Rede von Dr. Felix A. Zimmermann

Finanzvorstand der TAKKT AG

Rede anlässlich der Bilanzpressekonferenz der TAKKT AG am 21. März 2002 in Stuttgart

Es gilt das gesprochene Wort


Sehr geehrte Damen und Herren,

2001 sind wir, Herr Gayer hat das bereits sehr ausführlich dargestellt, mit einem Plus von 8 Prozent auf 824,1 Millionen Euro respektabel gewachsen. Im Vergleich zu den Vorjahren können Sie jedoch erkennen, dass die schwierige Konjunktur auch bei uns Spuren hinterlassen hat.
Zur Erinnerung: In den letzten 15 Jahren sind wir durchschnittlich um 15 Prozent p.a. gewachsen, davon waren 7,5 Prozent organisches Wachstum, 7,5 Prozent akquisitionsbedingtes Wachstum.

Umsatz TAKKT-Gruppe - Wachstum um 8 Prozent

2000 konnten wir sogar ein Plus von 21,5 Prozent erwirtschaften (von 627,6 auf 762,8 Millionen Euro) - bereits positiv beeinflusst von Hubert. Außerdem erzielten wir in diesem Zeitraum mit 11,4 Prozent das höchste organische Wachstum der letzten 15 Jahre.

2001 machte sich das - wegen der schwachen Konjunktur - fehlende organische Wachstum deutlich bemerkbar. Dank Hubert konnte der Konzern aber mehr Umsatz als 2000 erwirtschaften. Ohne die Akquisition von Hubert wäre der Umsatz, nicht bereinigt um Währungseffekte, um 2,7 Prozent zurückgegangen.

Umsatzaufteilung - Gleichgewicht zwischen Nordamerika und Europa

2001 haben wir unseren Konzernumsatz zu fast gleichen Teilen in Nordamerika und Europa erwirtschaftet. Allein in Nordamerika kamen wir auf einen Erlösanteil von 44 Prozent. Topdeq USA trug hier erstmals dazu bei. Innerhalb Europas war Deutschland mit 25,3 Prozent unser umsatzstärkster Markt. Im übrigen Europa kamen wir auf einen Umsatzanteil von 30,7 Prozent. Wir sind damit unserem Ziel ein Stück näher gekommen, ein regional ausgewogenes Portfolio zu haben.

Europa bleibt stärkste Gruppe

Segmentieren wir den Umsatz nach unseren Geschäftsbereichen, stellen wir fest, dass es keine nennenswerten Verschiebungen gegeben hat - auch deshalb, weil die Neugründungen des letzten Jahres sich natürlich noch nicht spürbar niederschlugen.

Der Geschäftsbereich KAISER + KRAFT EUROPA erwirtschaftete 46,5 (48) Prozent des Umsatzes. Topdeq steuerte 10,1 (12) Prozent zum Erlös bei und K + K America 43,4 (40) Prozent. Innerhalb der Produktgruppen waren die Betriebsausstattungen mit über 50 Prozent stärkster Umsatzträger. Der Rest verteilte sich zu fast gleichen Teilen auf die Büroausstattungen, Arbeitssicherheitsprodukte, designorientierte Büromöbel und Accessoires und die von Hubert angebotenen Bedarfsartikel und Ausrüstungsgegenstände für den Lebensmitteleinzelhandel sowie den Gastro- und Hotelmarkt.

Wenn Sie diese Umsatzverteilung mit der früherer Jahre vergleichen, sehen Sie, wie wir in den letzten Jahren unser Produktsortiment systematisch diversifiziert haben. Dadurch konnten wir neue Kundengruppen gewinnen und die TAKKT-Gruppe von Konjunktur und Trends unabhängiger machen. Die Beispiele Hubert und Conney Safety Products, die in einem sehr schwachen konjunkturellen Umfeld portfoliostabilisierend wirkten, zeigen überzeugend, dass unsere Strategie richtig ist.

Rohertragsmarge

Wie Sie sehen können, blieb dank unseres preisunempfindlichen Produktportfolios die Rohertragsmarge über einen langen Zeitraum auf einem hohen Niveau stabil. In 2001 konnte die Marge - trotz des schwierigen Umfelds - sogar um knapp einen Prozentpunkt auf 39,4 Prozent gesteigert werden.

EBITDA - Gute Marge trotz Neugründungen und Konjunktur

Bevor wir uns dem Ergebnis zuwenden, vorab folgender Hinweis: Das EBITDA, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation, ist die Kennzahl, die unabhängig von der Finanzierungsstruktur und den Abschreibungen, die operative Ertragskraft unseres Unternehmens darstellt. Sondereinflüsse, wie die Abspaltung von der GEHE und die Akquisition Hubert, die das Ergebnis beeinflussen, sind somit eliminiert.

