Risiken frühzeitig erkennen und steuern – das ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg eines Unternehmens. Dafür hat TAKKT effektive Systeme entwickelt, welche konzernweit angewendet werden.
Aktives Risikomanagement
TAKKT analysiert kontinuierlich das Markt- und Wettbewerbsumfeld ihrer Geschäftsbereiche und Gesellschaften. Zudem überprüft das Unternehmen regelmäßig seine eigenen Potenziale zur Anpassung auf mögliche Veränderungen. Diese systematische Beobachtung macht es möglich, Chancen und Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten. Als Ergebnis der Analyse definiert TAKKT Maßnahmen, mit denen sich die Risiken begrenzen, steuern oder vermeiden lassen.
Entscheidend für erfolgreiches Risikomanagement ist darüber hinaus ein zeitnahes und umfassendes Berichtswesen. So erhält etwa der Vorstand täglich Informationen über Auftragseingänge und Servicekennzahlen der Gesellschaften. Zudem analysiert das Unternehmen kontinuierlich Konjunkturindikatoren – beispielsweise die Wachstumsraten der Bruttoinlandsprodukte und Bruttoanlageinvestitionen oder die Entwicklung der Einkaufsmanagerindizes. Aufgrund der ermittelten Daten lassen sich rechtzeitig Faktoren erkennen, welche die Umsetzung der Konzernstrategie und -planung beeinflussen könnten.
Die interne Revision und die Wirtschaftsprüfer sind feste Bestandteile des Risikomanagementsystems des Unternehmens. Ihre Aufgabe ist es, Prozesse aller Konzerngesellschaften auf deren operative Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und die Einhaltung interner Richtlinien zu kontrollieren. Neugründungen und Akquisitionen werden sofort in das Controlling und Risikomanagementsystem integriert. Sie müssen die gleichen hohen Standards erfüllen wie die bereits etablierten Konzerngesellschaften.
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess
TAKKT verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzernabschluss gewährleisten. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem TAKKT-Vorstand sowie den Zentralabteilungen Rechnungswesen, Betriebswirtschaft, Finanzen, Recht und Revision bildet die Grundlage für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem. Das konzernweit geltende Vier-Augen-Prinzip, durchgängige Geschäftsordnungen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beinträchtigen können, sind wesentliche Merkmale der Systeme.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ist an das international anerkannte Rahmenwerk COSO (The Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) Internal Control – Integrated Framework angelehnt.
Es erfolgt eine systematische Dokumentation sowie eine regelmäßige Erfassung und Aktualisierung der rechnungslegungsbezogenen Risiken beziehungsweise der Kontrollen. Die Verantwortung für die Einrichtung und Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems liegt beim Vorstand. Die Berichtsstrukturen bei TAKKT beginnen grundsätzlich auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird beziehungsweise wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Auf sämtlichen Ebenen und Prozessstufen sind interne Kontrollen implementiert.
Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS -Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt TAKKT mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer ständig aktualisierten Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung, diverse Handbücher sowie verschiedene andere, verbindliche Vorgaben. Externe Experten werden im Bedarfsfall, beispielsweise bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen oder bei der Erstellung von Gutachten zur Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben, hinzugezogen.
Darüber hinaus tragen die Nutzung zertifizierter Datenverarbeitungssysteme für Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting und Treasury sowie zentrale Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung der Rechnungslegung bei. Für die Erstellung des Konzernabschlusses werden standardisierte und zentral administrierte IT -Systeme eingesetzt. Die Konsolidierung erfolgt dabei auf allen Stufen des TAKKT-Konzerns mittels SAP SEM BCS. Zur Erstellung des Konzernanhangs wird konzernweit ein formularbasiertes Erfassungs- und Verdichtungsinstrument eingesetzt, das ebenfalls auf SAP basiert. Eine Vielzahl von Validierungen innerhalb der IT -Systeme unterstützt den Abschlussprozess. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT -Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Funktionstrennungen sowie Change-Management-Systeme sind installiert.
Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der Zentralabteilung Rechnungswesen, der internen Revision und dem Konzernabschlussprüfer regelmäßig geprüft.