0 %
2002 57,0 Mio. € 7,3 %
2003 53,9 Mio. € 7,5 %
Ergebnis vor Steuern: weitere Steigerung durch Zinsentlastung
Aufwärts
ging es bei unserem Vorsteuerergebnis: Mit 40,6 Millionen Euro haben
wir den Wert des Vorjahrs übertroffen. Der Konzern profitierte davon,
dass sich das Zinsergebnis um 4,9 Millionen Euro verbesserte. Die
Ursachen dafür waren einmal der planmäßige Abbau der Gesamtverschuldung
und dann die niedrigeren Zinssätze am Kapitalmarkt. Auch der schwächere
US-Dollar wirkte sich bei der Umrechnung in die Berichtswährung Euro
positiv auf das Zinsergebnis aus. Die Ergebnismarge legte daher etwas
stärker zu und kam auf 5,7 Prozent.
Ergebnis vor Steuern
1999 50,2 Mio. € 8,0 %
2000 55,5 Mio. € 7,3 %
2001 35,5 Mio. € 4,3 %
2002 39,0 Mio. € 5,0 %
2003 40,6 Mio. € 5,7 %
Ergebnis nach Steuern: trotz höherer Steuerquote Vorjahresergebnis fast erreicht
Auf
diesem Chart sehen Sie das Ergebnis nach Steuern: Trotz einer leicht
erhöhten Steuerquote konnten wir fast an den Wert des Vorjahrs
anknüpfen: 24,4 Millionen Euro haben wir erzielt. Der Jahresüberschuss
nach Steuern erreichte damit eine Marge von 3,4 Prozent.
Ergebnis nach Steuern
1999 31,2 Mio. € 5,0 %
2000 33,5 Mio. € 4,4 %
2001 19,4 Mio. € 2,4 %
2002 24,5 Mio. € 3,1 %
2003 24,4 Mio. € 3,4 %
Cashflow: hohes Niveau belegt Ertragskraft
Wie
bereits in den vergangenen Jahren haben wir auch 2003 mit 50,6
Millionen Euro einen hohen Cashflow erwirtschaftet, ein Zeichen für die
starke Ertragskraft der TAKKT-Gruppe. Der Rückgang um 4,5 Prozent ist
vor allem umrechnungsbedingt. Die Cashflow-Marge erhöhte sich auf 7,1
Prozent.
Cashflow
1999 46,7 Mio. € 7,4 %
2000 55,1 Mio. € 7,2 %
2001 48,3 Mio. € 5,9 %
2002 53,0 Mio. € 6,8 %
2003 50,6 Mio. € 7,1 %
Mitarbeiter: Kapazitätsanpassung spürbar
Wenden
wir uns der Entwicklung der Mitarbeiterzahlen zu: Die Zahl der fest
angestellten Mitarbeiter der TAKKT-Gruppe ist im Vergleich zum Vorjahr
gesunken, weil die etablierten Gesellschaften ihren Personalbestand an
den Geschäftsverlauf angepasst haben. Dabei ist der Rückgang fast
ausschließlich durch natürliche Fluktuation bedingt. Bei den
Neugründungen haben wir dagegen zusätzliche Arbeitsplätze schaffen
können. Insgesamt waren bei TAKKT zum 31. Dezember 2003 1.860
Mitarbeiter auf Vollzeitbasis beschäftigt. Davon arbeiteten 844 bei
KAISER + KRAFT EUROPA, 226 bei Topdeq und 764 bei K + K America. Die
Konzernholding TAKKT AG hatte 26 Angestellte. Der Altersdurchschnitt
lag bei rund 40 Jahren.
Mitarbeiter (Vollzeitbasis, Durchschnitt)
1999 1.497
2000 1.674
2001 1.973
2002 1.932
2003 1.888
Konzernbilanz: vor allem durch Währungseffekte reduzierte Bilanzsumme
Die nächsten beiden Charts geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen unserer Konzernbilanz.
