Pressemitteilung

Akquisition von Hubert wirkt sich positiv auf Konzernumsatz aus. TAKKT AG liefert in 2001 ein zufrieden stellendes Ergebnis

Trotz des weltweiten Konjunktureinbruchs hat sich die TAKKT AG auch im Geschäftsjahr 2001 gut behauptet. Bedingt durch die erstmalig ganzjährige Konsolidierung des US-Gastro-Versandhändlers Hubert stieg der Konzernumsatz um 8,0 Prozent auf 824,1 (762,8) Millionen Euro. Die wirtschaftliche Lage, die geplanten Anlaufverluste für die Neugründungen sowie die erstmaligen Katalogversendungen nach Kanada und Irland verminderten das EBITDA um 4,1 Prozent auf 84,0 (87,6) Millionen Euro. Die EBITDA-Marge liegt mit 10,2 Prozent aber im langfristig anvisierten Zielkorridor von 10 bis 12 Prozent.

"Angesichts der weltweit schwachen Konjunktur, der Investitionen in Neugründungen und der Effekte im Zuge der Akquisition von Hubert ist die Ergebnislage 2001 durchaus befriedigend", sagte der Vorstandsvorsitzende der TAKKT AG, Georg Gayer, auf der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart. "Unser breites Produktportfolio hat sich bei der in Nordamerika und Europa gleichermaßen rückläufigen Konjunktur gut bewährt."

Tochtergesellschaften konnten sich der konjunkturellen Entwicklung nicht ganz entziehen

KAISER + KRAFT EUROPA, bestehend aus den Gruppen KAISER + KRAFT, Gaerner, Gerdmans und KWESTO, steigerte im Berichtsjahr den Umsatz um 4,6 Prozent auf 383,3 (366,4) Millionen Euro. Das EBITDA verbesserte sich von 52,3 Millionen auf 55,6 Millionen Euro. Die meisten der etablierten KAISER + KRAFT-Gesellschaften lieferten trotz der Konjunkturschwäche gute Ergebnisse. Lediglich Skandinavien, Tschechien und Polen erreichten nicht die Umsatzzahlen, die sie sich vorgenommen hatten.

Topdeq, der Versandhändler für designorientierte Büromöbel und Accessoires, konnte mit 82,9 (87,1) Millionen Euro Umsatz nicht an das Wachstum der Vorjahre anknüpfen. Die Schwäche der New Economy belastete auch Topdeq und führte zu einem rückläufigen Auftragsvolumen. Das EBITDA betrug 0,4 (8,4) Millionen Euro. Die Ursachen für den Rückgang sind zum einen im ausbleibenden Umsatz und zum anderen in den geplanten Anlaufverlusten für die Neugründung von Topdeq USA begründet.

Dank der erstmalig ganzjährigen Konsolidierung des im Oktober 2000 akquirierten Unternehmens Hubert erlöste K+K America 12,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz betrug 320,5 (285,6) Millionen US-Dollar. Das EBITDA blieb mit 30,2 (31,3) Millionen US-Dollar nahezu stabil. In Euro gerechnet ergab sich ein Umsatz von 357,9 Millionen. Während das vornehmlich das verarbeitende Gewerbe beliefernde Unternehmen C&H Distributors (Betriebs- und Lagerausstattung) starke Umsatzrückgänge hinnehmen musste, waren Hubert (Bedarfsartikel und Ausrüstungsgegenstände für den Lebensmitteleinzelhandel und Gastrobereich), Conney Safety Products (Versandhandel mit Arbeitssicherheitsprodukten) und das kanadische Unternehmen Avenue Industrial Supply (Betriebs- und Lagerausstattung inklusive Verpackungsmaterialien und Arbeitssicherheitsprodukte) weniger stark betroffen.