2001 war unser EBITDA erstmals rückläufig. Es sank von 87,6 Millionen Euro auf 84,0 Millionen Euro. Herr Gayer hat Ihnen die Gründe für den Rückgang schon erläutert, aber ich möchte nochmals unterstreichen: Das rückläufige EBITDA wurde durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst:
- die geplanten Anlaufverluste für die Neugründungen Topdeq USA, KAISER + KRAFT Portugal und KWESTO Polen
- sowie die Ausgaben für den erstmaligen Katalogversand von Hubert in Kanada und von KAISER + KRAFT in Irland.
- Gleichzeitig wirkte sich der Umsatzrückgang der etablierten Gesellschaften negativ aus.

Aber trotz des Rückgangs lag unser EBITDA im Berichtsjahr noch klar über den Werten, die wir 1999 und davor erzielten:

2001: 84,0 Millionen Euro
2000: 87,6 Millionen Euro
1999: 70,5 Millionen Euro
1998: 65,1 Millionen Euro
1997: 52,0 Millionen Euro

In all diesen Jahren bewegten sich die jeweiligen EBITDA-Margen innerhalb des langfristigen Zielkorridors von 10 bis 12 Prozent (lediglich 1998 kam es zu einem positiven Ausreißer nach oben):

2001: 10,2 Prozent
2000: 11,5 Prozent
1999: 11,2 Prozent
1998: 12,1 Prozent
1997: 11,1 Prozent

Dass wir auch 2001 die EBITDA-Marge in diesem Zielkorridor halten konnten, war ein großer Erfolg - ein Zeichen unserer Ertragsstabilität.

EBIT - Akquisition Hubert beeinträchtigt Vergleichbarkeit

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) ist, wegen der Akquisition von Hubert und den damit verbundenen Geschäftswertabschreibungen, nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar.

Das EBIT verringerte sich 2001 um 18,6 Prozent auf 53,8 Millionen Euro. Erstmals fiel die Abschreibung für den Geschäftswert von Hubert in Höhe von 9,8 Millionen Euro ganzjährig an, was das EBIT entsprechend belastete. Zur Erinnerung: Hubert wurde Ende 2000 akquiriert. Die EBIT-Marge lag 2001 bei 6,5 Prozent.

2001: 53,8 Millionen Euro (EBIT), 6,5 Prozent (EBIT-Marge)
2000: 66,1 Millionen Euro (EBIT), 8,7 Prozent (EBIT-Marge)
1999: 56,5 Millionen Euro (EBIT), 9,0 Prozent (EBIT-Marge)
1998: 58,8 Millionen Euro (EBIT), 10,9 Prozent (EBIT-Marge)
1997: 46,2 Millionen Euro (EBIT), 9,8 Prozent (EBIT-Marge)

Ergebnis vor Steuern - beeinträchtigt durch AfA, Zinsen und Konjunktur

Die mangelnde Vergleichbarkeit des EBIT mit den Vorjahreswerten gilt zwangsläufig auch für die nachfolgenden Kennzahlen. Denn zu den Abschreibungen kommen die im Zusammenhang mit der Akquisition stehenden Zinsaufwendungen hinzu, die 2001 ebenfalls erstmals ganzjährig in Höhe von 12,1 Millionen Euro anfielen.

Das Ergebnis vor Steuern gab von 53,8 auf 33,4 Millionen Euro nach.

2001: 33,4 Millionen Euro (Ergebnis vor Steuern), 4,1 Prozent (Marge)
2000: 53,8 Millionen Euro (Ergebnis vor Steuern), 7,1 Prozent (Marge)
1999: 50,5 Millionen Euro (Ergebnis vor Steuern), 8,0 Prozent (Marge)
1998: 57,8 Millionen Euro (Ergebnis vor Steuern), 10,7 Prozent (Marge)
1997: 45,5 Millionen Euro (Ergebnis vor Steuern), 9,7 Prozent (Marge)

Ergebnis nach Steuern

Der Jahresüberschuss nach Steuern, ebenfalls nicht mit den Vorjahren vergleichbar, sank von 33,6 auf 18,9 Millionen Euro.