Auf der Aktivseite ergibt sich folgendes Bild: Mit 26,2 Millionen Euro waren die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäftswerte, immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen fast genauso hoch wie im Vorjahr. Das gesamte Anlagevermögen des Konzerns verminderte sich auf 311,8 Millionen Euro; dazu trug vor allem die Schwäche des US-Dollars bei. Das Umlaufvermögen nahm – ebenfalls währungsbedingt – auf 168,1 Millionen Euro ab. Die Bilanzsumme ging damit auf 479,9 Millionen Euro zurück.
Generell weisen die Bilanz der TAKKT-Gruppe und die in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelbilanzen unserer Geschäftsbereiche sehr stabile und vergleichbare Strukturen auf. Dadurch gibt es trotz Währungsumrechnung keine Strukturveränderungen in der Konzernbilanz.
Konzernbilanz: gestärkte Eigenkapitalquote von 32,8 Prozent
Auf
der Passivseite sind aus unserer Sicht zwei Trends erwähnenswert:
Erstens ist die Eigenkapitalquote auf den sehr guten Wert von 32,8
Prozent gestiegen. Seit der Akquisition von Hubert im Jahr 2000 haben
wir die Quote kontinuierlich erhöht. Zweitens hat sich unsere
Verschuldung deutlich reduziert. Dies ist auf die veränderten
Wechselkurse, aber insbesondere auch auf die planmäßige Tilgung
zurückzuführen. Die zinspflichtigen Verbindlichkeiten reduzierten sich
somit auf 238,6 Millionen Euro.
KAISER + KRAFT EUROPA: Hauptumsatzträger mit hoher Profitabilität
Meine
Damen und Herren, schauen wir uns nun die einzelnen Geschäftsbereiche
der TAKKT-Gruppe näher an: Ich beginne mit KAISER + KRAFT EUROPA. Der
Geschäftsbereich erwirtschaftete 2003 mit 357,9 Millionen Euro erneut
etwa die Hälfte des Konzernumsatzes. Konjunkturbedingt gingen die
Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent zurück.
Währungsbereinigt hätte der Rückgang nur 1,2 Prozent betragen. Dabei
war der Geschäftsverlauf in den einzelnen europäischen Ländern
uneinheitlich. So bestellten vor allem die deutschen Kunden deutlich
weniger. Auch in den Niederlanden und Großbritannien sanken die
Umsätze. Positiv entwickelten sich dagegen die etablierten
Gesellschaften von KAISER + KRAFT und KWESTO in Osteuropa, die gute
Zahlen vorgelegt haben.
Trotz des etwas niedrigeren Umsatzes hat sich die Profitabilität von KAISER + KRAFT EUROPA weiter erhöht. Das EBITA erreichte mit 56,0 Millionen Euro sogar eine neue Rekordmarke. Die EBITA-Marge stieg auf sehr gute 15,7 Prozent.
KAISER + KRAFT EUROPA
Umsatz EBITA
1999 326,6 Mio. € 40,6 Mio. €
2000 366,4 Mio. € 48,3 Mio. €
2001 383,3 Mio. € 53,2 Mio. €
2002 367,2 Mio. € 55,1 Mio. €
2003 357,9 Mio. € 56,0 Mio. €
Topdeq: Ergebnisentwicklung im Bereich der Erwartungen
Bei
Topdeq, unserer designorientierten Marke, wirkte sich die Schwäche des
Büromöbelmarkts in Europa negativ auf den Umsatz aus, der um 5,9
Prozent auf 74,6 Millionen Euro zurückging. Währungsbereinigt hätte der
Rückgang lediglich 2,6 Prozent betragen. Das EBITA verbesserte sich
leicht gegenüber dem Vorjahr, liegt aber mit -1,2 Millionen Euro noch
im negativen Bereich. Gleiches gilt für die EBITA-Marge, die auf -1,6
Prozent kommt. Insgesamt liegt das Ergebnis damit im Bereich der
Erwartungen.