Preisunempfindliche Produkte sorgen für stabilen Rohertrag

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) verringerte sich um 18,6 Prozent auf 53,8 (66,1) Millionen Euro. Das EBIT und das Ergebnis vor Steuern sind wegen der Akquisition von Hubert mit dem Vorjahr nicht vergleichbar. Die Abschreibung auf den Geschäftswert von Hubert belastete das EBIT mit 9,8 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern betrug 33,4 (53,8) Millionen Euro. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb von Hubert stehenden Zinsaufwendungen in Höhe von 12,1 Millionen Euro fielen erstmals in vollem Umfang an und minderten den Ertrag. Der Jahresüberschuss nach Steuern sank auf 18,9 (33,6) Millionen Euro. Das Ergebnis pro Aktie erreichte 26 (46) Cent. Die Rohertragsmarge erhöhte sich um knapp einen Prozentpunkt auf 39,4 Prozent. "Ausgezahlt hat sich im Berichtsjahr, dass wir uns auf preisunempfindliche Produkte fokussieren, die für eine relativ stabile Rohertragsmarge sorgen", kommentierte Finanzvorstand Dr. Felix A. Zimmermann die Zahlen für das Gesamtjahr.

Starker Cashflow

TAKKT war auch 2001 Cashflow-stark. Mit 49,1 (55,1) Millionen Euro wurde zwar der Vorjahreswert nicht gehalten, der Free-Cashflow stieg jedoch auf 36,8 (-113,8) Millionen Euro. Damit verfügt TAKKT über genügend liquide Mittel, um Schulden zu tilgen und das angestrebte organische Wachstum selbst finanzieren zu können.

Nettofinanzverschuldung abgebaut

Anlage- wie Umlaufvermögen entwickelten sich rückläufig. Die Verbindlichkeiten wurden zurückgeführt, das Eigenkapital erhöht. Insgesamt war zum Stichtag 31. Dezember 2001 die Bilanzsumme mit 544,6 (569,3) Millionen Euro etwas niedriger als im Vergleichsjahr. Die Abschreibungen erhöhten sich wegen der erstmals für Hubert ganzjährig anfallenden Firmenwertabschreibungen um 40,5 Prozent auf 30,2 (21,5) Millionen Euro. Aus dem Konzernjahresüberschuss wurden den Gewinnrücklagen 10,8 (25,5) Millionen Euro zugeführt, wodurch das Eigenkapital auf 139,5 (128,1) Millionen Euro und die Eigenkapitalquote auf 25,6 (22,5) Prozent stiegen. Die Nettofinanzverschuldung wurde auf 324,3 Millionen Euro gesenkt.

Investitionen auf Normalniveau

Nach den hohen Investitionen im Vorjahr - im Wesentlichen für die Akquisition Hubert - kehrte das Investitionsbudget mit 12,4 (168,9) Millionen Euro auf Normalniveau zurück. In Sachanlagen wurden 9,8 Millionen Euro investiert. Die wichtigsten Projekte waren die Optimierung der E-Commerce-Strukturen und der Ausbau der Serviceleistungen.

Dividende

Für das Geschäftsjahr 2001 wird der Vorstand der Hauptversammlung neben der Stärkung des Eigenkapitals durch die Erhöhung der Gewinnrücklagen die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 10 Cent vorschlagen.

Nachhaltiges Wachstum in 2002

Der Vorstand der TAKKT-Gruppe rechnet unter der Annahme, dass zur Jahresmitte die Konjunktur in Nordamerika anziehen wird und die konjunkturelle Eintrübung in Europa sich nicht weiter verschärft, für 2002 mit einem organischen Wachstum von 5 bis 7 Prozent sowie einer langfristigen EBITDA-Marge von 10 bis 12 Prozent.

Die Quartalszahlen werden am 3. Mai 2002 veröffentlicht. Diese werden entsprechend der SMAX-Regeln dann erstmalig nach IAS berichtet.

Die Hauptversammlung findet am 7. Mai 2002 in Ludwigsburg statt.

Stuttgart, den 21. März 2002


Ansprechpartner:

Georg Gayer
Tel. 07 11.50 01-239

Dr. Felix A. Zimmermann
Tel. 07 11.50 01-861