2001: 18,9 Millionen Euro (Ergebnis nach Steuern), 2,3 Prozent (Marge)
2000: 33,6 Millionen Euro (Ergebnis nach Steuern), 4,4 Prozent (Marge)
1999: 31,9 Millionen Euro (Ergebnis nach Steuern), 5,1 Prozent (Marge)
1998: 29,5 Millionen Euro (Ergebnis nach Steuern), 5,5 Prozent (Marge)
1997: 25,1 Millionen Euro (Ergebnis nach Steuern), 5,3 Prozent (Marge)

Die Steuerquote war im Berichtsjahr höher als im Vorjahr. Diese Differenz lässt sich folgendermaßen begründen: Im TAKKT-Konzern werden die geplanten Anlaufverluste für Neugründungen nicht mit den Gewinnen unserer etablierten Gesellschaften verrechnet, sondern als steuerlich nutzbare Verlustvorträge in die Folgejahre übertragen. Im Vergleich zu den Vorjahren waren die geplanten Verluste der getätigten Neugründungen vergleichsweise hoch. Bei nahezu gleich bleibenden Steuersätzen auf die erzielten Gewinne der etablierten Gesellschaften erhöhte sich somit die Steuerquote von 37,6 Prozent auf 43,6 Prozent. Hier möchte ich betonen, dass die steuerliche Nutzung der Verlustvorträge in den nächsten Jahren realisiert wird und somit die Steuerquote im Konzern mittelfristig wieder sinken wird.
Das Ergebnis pro Aktie lag im Berichtjahr bei 26 (46) Cent.
In Anbetracht der wirtschaftlichen Lage, unserer Investitionen in Neugründungen und der Sondereffekte, die sich aus der Akquisition von Hubert ergaben, kann unsere Ertragslage 2001 als befriedigend bezeichnet werden.

Mitarbeiter - Zuwachs durch Akquisition

Analog zu unserem Geschäftsverlauf dehnten wir unsere personellen Kapazitäten nur marginal aus. Neueinstellungen erfolgten im Wesentlichen im Rahmen der neu gegründeten Gesellschaften und in unserem erweiterten Zentrallager in Kamp-Lintfort. Zum Stichtag 31. Dezember 2001 waren für die TAKKT-Gruppe 1.964 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Vollzeitbasis tätig.

Mitarbeiter (auf Vollzeitbasis):
2001: 1.964
2000: 1.931
1999: 1.546
1998: 1.465
1997: 1.152

Unsere Mitarbeiter sind ein wichtiger Werttreiber des TAKKT-Konzerns. So investierten wir im Berichtsjahr deshalb knapp eine Million Euro in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Hierzu gehörten unter anderem Seminare für Führungskräfte, EDV-Kurse, Sprachkurse und Verkaufstraining.

KAISER + KRAFT EUROPA - stärkster Umsatzanteil innerhalb der TAKKT-Gruppe

Verlassen wir vorübergehend die Konzernebene und analysieren einmal, wie sich in den jeweiligen Geschäftsbereichen der Umsatz und das EBITDA entwickelt haben.

KAISER + KRAFT EUROPA konnte seinen Umsatz um 4,6 Prozent auf 383,3 Millionen Euro ausbauen und damit seine starke Position im Business-to-Business-Versandhandel für Büro-, Betriebs- und Lagerausstattung behaupten. Das EBITDA verbesserte sich von 52,3 Millionen auf 55,6 Millionen Euro: ein Zuwachs von 6,3 Prozent. Großen Anteil am Umsatzplus hatten daran die Gesellschaften in der Schweiz, Italien und Frankreich. Lediglich Skandinavien, Tschechien und Polen erreichten nicht die Umsatzzahlen, die sie sich vorgenommen hatten.

2001: 383,3 Millionen Euro (Umsatz), 55,6 Millionen Euro (EBITDA)
2000: 366,4 Millionen Euro (Umsatz), 52,3 Millionen Euro (EBITDA)
1999: 326,5 Millionen Euro (Umsatz), 43,6 Millionen Euro (EBITDA)
1998: 313,0 Millionen Euro (Umsatz), 40,3 Millionen Euro (EBITDA)
1997: 260,8 Millionen Euro (Umsatz), 29,9 Millionen Euro (EBITDA)

Topdeq - Sondereffekt und Konjunktur belasten

Topdeq, unser Wachstumsspitzenreiter der letzten Jahre, entwickelte sich 2001 weniger erfreulich: Der Umsatz verringerte sich um 4,8 Prozent auf 82,9 Millionen Euro. Das EBITDA schrumpfte von 8,4 auf 0,4 Millionen Euro.

Dieser Einbruch hatte unterschiedliche Gründe: Erstens: In der Vergangenheit bevorzugten viele junge Wachstumswerte, insbesondere Unternehmen der "New Economy", designorientierte Produkte von Topdeq. Deren Geschäftsrückgang führte auch bei Topdeq zu einem rückläufigen Auftragsvolumen.