Die Kaufzurückhaltung der Kunden war in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden besonders zu spüren. Viele kleinere und mittelgroße Dienstleister, die die Hauptklientel von Topdeq stellen, reduzierten auf Grund der Wirtschaftslage die Aufträge. Zudem wurden in Deutschland erneut wesentlich weniger Unternehmen gegründet als im Jahr zuvor. Die drei Topdeq-Gesellschaften verzeichneten daher weniger Bestellungen und einen geringeren durchschnittlichen Auftragswert. Auch die Zahl der Neukunden war niedriger als im Vorjahr.
Trotzdem arbeiten die etablierten Topdeq-Gesellschaften in ihren Märkten weiter profitabel. Ihr Gewinn reichte allerdings nicht aus, um die erwarteten Anlaufverluste der jungen Gesellschaften in den USA und Frankreich auszugleichen. Beide Gesellschaften entwickelten sich erfreulich. Sie erzielten unter anderem durch die Ausdehnung ihrer Lieferbereiche deutliche Zuwächse.
Topdeq
Umsatz EBITA
1999 73,0 Mio. € 8,5 Mio. €
2000 87,1 Mio. € 7,7 Mio. €
2001 83,0 Mio. € -0,4 Mio. €
2002 79,3 Mio. € -1,5 Mio. €
2003 74,6 Mio. € -1,2 Mio. €
K + K America: währungsbedingter Umsatzrückgang, gute Profitabilität
Kommen
wir zum Geschäftsbereich K + K America. Hierzu gehören die
Gesellschaften C&H Distributors, Avenue Industrial Supply, Conney
Safety Products und Hubert Company.
Zusammen erwirtschafteten sie einen Umsatz von 281,4 Millionen Euro, 16,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Minus ist in erster Linie auf den Wertverlust des US-Dollars zurückzuführen. Auch das EBITA verringerte sich umrechnungsbedingt um 21,8 Prozent und kam auf 22,6 Millionen Euro. Die EBITA-Marge liegt mit 8,0 Prozent unter dem Wert des Vorjahrs.
K + K America
Umsatz EBITA
1999 228,0 Mio. € 21,7 Mio. €
2000 309,3 Mio. € 32,6 Mio. €
2001 357,9 Mio. € 29,1 Mio. €
2002 337,4 Mio. € 28,9 Mio. €
2003 281,4 Mio. € 22,6 Mio. €
K + K America: in USD fast stabiler Umsatz
Betrachten
wir die Zahlen des Geschäftsbereichs nun in US-Dollar. Im Vergleich
sehen Sie, wie stark der Einfluss der Währung ist, denn auf
Dollar-Basis erzielte K + K America 2003 mit 317,7 Millionen US-Dollar
nahezu den gleichen Umsatz wie im Vorjahr. Das EBITA verringerte sich
auf 25,5 Millionen US-Dollar.
Wie in den Vorjahren hat unsere Tochtergesellschaft Hubert auch diesmal maßgeblich zum Geschäftsergebnis beigetragen. Die Gesellschaft hat sich auf die Kundengruppen Einzelhandel und Gastronomie spezialisiert und ist dadurch nicht so stark von den Konjunkturschwankungen betroffen.
K + K America in US-Dollar
Umsatz EBITA
1999 243,0 Mio. $ 23,1 Mio. $
2000 285,6 Mio. $ 30,1 Mio. $
2001 320,5 Mio. $ 26,1 Mio. $
2002 318,0 Mio. $ 27,3 Mio. $
2003 317,7 Mio. $ 25,5 Mio. $
TAKKT Aktie: Anteile der AXA gut am Markt aufgenommen
Gestatten Sie mir nun noch einige Bemerkungen zur TAKKT-Aktie und ihrer Kursentwicklung im vergangenen Jahr.
Wie Sie vielleicht wissen, ist die TAKKT-Aktie seit Januar 2003 im Prime Standard vertreten. Die Zugehörigkeit zu diesem Premiumsegment ist Ausdruck dafür, dass wir uns zu einer aktiven, offenen und zeitnahen Kommunikationspolitik verpflichtet fühlen. Die quartalsweise Berichterstattung gehört dazu ebenso wie die Bilanzierung nach den International Financial Reporting Standards, kurz IFRS.
