Pressemitteilung

TAKKT AG: Profitabilität im Jahr 2003 weiter gesteigert / Konstante Dividende von 10 Cent - vorsichtig optimistischer Ausblick für 2004

Die TAKKT AG hat sich im Geschäftsjahr 2003 in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld behauptet. Zwar ging der Umsatz zurück, gleichzeitig stieg jedoch die Profitabilität. Die Erlöse sanken vor allem auf Grund des schwachen US-Dollars um 8,9 Prozent auf 713,9 (783,7) Millionen Euro. Währungsbereinigt betrug der Rückgang lediglich 1,1 Prozent. Dagegen erhöhte sich das Ergebnis vor Steuern um 4,1 Prozent auf 40,6 (39,0) Millionen Euro, die EBITA-Marge legte auf 9,8 (9,6) Prozent zu. Der TAKKT-Vorstand wird der Hauptversammlung eine unveränderte Dividende von 10 Cent pro Aktie vorschlagen.
„Die TAKKT AG hat ihre Marktposition weiter gefestigt. Es ist uns gelungen, auch unter schwierigen Marktbedingungen und starken Währungsschwankungen hoch profitabel zu wirtschaften. Die Wachstums- und Portfoliostrategie von TAKKT hat sich damit erneut bewährt“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende Georg Gayer auf der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart das Ergebnis.

TAKKT-Tochtergesellschaften: Schwache Konjunktur und veränderte Wechselkurse prägten die Kennzahlen
Der Geschäftsbereich KAISER + KRAFT EUROPA verzeichnete im Berichtsjahr einen Umsatzrückgang um 2,5 Prozent auf 357,9 (367,2) Millionen Euro. Währungsbereinigt hätte das Minus nur 1,2 Prozent betragen. Das EBITA der Gruppe stieg dagegen um 1,7 Prozent auf 56,0 (55,1) Millionen Euro. Die EBITA-Marge verbesserte sich ebenfalls weiter und erreichte mit 15,7 (15,0) Prozent einen neuen Rekordwert.

Bei der Topdeq-Gruppe, dem Versandhändler für designorientierte Büromöbel und Accessoires, sanken die Erlöse um 5,9 Prozent auf 74,6 (79,3) Millionen Euro. Bereinigt um Währungseffekte hätte der Rückgang 2,6 Prozent betragen. Die Verschlechterung ist in erster Linie auf die anhaltende Schwäche des Büromöbelmarkts in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden zurückzuführen.

Trotzdem erwirtschafteten die etablierten Topdeq-Gesellschaften weiterhin Gewinn. Dieser reichte allerdings nicht aus, um die ge-planten Anlaufverluste der jungen Gesellschaften in Frankreich und den USA auszugleichen. Das EBITA lag erwartungsgemäß bei -1,2
(-1,5) Millionen Euro. Die EBITA-Marge betrug -1,6 (-1,9) Prozent.

K + K America konnte den Umsatz auf Dollar-Basis mit 317,7 (318,0) Millionen nahezu stabil halten. Das EBITA ging um 6,3 Prozent auf 25,5 (27,3) Millionen US-Dollar zurück. Die EBITA-Marge kam mit 8,0 (8,6) Prozent nicht ganz an den Wert des Vorjahrs heran. Durch die Schwäche des US-Dollars verringerten sich die absoluten Kennzahlen in der Berichtswährung Euro deutlich. Der Umsatz sank um 16,6 Prozent auf 281,4 (337,4) Millionen Euro. Das EBITA nahm um 21,8 Prozent ab und erreichte 22,6 (28,9) Millionen Euro.

Rohertragsmarge und Vorsteuerergebnis steigen
Die Rohertragsmarge der TAKKT-Gruppe erhöhte sich im Berichtsjahr weiter auf 40,5 (40,0) Prozent. „In Europa haben wir vom Ausbau des Lagergeschäfts profitiert, das generell höhere Ertragsmargen aufweist als das Streckengeschäft“, erklärte Finanzvorstand Dr. Felix A. Zimmermann auf der Bilanzpressekonferenz.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisationen, EBITA, verringerte sich um 6,4 Prozent auf 70,3 (75,1) Millionen Euro. Das Minus ist im Wesentlichen auf veränderte Wechselkurse zurückzuführen. Auf die Ertragskraft des Konzerns haben die Kursschwankungen jedoch nur geringen Einfluss. Die EBITA-Marge stieg leicht auf 9,8 (9,6) Prozent und lag damit im langfristigen Zielkorridor von neun bis elf Prozent.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern, EBIT, sank um 5,5 Prozent auf 53,9 (57,0) Millionen Euro. Die Marge verbesserte sich leicht auf 7,5 (7,3) Prozent. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 4,1 Prozent auf jetzt 40,6 (39,0) Millionen Euro. Hier profitierte die TAKKT-Gruppe von niedrigeren Zinsaufwendungen. Der Jahresüberschuss nach Steuern erreichte mit 24,4 (24,5) Millionen Euro das Vorjahresniveau. Das Ergebnis pro Aktie blieb mit 33 Cent stabil.