Zweitens: Das Vergleichsjahr 2000 war, wie Sie der Grafik entnehmen können, außergewöhnlich gut. Denn es stand ganz im Zeichen des 10-jährigen Jubiläums von Topdeq, was entsprechende Werbe- und Verkaufsaktionen ermöglichte. Die auf diese Weise erzielten hohen zusätzlichen Umsätze konnten 2001 nicht mehr erreicht werden.

Drittens: Bei Topdeq Deutschland kam zur allgemeinen Wachstumsschwäche ein - im Vergleich zum Vorjahr - härterer Wettbewerb hinzu, da Konkurrenten das erfolgreiche Geschäftsmodell von Topdeq zu kopieren versuchten. Der für 2002 anvisierte Stärkungsprozess soll den Geschäftsbereich so aufstellen, dass in Zukunft wieder mit guten Zuwächsen gerechnet werden kann.

Die Gründe für den Rückgang des EBITDA liegen vor allem in den geplanten Anlaufverlusten für die Neugründung von Topdeq USA sowie dem schwachen Geschäftsverlauf in Deutschland und der Schweiz.

Positiv entwickelten sich vom Stand weg die Topdeq-Gesellschaften in den USA und in Frankreich. Die Niederlande warteten zumindest mit stabilen Erlösen auf. Die schweizerische Gesellschaft musste dagegen wie Deutschland Einbußen hinnehmen.

2001: 82,9 Millionen Euro (Umsatz), 0,4 Millionen Euro (EBITDA)
2000: 87,1 Millionen Euro (Umsatz), 8,4 Millionen Euro (EBITDA)
1999: 73,0 Millionen Euro (Umsatz), 9,3 Millionen Euro (EBITDA)
1998: 63,0 Millionen Euro (Umsatz), 8,3 Millionen Euro (EBITDA)
1997: 53,3 Millionen Euro (Umsatz), 4,5 Millionen Euro (EBITDA)

K + K America - Akquisition und schwache Konjunktur

K + K America erlöste, auf Grund der erstmaligen Vollkonsolidierung von Hubert, 15,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz betrug 357,9 Millionen Euro. Das EBITDA blieb mit 33,7 Millionen Euro nahezu konstant. Ohne Hubert hätte der Umsatz bei 255,5 Millionen Euro gelegen - ein Minus von 11,4 Prozent.

Die Entwicklung in den USA verdeutlicht, wie wichtig die große Produktvielfalt für unser Geschäft ist. Der Konjunktureinbruch der US-amerikanischen Volkswirtschaft traf die einzelnen Tochtergesellschaften recht unterschiedlich. Während C&H Distributors starke Umsatzrückgänge hinnehmen musste, waren Avenue Industrial Supply, Conney Safety Products und Hubert von der Konjunkturentwicklung im Vergleich geringfügiger betroffen.

Umsatz EBITDA
2001: 357,9 Millionen Euro (Umsatz), 33,7 Millionen Euro (EBITDA)
2000: 309,3 Millionen Euro (Umsatz), 33,8 Millionen Euro (EBITDA)
1999: 228,0 Millionen Euro (Umsatz), 23,1 Millionen Euro (EBITDA)
1998: 163,2 Millionen Euro (Umsatz), 16,5 Millionen Euro (EBITDA)
1997: 155,4 Millionen Euro (Umsatz), 17,4 Millionen Euro (EBITDA)

Cashflow - solider Wert trotz Konjunkturschwäche

Die Ertragskraft unserer Gruppe kennzeichnet sich seit Jahren durch einen hohen Cashflow. Dabei blieb es auch 2001. Trotz Konjunkturschwäche wiesen wir mit 49,1 Millionen Euro einen soliden Wert auf.

Cashflow
2001: 49,1 Millionen Euro
2000: 55,1 Millionen Euro
1999: 45,8 Millionen Euro
1998: 35,9 Millionen Euro
1997: 30,9 Millionen Euro

Investitionen auf Normalniveau

Nach den außergewöhnlich hohen Investitionen der letzten drei Jahre, die im Wesentlichen in Akquisitionen begründet lagen, pendelten sich die Investitionen im Berichtsjahr wieder auf das durchschnittliche Normalniveau ein. Insgesamt investierten wir 12,5 Millionen Euro. Davon entfielen 9,8 Millionen Euro auf Sachanlagen. Im Wesentlichen handelte es sich hierbei um Investitionen in die weitere Optimierung der
E-Commerce-Strukturen sowie in den Ausbau der Serviceleistungen. In immaterielle Vermögenswerte flossen 2,6 Millionen Euro.