Unsere Aktionärsstruktur hat sich im vergangenen Jahr verändert: Hintergrund ist eine am 12. November 2003 fällig gewordene Wandelschuldverschreibung, die der AXA-Konzern im März 1998 begeben hatte: Der gehaltene Festbesitz von zehn Prozent ging auf eine Vielzahl von Investoren über. Bereits im August und September des Jahres 2003 veräußerte die AXA alle TAKKT-Aktien, die nicht für die Wandlung benötigt wurden.
Für den Fall, dass die TAKKT-Aktien im Rahmen der Wandlung nicht oder nur unzureichend vom Kapitalmarkt aufgenommen würden, hatten wir zur Sicherung der Handlungsfähigkeit ein Aktienrückkaufprogramm aufgelegt. Davon mussten wir allerdings keinen Gebrauch machen, da die Aktien aus der Wandlung auf reges Interesse der Investoren gestoßen sind.
Nach Abschluss der Wandlung erhöhte sich der Free Float per 31. Dezember 2003 auf insgesamt 27,45 Prozent, während der Anteil unseres Hauptaktionärs, der Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg, 72,55 Prozent ausmachte.
Schauen wir uns nun noch die Kursentwicklung der TAKKT-Aktie im vergangenen Jahr an und stellen sie dem SDAX-Verlauf gegenüber.
Sie sehen hier auf unserem Chart zunächst den schwachen Start im Januar. Ihn führen wir eindeutig auf die schlechten Konjunkturaussichten zu Jahresbeginn 2003 zurück. Besserung setzte dann im Frühjahr ein, unmittelbar im Anschluss an unsere Roadshow, mit der wir uns nach der Bilanzpressekonferenz direkt vor Ort an die Investoren gewandt hatten. Zu diesem Zeitpunkt zog auch die Konjunktur leicht an und die TAKKT-Aktie erreichte einen Wert von rund 4,50 Euro. Auf diesem Niveau verharrte der Kurs lange Zeit in einer Seitwärtsbewegung. Wir interpretieren diese Entwicklung mit Unsicherheiten am Markt im Zusammenhang mit der AXA-Wandelschuldverschreibung.
Diese waren, wie wir heute wissen, unbegründet. Die platzierten Aktien wurden von den Anlegern gut nachgefragt und der Free Float erhöhte sich. Dies wirkte sich positiv auf den Aktienkurs aus. Seit Herbst 2003 ging es weiter aufwärts, verstärkt durch die verbesserten Konjunkturerwartungen.
Zum 31.12.2003 hatten wir bei einem Kurs von 5,90 Euro und 72,9 Millionen ausgegebener Aktien eine Marktkapitalisierung von etwa 430 Millionen Euro.
Kennzahlen: stabile Dividende und Gewinnausschüttungsquote
Es
freut uns besonders, dass wir unsere Aktionäre – wie Herr Gayer bereits
ausführte – trotz der schwierigen Wirtschaftslage angemessen am Erfolg
des Geschäftsjahrs 2003 beteiligen können. Grundlage dafür sind die
stabilen Ertragszahlen und der hohe Cashflow. Der Vorstand wird der
Hauptversammlung deshalb eine unveränderte Dividende von 10 Cent pro
Aktie vorschlagen. Dies entspricht einer konstant hohen
Gewinnausschüttungsquote von 31 Prozent.
Meine Damen und Herren, ich komme nun zum Ende meiner Ausführungen. Bitte lassen sich mich kurz zusammenfassen. Wie die Zahlen zeigen, hat sich die Strategie der TAKKT AG im Berichtsjahr erneut bewährt. Es ist uns gelungen, die negativen Konjunktureinflüsse durch unser weiter diversifiziertes Kunden- und Produktportfolio abzufedern. Auch das aktive Kostenmanagement hat sich positiv auf das Ergebnis der TAKKT-Gruppe ausgewirkt. Somit sind alle Voraussetzungen dafür gegeben, dass die TAKKT-Gruppe erneut wächst und ihre Profitabilität weiter steigert.
Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen recht herzlich für Ihre Aufmerksamkeit. Wir stehen Ihnen jetzt gerne für Fragen zur Verfügung.