Cashflow weiter auf hohem Niveau
Wie in den vergangenen Jahren erwirtschaftete TAKKT auch 2003 mit 50,6 (53,0) Millionen Euro einen hohen Cashflow. Der leichte Rückgang ist vor allem umrechnungsbedingt. Die Investitionen bewegten sich auf Normalniveau und betrugen 9,8 (8,6) Millionen Euro. Der Free Cashflow erreichte 40,8 (44,4) Millionen Euro. „Die nach wie vor sehr guten Werte belegen die Ertragskraft der TAKKT-Gruppe. Dadurch verfügen wir über genügend Liquidität, um planmäßig Schulden abzubauen und künftiges Wachstum aus eigener Kraft zu finanzieren“, kommentierte Zimmermann die vorgelegten Kennzahlen.

Eigenkapitalquote nimmt deutlich zu
Das Anlagevermögen sank währungsbedingt sowie durch planmäßige Abschreibungen. Auch das Umlaufvermögen reduzierte sich auf Grund der Wechselkursentwicklung. Insgesamt ging die Bilanzsumme um 11,2 Prozent auf 479,9 (540,4) Millionen Euro zurück. Der Konzernjahresüberschuss (nach Minderheitenanteilen) erhöhte das Eigenkapital auf 157,2 (149,6) Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich deutlich auf 32,8 (27,7) Prozent. Durch veränderte Wechselkurse und planmäßige Tilgung verringerte sich die Verschuldung in Euro erheblich: Die verzinslichen Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 238,6 (291,3) Millionen Euro.

Dividende bleibt stabil
Für das Geschäftsjahr 2003 wird der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, eine unveränderte Dividende von 10 Cent pro Aktie auszuschütten. „Wir freuen uns, die Aktionäre trotz der schwierigen Rahmenbedingungen angemessen am Ergebnis des Geschäftsjahrs 2003 beteiligen zu können“, betonte Gayer auf der Bilanzpressekonferenz.

Vorsichtig optimistisch für 2004
Für das Geschäftsjahr 2004 hofft TAKKT auf eine Belebung der Weltwirtschaft. Angesichts der nach wie vor unsicheren Konjunkturaussichten wird sich das Unternehmen zunächst darauf konzentrieren, seine Prozesse, Serviceleistungen, Werbemittel und Angebote weiter zu optimieren und seine Position in den verschiedenen Märkten auszubauen. Falls die von Wirtschaftsforschern prognostizierten Wachstumsraten erreicht werden, geht der Vorstand davon aus, dass der währungsbereinigte organische Umsatz um rund drei Prozent steigt.

Eine anhaltende Schwäche des US-Dollars kann zwar den in Euro berechneten Umsatz negativ beeinflussen, die Ergebnismargen des Konzerns bleiben davon jedoch unberührt. Deshalb hält die TAKKT AG an dem Ziel einer EBITA-Marge zwischen neun und elf Prozent fest.

Die Zahlen für das erste Quartal 2004 werden am 29. April 2004 veröffentlicht. Die Hauptversammlung findet am 4. Mai 2004 in Ludwigsburg statt.

Kurzprofil der TAKKT AG
Die TAKKT AG ist in Europa und Nordamerika die Nummer eins im B2B-Versandhandel für Büro-, Betriebs- und Lagereinrichtungen. Der Konzern ist mit seinen Marken in mehr als 20 Ländern vertreten. Das Sortiment der Tochtergesellschaften umfasst etwa 100.000 Produkte aus den Bereichen Betriebs- und Lagereinrichtung, klassische und designorientierte Büromöbel, Arbeitssicherheitsprodukte sowie Verkaufsförderungsartikel für den Einzelhandel und den Gastro- und Hotelmarkt.

Die TAKKT AG beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter, verfügt weltweit über 2,5 Millionen Kunden und versendet jährlich mehr als 50 Millionen Werbemittel.

Das Unternehmen ist im SDAX gelistet und seit dem 1. Januar 2003 im Prime Standard der Deutschen Börse vertreten.

Stuttgart, den 23. März 2004

Ansprechpartner:

Georg Gayer
Tel. +49 (0)711 3 46 58-201

Dr. Felix A. Zimmermann
Tel. +49 (0)711 3 46 58-207