Investitionen:
2001: 12,5 Millionen Euro
2000: 168,9 Millionen Euro
1999: 121,1 Millionen Euro
1998: 73,8 Millionen Euro
1997: 5,6 Millionen Euro

Hoher Free-Cashflow sichert künftige Wachstumsfinanzierung

Wegen unseres konstanten Investitionsbudgets für Erhaltungs- und Rationalisierungsinvestitionen und ausbleibenden Investitionen in Akquisitionen erwirtschafteten wir 2001 einen positiven und hohen FreeCashflow von 36,8 Millionen Euro. Damit verfügen wir über ausreichend liquide Mittel, um sowohl Schulden planmäßig zu tilgen, als auch das angestrebte organische Wachstum aus eigenen Mitteln finanzieren zu können.

Free-Cashflow:
2001: 36,8 Millionen Euro
2000: -113,8 Millionen Euro
1999: -75,3 Millionen Euro
1998: -37,9 Millionen Euro
1997: 25,3 Millionen Euro

Konzerbilanz der TAKKT AG - solide Struktur

Auf der Aktivseite der Bilanz verminderten planmäßige Abschreibungen auf Geschäftswerte die immateriellen Vermögenswerte. Das Anlagevermögen reduzierte sich dadurch von 386,7 auf 371,8 Millionen Euro. Zudem nahmen konjunkturbedingt Lagerbestände sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ab. Das Umlaufvermögen sank entsprechend von 178,8 auf 169,2 Millionen Euro.

Aus dem Konzernjahresüberschuss wurden den Gewinnrücklagen 10,8 (25,5) Millionen Euro zugeführt. Damit erhöhte sich das Eigenkapital zum Bilanzstichtag von 128,1 auf 139,5 Millionen Euro. Die Nettofinanzverschuldung führten wir auf 324,3 Millionen Euro zurück.

Die Bilanzsumme sank von 569,3 auf 544,6 Millionen Euro. Bezogen auf das gestiegene Eigenkapital verbesserte sich damit unsere Eigenkapitalquote auf 25,6 Prozent. 2000 lag sie bei 22,5 Prozent.

Das Geschäftsjahr 2001 im Jahresvergleich

Wenn wir die wesentlichen Kennzahlen des Geschäftsjahres betrachten, erkennen wir, dass sich unser Konzern in einem schwierigen Jahr gut behauptet hat. Wir konnten uns zwar von der Konjunkturentwicklung nicht abkoppeln, aber zumindest ihre Auswirkungen in Grenzen halten. Beim Umsatz legten wir um 8 Prozent zu. Die EBITDA-Marge liegt mit 10,2 Prozent innerhalb unseres langfristigen Zielkorridors. Unsere Marktposition ist nach Jahren der Expansion überdurchschnittlich. Da wir auch im schwierigen Jahr 2001 unverändert in die Neukundenwerbung, die Optimierung unserer Abläufe und Strukturen sowie in Neugründungen investiert haben, gehen wir gestärkt in das Jahr 2002.

Ausblick 2002 - Änderung in der Berichterstattung

Ab dem ersten Quartal 2002 wird die TAKKT AG - nach den im SMAX-Segment geltenden Regeln - internationale Rechnungslegungsvorschriften anwenden. Wir haben uns für IAS entschieden, den International Accounting Standards (zukünftig IFRS, International Financial Reporting Standards). Nähere Details zur Erstellung und zu den Auswirkungen werden wir im Rahmen der Berichterstattung über das
1. Quartal 2002 erklären. Nur so viel möchte ich schon erwähnen: Die Umstellung birgt keinerlei unerfreulichen Überraschungen. Ganz im Gegenteil: Die neue Rechnungslegung wird sich positiv auf die TAKKT-Zahlen auswirken.

Die Deutsche Börse will den S-DAX ab Mitte 2002 auf 50 Werte verkleinern und zugleich den Aktienindex auf eine Free-float-Gewichtung umstellen. Da wir die damit verbundenen Anforderungen erfüllen, bleiben wir auch nach diesem Stichtag ein S-DAX-Wert. Schließlich sind wir davon überzeugt, dass sich Qualität auch am Kapitalmarkt durchsetzen wird. Qualität bedingt im Übrigen auch, transparent über Unternehmensentwicklungen zu berichten. Das haben wir in der Vergangenheit getan, daran wollen wir auch in Zukunft festhalten.

Recht herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Wir stehen Ihnen jetzt gerne für Fragen zur Verfügung.


Ansprechpartner:

Georg Gayer
Tel.: (49) 711 / 5001-239

Dr. Felix A. Zimmermann
Tel.:(49) 711 / 5001-861